Johann Michael Bach III

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Johann Michael Bach (* 9. November 1745 in Struth bei Schmalkalden; † 13. Juni 1820 in Elberfeld), auch Tanner Bach, seltener Elberfelder Bach oder Schmalkaldener Bach genannt, war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach. Sein Verwandtschaftsverhältnis zur Wechmarer Linie, welcher Johann Sebastian Bach entstammt, ist nicht völlig geklärt.[1][2]

Er ging früh auf Reisen nach Holland und (angeblich) England, war in Tann als Kantor tätig, studierte in Göttingen und Leipzig, ließ sich einige Jahre in Güstrow als Advokat nieder. 1785 kehrte er wieder nach Tann zurück, wo er erneut als Kantor wirkte. 1795 ging er nach Basel und verbrachte seinen Lebensabend in Elberfeld, einem Stadtteil des heutigen Wuppertal.

Von ihm sind folgende Werke überliefert:

  • sechs Cembalokonzerte
  • geistliche Kantaten
  • weltliche Kantaten
  • Liedersammlung "Schweizer Naturszenen"
  • Generalbasslehre

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Hier bot sich nun endlich die Gelegenheit, Johann Michael Bach (II) als den, Wuppertaler' Bach vorzustellen, als der er sich für uns inzwischen erwiesen hatte und dessen Kantate wir im Januar 1986 beiseite gelegt hatten.“ Hans-Martin Linde, Regula Rapp: Provokation und Tradition. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000, ISBN 3-476-01663-3.
  2. „Es gab sogar noch einen weiteren bühnentauglichen Schreiber in der Dynastie, Johann Michael Bach hieß er, […] fand sein Auskommen als Musiklehrer eines Gymnasiums im bergischen Elberfeld, heute Wuppertal, wo er 1820 mit 75 Jahren starb.“ Michael Arntz: Hugo Riemann (1849–1919): Leben, Werk und Wirkung. Concerto, Köln 1999, ISBN 3-9803578-7-2. Zugleich Dissertation Universität Köln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Nüdling: Untersuchungen zu Johann Michael Bach. Leben und Werk; Schriftliche Hausarbeit vorgelegt im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufen I und II im Fach Musik. Detmold 2002.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]