Johannes Steuber

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Johannes Steuber (* 16. Januar 1590 in Schwickartshausen; † 5. Februar 1643 in Marburg) war ein deutscher Hebraist und evangelisch-lutherischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Steuber wurde 1590 in Schwickartshausen als Sohn des Pfarrers Johannes Steuber geboren.

Er besuchte Pädagogien in Marburg und Gießen und studierte ab 1606 an der Universität Gießen; später an der Universität Heidelberg. 1614 wurde er in Gießen Professor der Physik und der griechischen Sprache, 1620 Professor der Theologie und der hebräischen Sprache. Daneben war er von 1615 bis 1625 Universitätsbibliothekar. 1623 wurde er in Gießen zum Dr. theol. promoviert. Als 1627 durch den sogenannten Hauptakkord Oberhessen mit Marburg wieder an Hessen-Darmstadt fiel und die bis dahin reformierte Universität Marburg zur lutherischen Landesuniversität umgestaltet wurde, wechselte Steuber dorthin und arbeitete zunächst als Professor für Hebräisch, ab 1627 für Theologie. Daneben war er auch hier Universitätsbibliothekar (bis 1635) sowie Pfarrer an der Elisabethkirche. 1635 wurde er Ephorus der Hessischen Stipendiatenanstalt.

Steuber amtierte 1628, 1629, 1631 und 1634 als Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Marburg. 1633 war er Rektor der Universität.

1643 starb er an den Folgen eines Schlaganfalls.

Steuber war seit 1616 mit Elisabeth geb. Lüncker († 4. April 1664) verheiratet und hatte mindestens sechs Kinder, von denen der Sohn Johann Engelhard Steuber (1618–1683) ebenfalls Pfarrer und Superintendent in Marburg war. Sein Urenkel, Johann Engelhard Steuber (1698–1747) sowie dessen Sohn Christian Georg Steuber (1731–1789) waren auch als bedeutende Hebraisten aktiv.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Notae apologeticae & didascalicae in sillos giessenses. 1616
  • Disputatio Theologica, De Ministerio Ecclesiastico … Chemlin, Marburg 1628 (Digitalisat).
  • Theologiae Moralis Tractatus, De Conscientia Recta, Erronea Et Probabili … Chemlin, Marburg 1628 (Digitalisat).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]