Johannes Schober (Radsportler)

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Johannes Schober (* 11. April 1935 in Wüstenbrand; † 25. November 2016 in Halle (Saale)[1]) war ein deutscher Radrennfahrer, der in den 1950er und 1960er Jahren in der DDR aktiv war.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schober startete seine Radsportkarriere bei der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Motor Diamant in Chemnitz. Als 16-Jähriger gewann er mit der BSG-Mannschaft 1951 die DDR-Jugendmeisterschaft im Mannschaftszeitfahren. 1955 wurde Schober zum sächsischen Radsportzentrum, dem SC Wismut in Karl-Marx-Stadt (ehem. Chemnitz), delegiert. Er startete inzwischen im Männerbereich und wurde damit zum Staatsamateur. Zuvor hatte er eine Lehre zum Maschinenschlosser absolviert.

Nennenswerte Erfolge stellten sich ab 1957 ein. Er siegte beim Großen Diamant-Preis und beim Großen Preis von Stuttgart. 1958 war er Sieger der Erzgebirgsfahrt und des Wiener Festival-Straßenrennens. Beim 1958er Sachsenring-Rennen belegte er den zweiten Platz, und mit der Vierermannschaft des SC Wismut wurde er Dritter im Mannschaftszeitfahren bei den DDR-Meisterschaften. Diese Disziplin wurde zur Paradestrecke in seiner Karriere, denn 1960 wurde er dort mit der Wismutmannschaft DDR-Meister und erreichte 1961 noch einmal die Vizemeisterschaft.

Zu den schweren Prüfungen in seiner sportlichen Laufbahn gehörte neben den drei Starts bei der Amateur-Straßenweltmeisterschaft (1959 39.) die Teilnahme an dem Drei-Länder-Etappenrennen Internationale Friedensfahrt in den Jahren 1959 und 1960. Bei seinem Debüt 1959 wurde er unter 92 gewerteten Fahrern 22., von den sechs DDR-Startern war er nur der Fünftbeste. Auch 1960 schnitt er in der Einzelwertung als letztplatzierter DDR-Fahrer auf Platz 24. wenig erfolgreich ab, konnte sich aber mit dem Blauen Trikot des Mannschaftssiegers DDR schmücken.

Am Ende seiner Karriere als Radrennfahrer errang Schober bei den DDR-Meisterschaften 1965 im Einzelstraßenrennen einen 2. Platz. Für seine Verdienste im DDR-Radsport wurde er mit dem Titel Verdienter Meister des Sports ausgezeichnet.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch während seiner Zeit als aktiver Radsportler hatte sich Schober zum Kfz-Meister qualifiziert. Als Trainer in Schkopau und Halle (Saale) kümmerte er sich um den Radsportnachwuchs und betreute unter anderem den späteren Olympiasieger und Weltmeister Klaus-Jürgen Grünke. Während seiner Trainertätigkeit absolvierte Schober ein Sportstudium. Von 1982 bis 1990 war er Vorsitzender der BSG Chemie Buna Schkopau und engagierte sich auch später noch ehrenamtlich beim Nachfolgeverein SV Buna Schkopau und im Kreissportbund.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tageszeitung Mitteldeutsche Nachrichten, Halle, 12. April 2000: „Radsportidole Hannes und Täve topfit“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. neues deutschland: Friedensfahrer Schober gestorben. presseportal.de, 25. November 2016.
    Neue Zeit, 3. Mai 1959, S. 8.