Johannes Zwijsen

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Johannes Zwijsen

Johannes Zwijsen (* 28. August 1794 in Kerkdriel; † 16. Oktober 1877 in ’s-Hertogenbosch) war der erste römisch-katholische Erzbischof von Utrecht nach der Wiedereinrichtung der Katholischen Kirche in den Niederlanden.

Zwijsen wurde am 19. Januar 1817 zum Priester geweiht. Am 24. Januar 1842 wurde Zwijsen zum Titularbischof von Gerrha, Apostolischen Vikar von Grave-Nijmegen, Apostolischen Administrator von Ravenstein-Megen und zum Koadjutor des apostolischen Vikars von ’s-Hertogenbosch ernannt. Am 17. April 1842 empfing er in der Kirche St. Denis in Tilburg durch den Konsekrator Cornelius Ludovicus van Wijkerslooth die Bischofsweihe. Sein Wahlspruch lautete mansuete et fortiter (sanftmütig und stark). 1847 wurde er zum apostolischen Vikar für die niederländische Mission (Hollandse Zending), ein Amt, das er bis 1848 innehatte.

Zwijsen war befreundet mit König Wilhelm II., der in Tilburg einen Palast besaß. Diese Freundschaft hat zur Verbesserung der Beziehungen zwischen dem (traditionell protestantischen) Königshaus und der katholischen Geistlichkeit beigetragen. 1844 gründete er die Fraters van Tilburg.

Als Papst Pius IX. 1853 die Katholische Kirche in den Niederlanden reorganisierte, wurde Utrecht erneut zum Erzbistum und Zwijsen wurde dessen erster Erzbischof. Er war gleichzeitig Bischof der Diözese von ’s-Hertogenbosch, dessen Vikar er schon seit 1852 war. Zwijsen arbeitete intensiv an der Wiederaufrichtung des Erzbistums und konnte 1857 das dortige Priesterseminar wiedereröffnen. Im Jahr 1858 wurde das Kathedralkapitel organisiert und 1864 die erste Provinzialsynode abgehalten. 1868 trat Zwijsen zurück, er behielt lediglich die Leitung der Diözese von ’s-Hertogenbosch.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
--- Erzbischof von Utrecht
1853-1868
Andreas Ignatius Schaepman