Johann Mock

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Johann „Hans“ Mock (* 9. Dezember 1906 in Wien; † 22. Mai 1982 ebenda) war ein österreichischer und deutscher Fußballspieler auf der Position des Verteidigers und Mittelläufers.

Karriere[Bearbeiten]

Johann Mock begann seine Karriere beim FC Nicholson (später FC Wien), bevor er im Jahre 1927 zur Austria Wien wechselte. Mit den Veilchen konnte der elegante und technisch perfekte Mittelläufer dreimal den österreichischen Cup gewinnen (1933, 1935, 1936). Gemeinsam mit Karl Adamek, Karl Gall und Walter Nausch bildete er die starke Austria-Mittelfeldformation der 1930er Jahre und gewann auf internationaler Ebene zweimal den Mitropacup (1933, 1936), den Vorläufer des heutigen Europacups.

Durch seine starke Leistung bei der Austria wurde Johann Mock am 15. September 1929 im Spiele gegen die Tschechoslowakei erstmals ins Nationalteam einberufen. Österreich gewann bei Mocks Premierenspiel mit 2:1. Zur Zeit des legendären Wunderteams war Johann Mock ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft, spielte beispielsweise beim 5:0-Sieg gegen Deutschland. Allerdings musste sich der klassische Mittelläufer der alten Wiener Schule, angesichts der Konkurrenz durch Josef Smistik und Leopold Hofmann im Wunderteam mit der Position des rechten Außenläufers zufriedengeben. Bis zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich absolvierte der Verteidiger insgesamt zwölf Spiele für die österreichische Nationalmannschaft. Während der Zeit der Zugehörigkeit Österreichs zum Dritten Reich trug Johann Mock, zeitweise auch als Kapitän, zwischen 1938 und 1942 insgesamt fünf Mal das Trikot mit dem Reichsadler und nahm mit der deutschen Elf an der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich teil.

Im Jahre 1942 beendete Hans Mock, der es insgesamt zu 40 Auswahlspielen brachte, schließlich seine aktive Karriere. Nach einer kurzen Trainertätigkeit bei Vorwärts Steyr und dem Badener AC zog er sich gänzlich vom Fußball zurück und führte bis zu seinem Ableben im Alter von 75 Jahren seine eigene Weinstube in der Wiener Innenstadt.

Stationen[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]