Johannes Bobrowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berliner Gedenktafel am Haus, Zimmerstraße 80, in Berlin-Mitte

Johannes Bobrowski (* 9. April 1917 als Johannes Konrad Bernhard Bobrowski in Tilsit; † 2. September 1965 in Berlin) war ein deutscher Lyriker und Erzähler.

Leben[Bearbeiten]

Johannes Bobrowski stammte aus einer evangelisch-baptistischen, nationalkonservativ orientierten Familie, sein Vater schlug eine Laufbahn in der Reichsbahnverwaltung ein. 1925 zog die Familie nach Rastenburg, 1928 nach Königsberg, wo Johannes Bobrowski das humanistische Stadtgymnasium Altstadt-Kneiphof besuchte. Einflussreich für das spätere Werk wurden alljährliche Sommerurlaube bei Verwandten in den Dörfern an der Memel zwischen Rombinus und Jūra, die von der alten Misch- und Einwanderungskultur Preußisch Litauens geprägt waren. Nach dem Abitur 1937 musste er einen zweijährigen Militärpflichtdienst in Königsberg antreten, während die Eltern und die jüngere Schwester nach Berlin übersiedelten, wo Bobrowski später ein Kunstgeschichtsstudium aufnehmen wollte. Wie die Familie trat er 1935 der Bekennenden Kirche bei. Bobrowski nahm als Gefreiter in einem Nachrichtenregiment am gesamten Zweiten Weltkrieg teil (Überfall auf Polen 1939, dann Nordfrankreich, 1941 Einmarsch in die Sowjetunion: Kaunas, Porchow, Nowgorod, Ilmensee). Ende 1941 konnte er ein Semester lang Kunstgeschichte in Berlin studieren; eine NSDAP-Mitgliedschaft, die ihm einen längeren Studienaufenthalt ermöglicht hätte, lehnte er ab. Erste Gedichte erschienen 1944 in der Zeitschrift Das Innere Reich. Von 1945 bis 1949 war Bobrowski in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, u. a. im Don-Gebiet, wo er im Kohlebergbau arbeitete.

Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft lebte er bis zu seinem Tod in Berlin-Friedrichshagen. Er war als Lektor in Ost-Berlin tätig, zunächst für den Altberliner Verlag Lucie Groszer, einen Kinderbuchverlag, ab 1959 als Lektor für Belletristik für den christlichen Union Verlag Berlin. In der von Peter Huchel geleiteten Zeitschrift Sinn und Form erschienen 1955 die ersten Gedichte Bobrowskis seit 1944. Weitere Veröffentlichungen in meist westdeutschen Zeitschriften und Anthologien folgten, die Bemühungen um die Veröffentlichung eines eigenen Gedichtbands blieben jedoch erfolglos. Erst 1961 erschien in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart Bobrowskis erster Gedichtband Sarmatische Zeit, der wenig später auch in der DDR veröffentlicht wurde. Auch Bobrowskis spätere Veröffentlichungen – sein zweiter Gedichtband Schattenland Ströme sowie seine Erzählungen und Romane – erschienen sowohl in Verlagen der Bundesrepublik Deutschland (Deutsche Verlags-Anstalt, Verlag Klaus Wagenbach) als auch in der DDR (Union Verlag Berlin). Bobrowski verstand sich stets als deutscher Dichter, der eine Trennung in ost- und westdeutsche Literatur ablehnte: „Ich bin, meiner Überzeugung nach, ein deutscher Schriftsteller. So wie einige meiner Freunde in Westdeutschland, Westberlin oder Frankreich deutsche Schriftsteller sind.“[1]

Ab 1960 nahm Bobrowski an den Treffen der Gruppe 47 teil, im Oktober 1962 erhielt er deren Preis, wodurch er in ganz Deutschland und auch international bekannt wurde. Zu den Folgen seiner zunehmenden Bekanntheit und der Tatsache, dass Bobrowski sich in beiden deutschen Staaten und Literaturen vorbehaltlos bewegte, gehörte auch, dass er in den letzten Jahren seines Lebens von der Staatssicherheit observiert wurde. 1963 wurde Bobrowski Mitglied im Deutschen Schriftstellerverband der DDR, was er bis dahin vermieden hatte.

