Johannes Helmrath

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Johannes Helmrath (* 20. Juli 1953 in Köln) ist ein deutscher Historiker der mittelalterlichen Geschichte.

Der Sohn des gleichnamigen Direktors am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen machte 1972 das Abitur an der Schule seines Vaters. Nach Absolvierung des Wehrdienstes studierte Helmrath in der Zeit von 1973 bis 1980 die Fächer Geschichte, Philosophie und Lateinische Philologie an den Universitäten Aachen, Toulouse, Paris, Bonn und Köln. Er wurde 1984 in Köln bei Erich Meuthen über das Thema Das Basler Konzil 1431–1449 promoviert. In seiner Kölner Zeit war er Mitherausgeber der Zeitschrift Geschichte in Köln. In den Jahren von 1988 bis 1997 war Helmrath als Mitarbeiter der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Köln am Editionsunternehmen „Deutsche Reichstagsakten“ beteiligt. 1995 erfolgte ebenfalls in Köln seine Habilitation mit einer Arbeit über Reichstag und Rhetorik. Die Reden des Enea Silvio Piccolomini auf Reichstagen 1454/55. Für das Wintersemester 1995/96 war Helmrath als Lehrstuhlvertretung an der Humboldt-Universität in Berlin tätig. 1996/97 folgte eine Lehrtätigkeit an der Universität zu Köln. Einen Ruf der Universität Bielefeld lehnte Helmrath im März 1997 ab. Seit April 1997 ist Helmrath als Nachfolger von Hartmut Boockmann Professor für mittelalterliche Geschichte mit besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Er ist seit 2003 Vorsitzender des Fördervereins des Instituts für Geschichtswissenschaften und seit 2004 Vorsitzender des Mediävistischen Arbeitskreises der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Seit 2004 ist Helmrath Mitglied des Pontificio Comitato di Scienze Storiche am Vatikan. Helmrath führte mit Thomas Woelki das von Erich Meuthen und Hermann Hallauer bearbeitete Editionswerk Acta Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues fort. Die aus etwa 1000 Dokumenten bestehende erste Lieferung des zweiten Bandes reicht von April 1452 bis zum Mai 1453 und konnte 2012 erscheinen.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Das Basler Konzil 1431–1449. Forschungsstand und Probleme (= Kölner historische Abhandlungen. Bd. 32). Böhlau, Köln u. a. 1987, ISBN 3-412-05785-1.

Herausgeberschaften

  • Thema: Die Konzilien von Pisa (1409), Konstanz (1414–1418) und Basel (1431–1449) (= Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte e.V. Protokoll über die Arbeitssitzung 392, ZDB-ID 913007-x). Vom 5. – 8. Oktober 2004. Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte, Konstanz 2004.
  • Diffusion des Humanismus. Studien zur nationalen Geschichtsschreibung europäischer Humanisten. Wallstein-Verlag, Göttingen 2002, ISBN 3-89244-506-0.
  • zusammen mit Heribert Müller, in Zusammenarbeit mit Helmut Wolff: Studien zum 15. Jahrhundert. Festschrift für Erich Meuthen. 2 Bände. Oldenbourg, München 1994, ISBN 3-486-56078-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]