John Madden (Eishockeyspieler)

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KanadaKanada John Madden Eishockeyspieler
John Madden
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 4. Mai 1973
Geburtsort Barrie, Ontario, Kanada
Größe 180 cm
Gewicht 86 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Nummer #11
Schusshand Links
Spielerkarriere
1989–1991 Alliston Hornets
1991–1993 Barrie Colts
1993–1997 University of Michigan
1997–1999 Albany River Rats
1999–2009 New Jersey Devils
2009–2010 Chicago Blackhawks
2010–2011 Minnesota Wild
2012 Florida Panthers

John Joseph Madden (* 4. Mai 1973 in Barrie, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und jetziger -trainer, der während seiner aktiven Laufbahn unter anderem für die New Jersey Devils, Chicago Blackhawks, Minnesota Wild und Florida Panthers in der National Hockey League gespielt hat. Seit November 2013 ist er als Assistenztrainer für die Florida Panthers tätig.

Karriere[Bearbeiten]

Ab 1993 ging John Madden auf die University of Michigan. Er war bis dahin nicht von einem NHL-Team gedraftet worden. Vier Jahre spielte er für das Eishockeyteam des College und gewann mehrmals die Meisterschaft der Central Collegiate Hockey Association sowie 1996 auch die NCAA-Division-I-Meisterschaft. Hinzu kam 1997 die Auszeichnung der CCHA-Division als Stürmer mit den besten Defensivqualitäten.

1997 unterschrieb Madden als Free Agent einen Vertrag in der NHL bei den New Jersey Devils, kam in den ersten zwei Jahren aber fast ausschließlich für deren Farmteam, den Albany River Rats, in der American Hockey League zum Einsatz. In der Saison 1998/99 stand er vier Mal für die Devils auf dem Eis. In der AHL überzeugte der Kanadier mit sehr guten Scorerergebnissen. In seiner zweiten Spielzeit gelangen ihm 98 Punkte in 75 Spielen der regulären Saison.

John Madden im Trikot der Blackhawks

Ab der Saison 1999/2000 war er fester Bestandteil des NHL-Kaders der Devils und errang mit ihnen sogleich den Stanley Cup. Auch in der folgenden Saison erreichte der Stürmer mit den Devils das Stanley-Cup-Finale, welches sie allerdings knapp gegen die Colorado Avalanche verloren. Madden etablierte sich schnell in der NHL und erhielt nach zwei Jahren in der Liga die Frank J. Selke Trophy als bester verteidigender Stürmer. 2003 und 2004 wurde er nochmal für die Frank J. Selke Trophy nominiert. Im Sommer 2003 stand Madden in seinem dritten Stanley-Cup-Finale und gewann mit den Devils zum zweiten Mal in seiner Laufbahn den Stanley Cup.

Während des Lockout und dem damit verbundenen Ausfall der NHL-Saison 2004/05 wechselte der Kanadier nach Finnland in die SM-liiga zu HIFK Helsinki, absolvierte allerdings lediglich drei Spiele. Vor der Saison 2005/06 trat Mannschaftskapitän Scott Stevens zurück, weshalb sich das Management der New Jersey Devils entschloss, das "C" vorerst an keinen Spieler zu vergeben und stattdessen nur mit Alternativ-Kapitänen aufzulaufen, zu denen auch Madden gehörte. Am 25. April 2006 gelang ihm sein erster Hattrick in den Playoffs gegen die New York Rangers. Zwei der Tore erzielte er in Unterzahl. In der Saison 2009/10 gewann er mit den Chicago Blackhawks den Stanley Cup. Für ihn war es bereits der dritte Titelgewinn seiner Karriere. Im Sommer 2010 unterschrieb er einen Einjahresvertrag bei den Minnesota Wild.

Nach einer Spielzeit erhielt er keinen neuen Kontrakt, sodass der Stürmer im Sommer 2011 als Free Agent verfügbar wurde. Erst im Januar 2012 einigte sich Madden auf ein Vertragsverhältnis mit den Florida Panthers. Nach Abschluss der Saison 2011/12 beendete er schließlich seine Spielerkarriere.

John Madden zählte zu den besten verteidigenden Stürmern der NHL und galt als Spezialist für Unterzahlsituationen.

Im Anschluss an seine aktive Karriere übernahm Madden im November 2013 die Position des Assistenztrainers bei den Florida Panthers.[1]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1994 CCHA-Meister mit der University of Michigan
  • 1996 CCHA-Meister mit der University of Michigan
  • 1996 CCHA Tournament MVP
  • 1996 NCAA-Division-I-Championship mit der University of Michigan
  • 1997 Bester Defensivstürmer der CCHA
  • 1997 CCHA-Meister mit der University of Michigan

Rekorde[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1989/90 Alliston Hornets ON-Jr. C 31 24 25 49 26
1990/91 Alliston Hornets ON-Jr. C 14 15 21 36 10
1990/91 Barrie Colts ON-Jr. B 1 0 0 0 0
1991/92 Barrie Colts ON-Jr. B 42 50 54 104 46 13 10 9 19 14
1992/93 Barrie Colts COJHL 43 49 75 124 82
1993/94 University of Michigan CCHA 36 6 11 17 14
1994/95 University of Michigan CCHA 39 21 22 43 8
1995/96 University of Michigan CCHA 43 27 30 57 45
1996/97 University of Michigan CCHA 42 26 37 63 56
1997/98 Albany River Rats AHL 74 20 36 56 40 13 3 13 16 14
1998/99 New Jersey Devils NHL 4 0 1 1 0
1998/99 Albany River Rats AHL 75 38 60 98 44 5 2 2 4 6
1999/00 New Jersey Devils NHL 74 16 9 25 6 20 3 4 7 0
2000/01 New Jersey Devils NHL 80 23 15 38 12 25 4 3 7 6
2001/02 New Jersey Devils NHL 82 15 8 23 25 6 0 0 0 0
2002/03 New Jersey Devils NHL 80 19 22 41 26 24 6 10 16 2
2003/04 New Jersey Devils NHL 80 12 23 35 22 5 0 0 0 0
2004/05 HIFK Helsinki SM-liiga 3 0 0 0 0
2005/06 New Jersey Devils NHL 82 16 20 36 36 9 4 1 5 8
2006/07 New Jersey Devils NHL 74 12 20 32 14 11 1 1 2 2
2007/08 New Jersey Devils NHL 80 20 23 43 26 5 2 1 3 2
2008/09 New Jersey Devils NHL 76 7 16 23 26 7 0 1 1 4
2009/10 Chicago Blackhawks NHL 79 10 13 23 12 22 1 1 2 2
2010/11 Minnesota Wild NHL 76 12 13 25 10
2011/12 Florida Panthers NHL 31 3 0 3 4 7 0 0 0 0
CCHA gesamt 160 80 100 180 123
AHL gesamt 149 58 96 154 84 5 2 2 4 6
NHL gesamt 898 165 183 348 219 141 21 22 43 26

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Madden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. tsn.ca: „PANTHERS FIRE HEAD COACH DINEEN, NAME HORACHEK INTERIM COACH“ (englisch, 8. November 2013, abgerufen am 24. November 2013)