Am 2. September 1965 starb Bobrowski an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs und wurde auf dem Christophorus-Friedhof in Berlin-Friedrichshagen beigesetzt. Die Grabstätte im Feld E gestaltete der Künstler Wieland Förster. Sie ist heute ein Ehrengrab des Landes Berlin. Bobrowskis literarischer Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach, seine nachgelassene Bibliothek in den Historischen Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Originale Gegenstände aus Bobrowskis Berliner Arbeitszimmer sind in der Bobrowski-Dauerausstellung in Willkischken (Litauen) zu sehen.

Werk[Bearbeiten]

In Bobrowskis Werke floss die Bekanntschaft mit der osteuropäischen Landschaft, mit deutschen, baltischen und slawischen Kulturen sowie ihrer Sprachen und Mythen ein. Er bezeichnete an verschiedenen Stellen die Geschichte von Deutschen und osteuropäischen Völkern als sein „Generalthema“:[2] „Weil ich um die Memel herum aufgewachsen bin, wo Polen, Litauer, Russen, Deutsche miteinander lebten, unter ihnen allen die Judenheit. Eine lange Geschichte aus Unglück und Verschuldung, seit den Tagen des deutschen Ordens, die meinem Volk zu Buche steht.“[3]

Johannes Bobrowski wendet sich in seiner Lyrik auch an Dichterkollegen und andere Künstler, mit deren Lebenssituation und Schaffen er sich in Form einer dialogischen Selbstvergewisserung auseinandersetzt. Im Band Schattenland Ströme ist eine Ode auf Thomas Chatterton enthalten und die Gedichte Brentano in Aschaffenburg, Hölderlin in Tübingen („Turm,/daß er bewohnbar/sei wie ein Tag, der Mauern…“) sowie Gertrud Kolmar, Else Lasker-Schüler, An Nelly Sachs, Hamann oder Mickiewicz. Im letzten von Bobrowski selbst zusammengestellten Band Wetterzeichen finden sich Gedichte u.a. auf die Dichter Klopstock, Jakob Michael Reinhold Lenz, Ludwig Hölty, die Komponisten Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart und die bildenden Künstler Ernst Barlach, Alexej von Jawlensky und Alexander Calder.

Bobrowskis Gedichte zeichnen sich durch eine an Friedrich Hölderlin und Georg Trakl geschulte elementare Naturbildlichkeit und eine von Friedrich Gottlieb Klopstocks Odendichtung hergeleitete rhythmisch-klangliche Suggestivität der Sprache aus. Sie sind meist reimlos und ohne festes Metrum. Motivisch-thematisch ist das Gesamtwerk auf die mittelosteuropäische Landschaft zwischen Ostsee (Ostpreußen) und Schwarzem Meer (Sarmatien) ausgerichtet, von der aus persönliche und historische Vergangenheit aus dem Bewusstsein der deutschen Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges gedenkend und sich vergewissernd in Erinnerung gerufen wird. Gesprochen wird aus der Grunderfahrung des Heimatverlustes, der Wanderschaft, der Fremde, die nur literarisch, für den Moment des dialogischen Sprechens, überwunden werden kann. Kritisches und mahnendes Eingedenken deutscher Schuld steht in einem Spannungsverhältnis zur Trauer um die infolge des Zweiten Weltkrieges verlorene ostpreußische Kindheitslandschaft. Die trotz ihrer großen Sinnlichkeit abstrakt zusammengesetzten Bilder der Gedichte stützen Bobrowskis Interesse an paradigmatischen Aussagen. Authentifizierende Spezifika (Namen, Zitate, Redewendungen) verdecken nicht, dass es ihm stets um Exemplarisches geht: Bobrowskis Poetik zielt auf die Aktualität des Vergangenen, auf Übertragbarkeit sozialer Konstellationen und Verhaltensweisen. Historisch-biographische Anspielungen und intertextuelle Verweise sind zahlreich. Ob und wie Bobrowskis Anspruch eines wirkungsästhetisch verstandenen Engagements sich mit der Dunkelheit des Stils vereinbaren lässt, ist ein vieldiskutiertes Problem.

