Johannes Ludwig (Rennrodler)

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Johannes Ludwig Rennrodeln
Johannes Ludwig (2018)
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 14. Februar 1986 (32 Jahre)
Geburtsort Suhl, Deutsche Demokratische Republik
Größe 187 cm
Gewicht 88 kg
Beruf Polizeivollzugsbeamter
Karriere
Verein BSR Rennsteig Oberhof im WSV Oberhof 05
Nationalkader seit 2006
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 2018 Pyeongchang Einzel
0Gold0 2018 Pyeongchang Teamstaffel
FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2013 Whistler Einzel
0Gold0 2017 Igls Teamstaffel
FIL Rennrodel-Europameisterschaften
0Bronze0 2010 Sigulda Teamstaffel
0Bronze0 2013 Oberhof Einzel
0Silber0 2014 Sigulda Einzel
Platzierungen im Rennrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup 2006
 Weltcupsiege 2 (1 Einzelsieg)
 Gesamtweltcup ES 5. 2011/12, 2016/17, 2017/18
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einsitzer 1 4 8
 Sprint Einsitzer 0 1 1
 Team-Staffel 1 0 0
letzte Änderung: 15. Februar 2018

Johannes Ludwig (* 14. Februar 1986 in Suhl) ist ein deutscher Rennrodler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Ludwig startet für den BSR Rennsteig Oberhof, welcher im WSV Oberhof 05 e.V. angegliedert ist. Der Polizeiobermeister der Bundespolizeisportschule Bad Endorf betreibt seit 1992 Rennrodeln. Er hat ein Studium in Betriebswirtschaftslehre (Bachelor of Arts) an der Hochschule für angewandtes Management absolviert. Er trainiert an der Bundespolizeisportschule Bad Endorf und der Bundeswehrsportfördergruppe Oberhof. 2005 gewann er die Gesamtwertung des Junioren-Weltcups, ein Jahr darauf wurde er Dritter und Vierter bei der Junioren-Weltmeisterschaft. In der Saison 2006/07 bestritt der Thüringer seine erste Saison im Weltcup, wobei er in der Gesamtwertung Platz elf erreichte. Die besten Resultate erreichte er in Park City, Calgary und Winterberg mit den Plätzen fünf, acht beziehungsweise sieben. In den übrigen Rennen war er stets in den Top 20 klassiert. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Innsbruck/Igls erreichte er Platz 11. Auch in der Saison 2007/08 wurde er Elfter der Gesamtwertung und verbesserte seine persönliche Bestleistung auf Rang vier beim Rennen in Altenberg. 2008/09 bestätigte Ludwig als Vierter in Whistler diese Bestleistung, in der Gesamtwertung verbesserte er sich auf Rang acht. Die Saison 2009/10 brachte den endgültigen Durchbruch in die Weltspitze. Bei Weltcuprennen in Cesana als Drittplatzierter und in Oberhof als Zweiter schaffte er erste Podestplatzierungen und gewann in Winterberg mit der Teamstaffel. Bei den Europameisterschaften 2010 in Sigulda wurde er Sechster und gewann mit der Teamstaffel die Bronzemedaille. Nachdem Ludwig in der Saison 2010/11 nur bei sechs der neun Rennen im Weltcup zum Einsatz kam und dabei nur einmal unter die besten Zehn fuhr, wurde die Saison 2011/12 wieder erfolgreicher. Bei den Weltmeisterschaften 2012 in Altenberg verpasste er auf Platz 4 knapp die Medaillenränge. Im folgenden Winter gelangen ihm einige dritte Plätze bei Weltcup-Rennen. Bei den Europameisterschaften 2013 in Oberhof gewann er die Bronzemedaille hinter Felix Loch und Andi Langenhan; ebenso bei den Weltmeisterschaften 2013 in Whistler.

Am 27. November 2016 erlangte er beim Weltcup in Winterberg seinen ersten Weltcupsieg. Am 11. Februar 2018 gewann er bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Bronzemedaille im Einsitzer. Mit Natalie Geisenberger sowie den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt gewann er zum Abschluss der Rodelwettbewerbe in Pyeongchang die Goldmedaille.

Ludwig lebt in Oberhof.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johannes Ludwig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien