John Burnheim

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John Burnheim (* 1928 in Sydney, Australien) ist ein australischer Philosoph. Er war Professor für Philosophie an der Universität Sydney[1] und Rektor des dortigen St. John's College.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Burnheim stammt aus einer katholischen Familie irischer Herkunft. Er besuchte ab 1943 das katholische Priesterseminar in Sydney. Mit einem Stipendium der Kirche studierte er in Irland, machte dort sein Master-Examen und promovierte an der Katholischen Universität Leuven. [2]

Nach seiner Rückkehr aus Europa wurde er zunächst Professor für Philosophie am katholischen St. Columba’s Seminary in Springwood. Nach seinem Kirchenaustritt wurde er Lektor für Philosophie und ab 1974 Professor für Allgemeine Philosophie der Universität Sidney [3]. Er heiratete und bekam zwei Töchter. 1990 ging er vorzeitig in den Ruhestand.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Buch "Was ist Demokratie?" (1987) verwendet John Burnheim den Begriff Demarchie, um ein politisches System zu beschreiben, das keinen souveränen Staat oder Bürokratien kennt, sondern stattdessen von Entscheidungsträgern geführt wird, die per Zufallsentscheid ausgewählt werden. Damit kommt es den Demokratie-Ideen der klassischen Antike sehr nahe, wie sie beispielsweise Thucydides beschrieb. Im Jahr 2006 veröffentlichte Burnheim eine zweite englische Ausgabe seines Buches mit einem neuen Vorwort.

In seinem Buch "To Reason Why: From Religion to Philosophy and Beyond" legt er ausführlich die Gründe dar, die ihn zum Austritt aus der Kirche bewegt haben.[4]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • What is logic: being an excerpt from a dissertation entitled "An essay on Gottlob Frege's theory of logic" (1954)
  • Was ist Demokratie?, Wagenbach, Berlin 1987 ISBN 3-8031-2142-6
  • Is democracy possible? The alternative to electoral politics 2nd edition (2006) Sydney University Text and Imaging Service (SETIS)
  • To Reason Why: From Religion to Philosophy and Beyond. Sydney, Australia: Darlington Press 2011 (Autobiografie)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://equalitybylot.wordpress.com/2011/06/30/john-burnheim-to-reason-why/
  2. [1]
  3. [2]/
  4. To Reason Why.