Seit den frühen sechziger Jahre entstanden kürzere Prosaarbeiten und die beiden Romane Levins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater und Litauische Claviere, die Thematiken und Schreibweisen der Gedichte aufnehmen. Dabei werden gezielt traditionelle Erzählverfahren mit modernen und experimentellen Stilmitteln verbunden (z.B. Die ersten beiden Sätze für ein Deutschlandbuch, Boehlendorff). Bobrowski selbst verortet sein Erzählen in einem imaginären Dreieck zwischen Hermann Sudermann, Robert Walser und Isaak Babel. Charakteristisch sind häufige Wechsel der narrativen Perspektive, Rückblenden, der Einsatz des Inneren Monologs und des Bewusstseinsstroms sowie die ironische Kommentierung oder Brechung der Erzählillusion. Diese und andere Stilmittel wirkten anregend auf die spätere DDR-Literatur.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literarische Rezeption[Bearbeiten]

Zahlreiche Autoren beziehen sich in Texten auf Person und Werk Bobrowskis, so etwa Christoph Meckel, Günter Grass (Hundejahre), Hubert Fichte (Psyche), Hans Magnus Enzensberger (Sommergedicht), Christa Wolf (Kindheitsmuster), Günter Bruno Fuchs (Ein Besuch ungefähr 1957), Paul Celan (Hüttenfenster), Franz Fühmann (Zweiundzwanzig Tage oder die Hälfte des Lebens), Ingo Schulze (Mein Jahrhundertbuch), Judith Kuckart (Lenas Liebe), Kathrin Schmidt (Passagen), Durs Grünbein (Vom Stellenwert der Worte).

Sarah Kirsch widmete Bobrowski drei Gedichte:[4] Geh unter schöne Sonne (datiert 2. September 1965): Gestern noch blies er Meer vor sich her, schwamm voller Kunst, peitschte das Wasser […] unsere Küste salzverkrustet und leer verlor ihren Delphin. In Ich in der Sonne deines Sterbemonats: ich betreibe Gewohntes […] Flieg Haar von meinem Kamm flieg zwischen Spinnenfäden schwarzes Haar totes Haar eben noch bei mir. Im Gedicht Eine Schlehe im Mund komme ich übers Feld (datiert 2. September 1965): mein Kopf eine Schelle klappert und macht einen traurigen Mund meiner mit einer Schlehe deiner Sand schon und Kieselstein ich drüber du drunter.

Herta Müller äußerte 1982 in einem Interview:[5] Der schafft Sprachbilder, wie ich sie sonst nirgends gelesen hab’. Das ist eine Sprache, die verwundet beim Lesen. Ich wär’ sehr neugierig, wie lange Bobrowski an solch einem Text gearbeitet hat, weil bei ihm jedes Wort so weit in die Tiefe geht. Und wie er jedes dieser Wörter leben konnte, denn die sind gelebt, in allem, was sie sagen können.

Verschiedenes[Bearbeiten]

1962 gründete Bobrowski gemeinsam mit Manfred Bieler scherzhaft einen neuen Friedrichshagener Dichterkreis, der seine Aufgabe laut der Gründungsschrift „in der Beförderung der schönen Literatur und des schönen Trinkens“ sah.

Bobrowski war leidenschaftlicher Musikliebhaber, spielte selbst Clavichord, Orgel und sang im Chor seiner Gemeinde. Die Beschäftigung mit der Musik und Musikern nimmt auch in zahlreichen Gedichten und Texten Bobrowskis eine zentrale Stellung ein. Zu seinen Lieblingskomponisten zählten u. a. Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude.

An seinem Begräbnis nahmen hunderte Menschen sowohl aus der BRD und der DDR teil, u. a. auch Ingeborg Bachmann und Uwe Johnson, der trotz seiner „Republikflucht“ eine Einreisegenehmigung erhielt. Am Grab sprachen Hans Werner Richter und Stephan Hermlin.

In Berlin-Hellersdorf[6], Greifswald und Willkischken (Litauen) sind Straßen nach Johannes Bobrowski benannt.

Von 1992 bis 1998 wurde aus Mitteln der Stiftung Preußische Seehandlung die Johannes-Bobrowski-Medaille verliehen. 2000 wurde in Berlin die Johannes Bobrowski Gesellschaftgegründet. Sie ist ein anerkannter Verein mit ca. 130 Mitgliedern in mehreren Ländern.

Werke[Bearbeiten]

Einzelausgaben[Bearbeiten]

  • Sarmatische Zeit. Gedichte. Stuttgart (West-Ausgabe), Berlin (Ost-Ausgabe) 1961.
  • Schattenland Ströme. Gedichte. Stuttgart (West-Ausgabe) 1962, Berlin (Ost-Ausgabe) 1963.
  • Levins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater. Roman. Berlin (Ost-Ausgabe)1964, Frankfurt a.M. (West-Ausgabe) 1964. (TB ISBN 3-596-20956-0)
  • Boehlendorff und Mäusefest. Erzählungen. Berlin (Ost-Ausgabe, gesamt) 1965.
  • Boehlendorff und andere. Erzählungen. Stuttgart (West-Ausgabe, 1. Teil) 1965.
  • Mäusefest und andere Erzählungen. Berlin (West-Ausgabe, 2. Teil) 1965. (NA ISBN 3-8031-3116-2)
  • Litauische Claviere. Roman. Berlin (Ost-Ausgabe) 1966, Berlin (West-Ausgabe) 1967. (TB ISBN 3-379-01470-2)
  • Wetterzeichen. Gedichte. Berlin (Ost-Ausgabe) 1966, Berlin (West-Ausgabe) 1967. ISBN 3-8031-0019-4
  • Der Mahner. Erzählungen und andere Prosa aus dem Nachlaß. Berlin (Ost-Ausgabe) 1967, Berlin (West-Ausgabe) 1968.
  • Im Windgesträuch.Gedichte aus dem Nachlaß, ausgewählt und hrsg. von Eberhard Haufe. Berlin (Ost-Ausgabe) 1970, Berlin (West-Ausgabe) 1970.
  • Bernd Jentzsch (Hrsg.): Poesiealbum 52, Gedichte, mit Grafiken von Gerhard Altenbourg. Berlin (DDR) 1972.
  • Literarisches Klima – Ganz neue Xenien, doppelte Ausführung, mit einem Nachwort von Bernd Leistner und Illustrationen von Klaus Ensikat. Berlin (Ost-Ausgabe) 1977, Stuttgart (West-Ausgabe) 1978. ISBN 3-421-01849-9.

Werkausgaben[Bearbeiten]

  • Gesammelte Werke in sechs Bänden, hrsg. von Eberhard Haufe Union Verlag, Berlin (DDR) 1987 (nur die ersten vier Bände erschienen).
  • Gesammelte Werke in sechs Bänden (Neuauflage der Gesammelten Werke bei der DVA Stuttgart mit zwei Kommentarbänden):
Bd. 1 Die Gedichte, hrsg. von Eberhard Haufe, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-06354-0.
Bd. 2 Gedichte aus dem Nachlaß, hrsg. von Eberhard Haufe, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-06355-9.
Bd. 3 Die Romane, hrsg. von Eberhard Haufe, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06356-7.
Bd. 4 Die Erzählungen, Vermischte Prosa und Selbstzeugnisse, hrsg. von Eberhard Haufe, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06357-5.
Bd. 5 Erläuterungen der Gedichte und der Gedichte aus dem Nachlaß, hrsg. von Eberhard Haufe, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05166-6.
Holger Gehle Bd. 6 Erläuterungen der Romane und Erzählungen, der Vermischten Prosa und der Selbstzeugnisse. Stuttgart 1999, ISBN 3-421-05173-9.

Herausgaben[Bearbeiten]

  • Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums. Hrsg. von Johannes Bobrowski. Altberliner Verlag, Berlin 1954.
  • Wer mich und Ilse sieht im Grase. Deutsche Poeten des 18. Jahrhunderts über die Liebe und das Frauenzimmer, hrsg. und mit einem Nachwort von Johannes Bobrowski. Berlin 1964.
  • Hans Clauerts wunderseltsame, abenteuerliche und unerhörte Geschichten, kurzweilig und sehr lustig zu lesen. Ausgewählt und nacherzählt von Johannes Bobrowski nach dem Buch von Bartholomäus Krüger, Stadtschreiber zu Trebbin, mit Illustrationen von Peter-Michael Glöckner. Berlin 1983.

