John Ericson

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John Ericson, gebürtig Joachim Alexander Ottokar Meibes (* 23. September 1926 in Düsseldorf, Deutsches Reich[1]; † 3. Mai 2020 in Santa Fe, New Mexico), war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joachim Alexander Ottokar Meibes war der Sohn von Karl Friedrich (Carl Frederick; Carl F.) Meibes, eines Lebensmittelchemikers aus Düsseldorf. Seine Mutter war Helena Meibes (Ellen Wilson)[2][3], eine ehemalige Shakespeare-Schauspielerin und Opernsängerin.[4]

1931 wanderte die Familie in die USA aus. Er besuchte die American Academy of Dramatic Arts in New York und arbeitete danach als Theaterschauspieler, unter anderem am Broadway in der Originalproduktion des später von Billy Wilder verfilmten Theaterstückes Stalag 17.

Ericson machte 1951 neben Pier Angeli in Teresa sein vielbeachtetes Filmdebüt. Dort überzeugte er mit einer beachtlichen schauspielerischen Leistung als der entscheidungsschwache und lebensängstliche Ex-GI Philip Cass. Es folgten Rollen an der Seite von Weltstars wie Spencer Tracy, Elizabeth Taylor oder Barbara Stanwyck. Dennoch konnte Ericson nie in die erste Riege der Hollywood-Stars vorstoßen. Der elegant wirkende Ericson spielte häufig selbstbewusste und hart auftretende Männer[5], sehr häufig war er in Western zu sehen. In der Disney-Komödie Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett war er in der Rolle des deutschen Offiziers Heller zu sehen. Neben seiner Kinoarbeit war Ericson in zahlreichen Fernsehserien zu sehen, darunter Airwolf, Mord ist ihr Hobby, General Hospital, Knight Rider, Rauchende Colts, Bonanza und Das A-Team. In der Serie Privatdetektivin Honey West spielte er zwischen 1965 und 1966 an der Seite von Anne Francis die männliche Hauptrolle. Seinen letzten von über 100 Film- und Fernsehauftritten absolvierte er 2008 in der Serie L.A. Crash.

Der Schauspieler hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (1501 Vine Street). John Ericson war in zweiter Ehe, seit 1974, mit der Schauspielerin Karen Ericson (* 1938) verheiratet. Er war Vater von zwei Kindern.[6] Er starb im Mai 2020 im Alter von 93 Jahren nach einer Lungenentzündung.[7]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle: Karteikarte für Grenzübergänge und Passagier- und Mannschaftslisten in Detroit, Michigan, USA, Aufnahmedatum 2. März 1931, kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com
  2. Ellen Wilson Meibes Heard, The New York Times, 7. Dezember 1956
  3. Friends of New Germany Hold Successful Entertainment, aus Abendpost vom 10. Juni 1935
  4. Who's who in the West, Marquis 1999, S. 246
  5. John Ericson | Biography, Movie Highlights and Photos. Abgerufen am 8. Januar 2020 (amerikanisches Englisch).
  6. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 2: C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fitz. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 577.
  7. Nachruf auf John Ericson