John Carter Cash

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John Carter Cash (* 3. März 1970) ist ein US-amerikanischer Country-Musiker und -Sänger, Songwriter und Musikproduzent. Er ist der Sohn von Johnny Cash und June Carter Cash.

Leben[Bearbeiten]

John Carter Cash wurde in eine Familie mit großer musikalischer Tradition geboren. Schon in früher Kindheit ging er mit seinen Eltern auf Konzerttourneen, spielte Gitarre und sang. Im Alter von 16 Jahren gründete er seine erste Rock'n'Roll-Band, mit 19 Jahren schrieb er Songs und hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt mit seiner Band auf dem „Farm Aid Concert“ des Country-Sängers Willie Nelson.

In den 1990er Jahren unterstützte er seinen Vater als Rhythmusgitarrist auf dessen Konzerttourneen. Nachdem sich Johnny Cash 1997 vom Tourleben zurückzog, widmete sich Carter Cash neben seiner eigenen musikalischen Karriere auch dem Produzieren von Musik. Unter anderem produzierte er mit seinem Vater zusammen dessen American-Recordings-Reihe und mit seiner Mutter June deren Grammy-prämierte Alben Press on und Wildwood Flower. Carter Cash betreibt heute das „Cash Cabin“-Studio seines Vaters und produziert mit seiner Firma „Cash Productions“ unter anderem für Künstler wie Kris Kristofferson, Emmylou Harris, Marty Stuart, George Jones, Willie Nelson oder auch Vince Gill.

Carter Cash arbeitet auch als Musiker, hauptsächlich im Bereich des Alternative-Country. Seine Solo-CD Bitter Harvest erschien 2003 und enthält einen Gastauftritt seines Vaters beim Song Wayworn Traveller.

John Carter Cash war Produktionsleiter bei dem 2005 gedrehten Kinofilm über das Leben seines Vaters Johnny Cash, Walk the Line. Für diesen Film wurde auch eine kleine Szene mit ihm gedreht, die allerdings nicht im Film zu sehen ist.

John Carter Cash heiratete am 1. Juli 2000 in Orville (Oregon) in zweiter Ehe die deutschstämmige Laura Weber. Die beiden leben mit ihrer Tochter und zwei Söhnen in Hendersonville in der Nähe von Nashville.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Mein Vater Johnny Cash: Die Biografie mit unveröffentlichten Fotografien und Songtexten. Knesebeck, München 2011, ISBN 978-3-86873-397-6.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Mann brät schwarz in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 20. November 2011, Seite 62