Johannes Wildner

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Johannes Wildner (* 5. März 1956 in Mürzzuschlag, Steiermark) ist ein österreichischer Dirigent und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Wildner studierte in Wien und Parma Dirigieren (bei Karl Österreicher, Otmar Suitner und Vladimir Delman), Violine und promovierte in Musikwissenschaft.[1] Seine Zeit als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Orchesters der Wiener Staatsoper prägte seinen Dirigierstil und sein Musizieren nachhaltig.

Nach Positionen als Chefdirigent der Staatsphilharmonie Košice (Slowakei, 1990–93) und an der Prager Staatsoper (1994/95) sowie als Erster Ständiger Dirigent der Oper Leipzig (1996–98), war Johannes Wildner von 1997 bis 2007 Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen in Recklinghausen, die auch das Opernorchester des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen ist. Es folgten etliche Gastdirigate an großen Opernhäusern.

Von 2010 bis 2014 war Johannes Wildner Erster Gastdirigent des BBC Concert Orchestras in London. Seit 2013 ist er auch Intendant des Opernfestivals „Oper Burg Gars“ in Gars am Kamp im nördlichen Niederösterreich.[2]

Mit Oktober 2014 folgte er der Berufung als Professor für Dirigieren an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.[3] Wildner dirigiert seit 2008 am Nationalfeiertag in Österreich das Johann Strauss Orchester im Musikverein in Wien.

Von 2019 bis 2022 ist Johannes Wilder der neue Chefdirigent des Sønderjyllands Symphony Orchestra.[4][5] in Dänemark.

Wildner steht regelmäßig als Gastdirigent am Pult großer Opernhäuser, wie der Volksoper Wien, Opernhaus Graz, Landestheater Salzburg, Opernhaus Leipzig, Staatsoper Prag, Zagreb, Arena di Verona und New National Theatre Tokyo. Er gastierte bei großen Rundfunkorchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, MDR Sinfonieorchester, ORF Radio-Symphonieorchesters Wien und Dänisches Radio-Sinfonieorchester. Weiterhin dirigierte er namhafte Orchester, wie die Wiener Symphoniker, das London Philharmonic Orchestra (LPO) und das Royal Philharmonic Orchestra in London, die Sankt Petersburger Philharmoniker, die Dresdner Philharmonie und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Aarhus Symphony Orchestra, Bergen Philharmonic Orchestra, das Haydn-Orchester Bozen-Trient, das Gelders Orkest (HGO), die Orchestre Symphonique de Bretagne, das Orchestra Sinfonica Siciliana in Palermo, das Russische Nationalorchester (RNO), das Mozarteumorchester Salzburg, das Bruckner Orchester Linz, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, das RTÉ National Symphony Orchestra Ireland, das New Zealand Symphony Orchestra (NZSO), das Tokyo Philharmonic Orchestra, das Taiwan Symphony Orchestra, die China Philharmonic und das Hong Kong Philharmonic Orchestra.

Einspielungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Wildner hat zahlreiche CDs, DVDs und Videos aufgenommen, darunter die Gesamtaufnahmen der Fledermaus und von Così fan tutte, Live-Mitschnitte von Carmen, Le nozze di Figaro und Così fan tutte sowie die 3. und 9. Symphonie von Anton Bruckner. Zu den jüngeren Aufnahmen gehören drei CDs mit unbekanntem Repertoire von Erich Zeisl, Joseph Marx und Johann Nepomuk David, sowie 2010 das Gesamtwerk für Klavier und Orchester von Robert Schumann mit dem Pianisten Lev Vinocour und dem Radio-Symphonieorchester Wien. 2013 wurde seine Aufnahme des Beethoven-Violinkonzerts mit dem jungen kanadischen Geiger Alexandre da Costa und der 7. Symphonie von Beethoven bei Warner Classics veröffentlicht. 2014 folgten Aufnahmen von Werken von Frédéric d’Erlanger und Walter Braunfels mit dem BBC Concert Orchestra.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johannes Wildner
  2. Website des Festivals Oper Burg Gars, abgerufen am 25. Juli 2015.
  3. mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Neue Lehrende 2014, abgerufen am 29. April 2015.
  4. Forunderlige musikhistoriervaf John Christiansen, abgerufen am 18. November 2018
  5. Johannes Wildner & the Sønderjyllands Symphony Orchestra, abgerufen am 13. November 2018.