Johannes van Angeren

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Johannes van Angeren

Johannes Regnerus Maria van Angeren (* 9. Mai 1894 in Utrecht; † 19. März 1959 in DenHaag) war ein niederländischer Politiker. Er war unter anderem Justizminister der niederländischen Exilregierung in den Jahren 1941 bis 1944.

Leben und Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Van Angeren studierte Rechtswissenschaften und wurde anschließend Rechtsanwalt. Er wechselte schließlich in den Staatsdienst und stieg 1937 zum Generalsekretär des Justizministeriums auf.

Angesichts der deutschen Invasion der Niederlande im Mai 1940 floh van Angeren nach Großbritannien. Dort wurde er in die niederländische Exilregierung in London aufgenommen und am 21. Februar 1942 als Nachfolger von Gerbrandy zum Justizminister ernannt. Er schied am 11. Juli 1944 nach Differenzen mit der niederländischen König Wilhelmina aus der Regierung aus.

Von den nationalsozialistischen Polizeiorganen wurde van Angeren nach seiner Flucht als Staatsfeind eingestuft: Im Frühjahr 1940 setzte das Reichssicherheitshauptamt in Berlin ihn auf die Sonderfahndungsliste G.B., ein Verzeichnis von Personen, die im Falle einer erfolgreichen Invasion und Besetzung der britischen Inseln durch die Wehrmacht von den Besatzungstruppen nachfolgenden Sonderkommandos der SS mit besonderer Priorität ausfindig gemacht und verhaftet werden sollten.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Administratie in judicieele vormen, 1921.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Johannes van Angeren auf der Sonderfahndungsliste G.B. (Wiedergabe auf der Website des Imperial War Museums in London).