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Johannes Ortner (Rennfahrer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Abarth 3000 SP, Einsatzwagen von Johannes Ortner 1969
Der zweitürige Alfa Romeo Alfasud war die Basis für die Alfasud-Cup-Tourenwagen

Johannes Ortner (* 1935; † vor 11. April 2026 in Pörtschach) war ein österreichischer Autorennfahrer und Unternehmer.

Karriere als Rennfahrer

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Der in Kärnten geborene Johannes Ortner begann in den späten 1950er-Jahren mit dem Motorsport. Er startete bei Bergrennen und fuhr nationale Rallyes. Bekannt wurde er durch seine Einsätze bei der Alpenfahrt und seine Erfolge als Werksfahrer bei Abarth. Bei der seit 1910 mit Unterbrechungen über mehrere Alpenpässe gefahrenen österreichischen Rallye war er 1958 zum ersten Mal am Start[1]. Nach einem zweiten Gesamtrang 1961[2] siegte er 1962 auf dem hubraumkleinen Steyr-Puch 500[3]. Zu den Einzelsiegen kam 1960 der österreichische Staatsmeistertitel.

1966 engagierte Carlo Abarth Ortner und holte ihn zu seinem Werksteam nach Turin. In den folgenden Jahren wurde er zum Stammfahrer bei Abarth, der auch die besondere Unterstützung des Teambesitzers genoss. Als Gegenleistung lieferte Ortner Erfolge ab. Er fuhr die Abarth-Rennwagen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft und wurde 1967 Dritter beim 500-km-Rennen auf dem Nürburgring. Dieses Ergebnis erreichte er auch beim 500-km-Rennen von Mugello, gemeinsam mit Gijs van Lennep auf einem Abarth 2000S. Dieses Rennen zählte 1969 zur Italienischen Sportwagen-Meisterschaft[4]. Am erfolgreichsten war Ortner in der Europa-Bergmeisterschaft. 1970 und 1971 wurde er Europameister bei den Sportwagen.

Als Carlo Abarth mit dem Ablauf der Rennsaison 1971 sein Unternehmen an Fiat und den Rennstall an Osella verkauft hatte, zog sich Ortner vom Rennsport zurück.

Johannes Ortner war 1975 der Initiator der Trofeo Alfasud, eines österreichischen Markenpokals mit seriennahen Tourenwagen auf Basis des Alfa Romeo Alfasud. Aus der Trofeo wurde bereits 1976 der Alfasud-Cup in Österreich und Italien. Der Cup wurde in der Folge zu einem der beliebtesten Markenpokale Europas, der das Sprungbrett vieler Fahrer für eine Motorsportkarriere wurde. Unter anderen starteten die späteren Formel-1-Piloten Gerhard Berger und Karl Wendlinger ihre Karrieren im Alfasud-Cup. Alle Cup-Fahrzeuge wurden in den Werkstätten des Autohauses Ortner in Villach aufgebaut[5].

Johannes Ortner gründete 1964 in Villach eine Autowerkstatt. Mit zwei Mitarbeitern führte er das Unternehmen als Vertragspartner von Steyr-Puch. Der Betrieb wuchs stetig. Es kamen Betriebsstätten in Klagenfurt und mit Peugeot, Bultaco, den Marken der Fiat-Gruppe (Fiat, Lancia, Alfa Romeo und Jeep) und Hyundai neue Vertriebspartner hinzu. Ab 1986 wurden auch Motorboote verkauft.[6]

Johannes Ortner starb im Frühjahr 2026.[7]

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

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Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1962 Johannes Ortner Steyr-Puch 500  DAY  SEB  SEB  MAI  TAR  BER  NÜR  LEM  TAV  CCA  RTT  NÜR  BRI  BRI  PAR
33
1963 Steyr-Puch Steyr-Puch 650  DAY  SEB  SEB  TAR  SPA  MAI  NÜR  CON  ROS  LEM  MON  WIS  TAV  FRE  CCE  RTT  OVI  NÜR  MON  MON  TDF  BRI
36
1964 Steyr-Puch Steyr-Puch 650  DAY  SEB  TAR  MON  SPA  CON  NÜR  ROS  LEM  REI  FRE  CCE  RTT  SIM  NÜR  MON  TDF  BRI  BRI  PAR
46
1965 Johannes Ortner Steyr-Puch 650  DAY  SEB  BOL  MON  MON  RTT  TAR  SPA  NÜR  MUG  ROS  LEM  REI  BOZ  FRE  CCE  OVI  NÜR  BRI  BRI
56
1966 Abarth Abarth 1300 OT
Abarth 1300 SP
 DAY  SEB  MON  TAR  SPA  NÜR  LEM  MUG  CCE  HOK  SIM  NÜR  ZEL
15 14 27 DNF 11
1967 Abarth Abarth 1300 OT
Fiat-Abarth 1000
 DAY  SEB  MON  SPA  TAR  NÜR  LEM  HOK  MUG  BRH  CCE  ZEL  OVI  NÜR
7 45 3
1969 Abarth-Osella Abarth 2000 SP  DAY  SEB  BRH  MON  TAR  SPA  NÜR  LEM  WAT  ZEL
39
1970 Abarth Abarth 2000S
Abarth 3000 SP
 DAY  SEB  BRH  MON  TAR  SPA  NÜR  LEM  WAT  ZEL
DNF DNF
  • Peter Higham: The Guinness Guide to International Motor Racing. A complete Reference from Formula 1 to Touring Car. Guinness Publishing Ltd., London 1995, ISBN 0-85112-642-1 (englisch).
Commons: Johannes Ortner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Internationale österreichische Alpenfahrt 1958
  2. Internationale österreichische Alpenfahrt 1961
  3. Internationale österreichische Alpenfahrt 1962
  4. 500-km-Rennen von Mugello 1969
  5. Über den Alfasud-Cup
  6. Unser Geschichte. In: auto-ortner.at. Abgerufen am 6. Juni 2026.
  7. Unternehmer und Motorsportlegende vom Wörthersee verstorben. In: kleinezeitung.at. 11. April 2026, abgerufen am 11. April 2026.