Johannes Franz Eugen von Savoyen

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Grabinschrift aus dem Thesaurus Palatinus

Johannes Franz Eugen von Savoyen (* 23. September 1714; † 24. November 1734 in Mannheim) war ein Prinz aus dem hochadeligen Haus Savoyen, Graf von Soissons und Generalfeldwachtmeister der Kaiserlichen Reichsarmee.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Großvater war Louis Thomas von Savoyen-Carignan († 1702 bei Landau in der Pfalz), der ältere Bruder des berühmten Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736).

Johannes Franz Eugen von Savoyen wurde geboren als Sohn des Emanuel Thomas von Savoyen (1687–1729) und seiner Gattin Therese von Liechtenstein, Tochter des Fürsten Johann Adam Andreas von Liechtenstein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er trat in die kaiserliche Reichsarmee ein und diente während des Polnischen Thronfolgekrieges, unter dem Oberkommando seines Großonkels, am Rhein.[1] Hier war der Prinz Inhaber des nach ihm benannten KürassierregimentsJung-Savoyen“ (späteres K.u.k. 8. Dragonerregiment) und hatte seit 3. April 1734 den Rang eines Generalfeldwachtmeisters inne, außerdem trug er den Orden vom Goldenen Vlies und den Annunziaten-Orden.

Der General erkrankte am „Hitzigen Fieber“ (Typhus) und starb am 24. November 1734, um 3.20 Uhr morgens, in Mannheim. Man setzte ihn hier in einer Gruft der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian bei. Heute erinnert dort nichts mehr an ihn, jedoch überlieferte uns der Landeshistoriker Johann Franz Capellini von Wickenburg in dem Sammelwerk Thesaurus Palatinus die Grabstätte und die Inschrift des ehemaligen Epitaphs.[2]

Prinz Johannes Franz Eugen von Savoyen hatte keine Nachkommen. Er war verlobt mit der noch minderjährigen Prinzessin Maria Teresa Cybo-Malaspina (1725–1790), Erbin des Herzogtums Massa und Carrara.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Lazarus von Imhof: Neu-Eröffneter Historien-Saal: Das ist kurtze, deutliche und unpartheyische Beschreibung der Allgemeinen Welt- und Kirchen-Geschichten, 6. Teil, S. 55, Basel, 1746; (Digitalscan)
  • Genealogisches Staats-Handbuch, 67. Jahrgang, S. 266, Frankfurt am Main, 1839; (Digitalscan)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zu den Kampfhandlungen am Rhein: Digitalscan des Buches Feldzüge des Prinzen Eugen von Savoyen im Polnischen Thronfolgekrieg (1733-34)
  2. Grabinschrift Johannes Franz Eugen von Savoyen aus dem Thesaurus Palatinus