Johann von Bülow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Schauspieler Johann von Bülow. Zum General siehe Johann Albrecht von Bülow.
Johann von Bülow (2014)

Johann von Bülow (* 26. September 1972 in München) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bülow entstammt dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht von Bülow. Er ist ein entfernter Verwandter von Loriot, den er erst in dessen letzten Lebensjahren persönlich kennenlernte.[1] Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1992 bis 1995 absolvierte er eine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Sein erstes Engagement hatte er von 1996 bis 1998 am Staatstheater Mainz. 1998 gastierte er auch am Schauspielhaus Zürich als Ferdinand in Kabale und Liebe von Friedrich Schiller. 1999 wechselte er ans Schauspiel Leipzig, spielte dort unter anderem in Wolfgang Engels neunstündiger Faust-Inszenierung den jungen Faust. Von 2000 bis 2004 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum und spielte dort viele unterschiedliche Rollen, so zum Beispiel im Theaterstück Mendy – das Wusical unter der Regie von Helge Schneider. Wichtige Rollen waren dort außerdem Don Carlos im gleichnamigen Stück von Friedrich Schiller, „Fritz“ in Liebelei von Arthur Schnitzler, sowie „Happy“ in Tod eines Handlungsreisenden in der Inszenierung von Jürgen Kruse. Weitere Arbeiten am Haus waren unter anderem mit den Regisseuren Matthias Hartmann und Karin Beier. Johann von Bülow sang außerdem bei verschiedenen Liederabenden am Schauspielhaus Bochum.

2005 gastierte er am Düsseldorfer Schauspielhaus in Wer hat Angst vor Virginia Woolf? als Nick; Regie führte Karin Henkel. Zwischen 2006 und 2009 kehrte er dann in unregelmäßigen Abständen ans Schauspielhaus Bochum als Gast zurück, so zum Beispiel für Motortown von Simon Stephens oder Das weite Land von Arthur Schnitzler, beide unter der Regie von Dieter Giesing. 2011 gab er den „Manfred“ in einer Aufführung des gleichnamigen Werkes für Orchester, Sänger und Sprecher in der Tonhalle Düsseldorf unter der künstlerischen Gesamtleitung von Johannes Deutsch.

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine erste Filmrolle spielte er 1995 an der Seite von Franka Potente in der Komödie Nach Fünf im Urwald. Es folgten zahlreiche weitere Rollen in Fernseh- und Kinofilmen, zum Beispiel 1996 in dem Fernsehfilm Und morgen fängt das Leben an (Regie Anno Saul). 1999 in dem Fernsehfilm Vom Küssen und vom Fliegen (Regie Hartmut Schoen) und 2003 in dem Zweiteiler Das Wunder von Lengede (Regie Kaspar Heidelbach) auf Sat.1. Außerdem sang und spielte von Bülow in dem ARD-Fernsehfilm Klassentreffen (2004) und 2008 in der Line-Dance-Komödie Willkommen im Westerwald von Tommy Wiegand.

Weitere Kinoauftritte hatte er in den Filmen 3° kälter (Gewinner der Filmfestspiele in Locarno 2005), Die österreichische Methode (2004) und 2007 im vielfach prämierten Drama Das Fremde in mir (Regie Emily Atef 2008). Ab Oktober 2008 spielte er den Anwalt Thomas Welka in der ARD-Serie Die Anwälte. Seitdem ist von Bülow häufig im Kino und im Fernsehen zu sehen, darunter in In aller Stille (Grimme-Preis, Nominierung Goldene Kamera 2011) und Laufen und Schießen (2011) aus der Reihe Unter Verdacht. Eine ungewöhnliche Figur spielte von Bülow in der Improvisationssitcom Wir müssen reden! an der Seite von Cordula Stratmann und Annette Frier 2011 als Stephano, einen deutsch-italienisch radebrechenden Kellner.

2011 war von Bülow auch in mehreren Tatort-Produktionen zu sehen. Nachdem er viele Jahre vor allem in Nebenrollen zu sehen war, spielte er 2012 z. B. im ZDF-Film Die Schuld der Erben an der Seite von Lisa Martinek die Hauptrolle. Außerdem erschien 2012 die Kinoverfilmung Fünf Freunde mit von Bülow als Polizist Hansen. 2014 war er unter anderem in der Fernsehserie Mord mit Aussicht zu sehen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele und Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johann von Bülow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julia Emmrich: Anruf von Onkel Loriot war beinahe ein Ritterschlag. derwesten.de, 3. Januar 2012, abgerufen am 15. März 2013.