Briefwechsel[Bearbeiten]

  • Eberhard Haufe (Hrsg.): Johannes Bobrowski – Peter Huchel. Briefwechsel. Marbach 1993, ISBN 3-933679-10-9.
  • Peter Röske (Hrsg.): „als wär es für mich gemalt“ Johannes Bobrowski – Albert Ebert. Briefe. Galerie der Berliner Graphikpresse, Berlin 1998, ISBN 3-9803644-4-5.
  • Jochen Meyer (Hrsg.): Johannes Bobrowski – Michael Hamburger: „Jedes Gedicht ist das letzte“. Briefwechsel, mit einem Nachwort von Ingo Schulze. Marbach 2004, ISBN 3-937384-03-0.

Tonträger[Bearbeiten]

  • Johannes Bobrowski liest Lyrik und Prosa, Buch mit zwei Schallplatten. Berlin 1966.
  • Johannes Bobrowski, Nachbarschaft. Neun Gedichte – Drei Erzählungen – Zwei Schallplatten, Buch mit zwei Interviews, Lebensdaten und Bibliographie. Mit Reden von Stephan Hermlin und Hans Werner Richter. Berlin 1967.
  • Johannes Bobrowski liest die Erzählungen Der Mahner und Der Tänzer Malige, Buch mit einem Essay von Werner Bräunig und zwei Single-Schallplatten. Berlin 1980.
  • Johannes Bobrowski: Im Strom. Gedichte und Prosa, gelesen vom Autor. CD, Reihe LeseOhr (Wagenbach) Berlin 2001. ISBN 3-8031-4051-X
  • Levins Mühle - 34 Sätze über meinen Großvater, Lesung mit Traugott Buhre, Regie: Rainer Schwarz, 400 Min., mp3-CD, MDR 2005/ Der Audio Verlag 2015, ISBN 9783862315659

Literatur[Bearbeiten]

Gesamtbibliographie (über 1000 Einträge):

Zur Einführung:

  • Gerhard Wolf: Beschreibung eines Zimmers – 15 Kapitel über Johannes Bobrowski. Berlin 1975, Stuttgart 1972 (mehrfach Neuauflagen)
  • Johannes Bobrowski. Spur der Stimmen. Textausgabe mit Materialien, hg. von Maria Behre, Andreas Degen, Christian Fabritz. (Schroedel) Braunschweig 2012. ISBN 978-3-507-47432-1

Weitere Literatur:

  • Johannes Bobrowski – Selbstzeugnisse und Beiträge über sein Werk. Union Verlag (VOB), Berlin 1967.
  • Gerhard Wolf: Johannes Bobrowski – Leben und Werk. Berlin 1967.
  • Gerhard Rostin (Hrsg.): Johannes Bobrowski – Selbstzeugnisse und neue Beiträge über sein Werk. Berlin 1975.
  • Gerhard Rostin (Hrsg.): Ahornallee 26 oder Epitaph für Johannes Bobrowski. Stuttgart 1978. ISBN 3-421-01831-6
  • Bernd Leistner: Johannes Bobrowski – Studien und Interpretationen. Berlin 1981.
  • Christoph Meckel: Erinnerung an Johannes Bobrowski. München, Wien 1989.
  • Eberhard Haufe: Bobrowski-Chronik. Daten zu Leben und Werk. Königshausen & Neumann, Würzburg 1994.
  • Peter Albert: Die Deutschen und der europäische Osten – „Vergangenheitsbewältigung“ als Historismuskritik im Erzählwerk Johannes Bobrowskis. Erlangen 1990. ISBN 3-7896-0184-5
  • Johannes Bobrowski oder Landschaft mit Leuten. Ausstellung und Katalog (Marbacher Kataloge 46). Reinhard Tgahrt in Zsarb. mit Ute Doster. Marbach a.N. 1993. ISBN 3-928882-99-6
  • Norbert Oellers: Johannes Bobrowski, in: Deutsche Dichter des 20. Jahrhunderts, hrsg. von Hartmut Steinecke. Berlin 1994, S. 591-608.
  • John P. Wieczorek: Between Sarmatia and Socialism. The Life and Works of Johannes Bobrowski. Amsterdam-Atlanta 1999 (=Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur 139).
  • Maria Behre: Johannes Bobrowski, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart in 21 Bänden. Personenteil in 12 Bänden, Bd. 3. Kassel, Stuttgart 2000, Sp.142-146.
  • Dietmar Albrecht, Andreas Degen u.a.(Hrsg.): Unverschmerzt. Johannes Bobrowski – Leben und Werk. München 2004. ISBN 978-3-89975-511-4
  • Andreas Degen: Bildgedächtnis. Zur poetischen Funktion der Sinneswahrnehmung im Prosawerk Johannes Bobrowskis. Berlin 2004. ISBN 978-3-503-07925-4
  • Sabine Egger: Dialog mit dem Fremden. Erinnerung an den „europäischen Osten“ in der Lyrik Johannes Bobrowskis. Würzburg 2009. ISBN 978-3-8260-3952-2
  • Andreas Degen, Thomas Taterka (Hrsg.): Zeit aus Schweigen. Johannes Bobrowski. Leben und Werk. München 2009. ISBN 978-3-89975-119-2
  • Jürgen Joachimsthaler: Text-Ränder. Die kulturelle Vielfalt Mitteleuropas als Darstellungsproblem deutscher Literatur. 3 Bde. Winter, Heidelberg 2011 (zu Bobrowski Bd. 1, S. 309-320; Bd. 2, S. 85-145, 233-240; Bd. 3, S. 224-231 u.a.m.) ISBN 978-3-8253-5919-5
  • Leonore Krenzlin, Andreas Kölling: Bobrowski, Johannes. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Philipp W. Hildmann und Carolin Wagner: BOBROWSKI, Johannes Konrad Bernhard. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 31, Bautz, Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8, Sp. 122–159.
  • Knut Elstermann: Ein ganz normaler Umzug. Die Bibliothek des Dichters Johannes Bobrowski wandert in die Berliner Stadtbibliothek. In: Berliner Zeitung, 31. Mai 2008
  • Helmut Baldauf (Hrsg.): Lebensbilder Johannes Bobrowski. Texte - Fotos - Erinnerungen. Berlin 2011. ISBN 978-3-86163-096-8

Filme[Bearbeiten]

Vertonungen[Bearbeiten]

  • Levins Mühle, Oper von Udo Zimmermann, Uraufführung 1973 in Dresden unter Regie von Harry Kupfer.
  • Litauische Claviere („Oper für Schauspieler“) von Rainer Kunad, Uraufführung 1976 in Dresden.
  • Stettiner Sinfonie für Chor und Orchester von Friedrich Schenker, Text nach Gedichten Bobrowskis, Uraufführung am 10. Juni 2009 in Stettin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johannes Bobrowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johannes Bobrowski: Mit klarem Blick an die Arbeit. In: Holger Gehle: Erläuterungen der Romane und Erzählungen, der Vermischten Prosa und der Selbstzeugnisse. Stuttgart 1999. S. 239.
  2. Johannes Bobrowski: Vom Hausrecht des Autors. Ein Interview mit dem Deutschlandsender. In: ders.: Die Erzählungen, Vermischte Prosa und Selbstzeugnisse. Hrsg. von Eberhard Haufe. Stuttgart 1999. S.474.
  3. Johannes Bobrowski: Notiz für Hans Benders Anthologie Widerspiel - Deutsche Lyrik seit 1945 von 1961. In: ders.: Die Erzählungen, Vermischte Prosa und Selbstzeugnisse. Hrsg. von Eberhard Haufe. Stuttgart 1999, S. 335.
  4. Sarah Kirsch: Landaufenthalt. Ebenhausen 1969, S. 54–56.
  5. Herta Müller: "Und ist der Ort, wo wir leben". Schreiben aus Unzufriedenheit. Gespräch mit der Schriftstellerin Herta Müller. Die Woche, Sibiu, Nr. 747 vom 9. April 1982
  6. Johannes-Bobrowski-Straße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)