John Ravenscroft

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Musiker John Ravenscroft. Zum Hörfunkmoderator John Robert Parker Ravenscroft siehe John Peel.

John Ravenscroft (* um 1665 in London; † 12. Oktober 1697 in Rom) war ein englischer Komponist und Violinist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Ravenscroft war der Sohn einer wohlhabenden Familie von Rechtsgelehrten. Als Katholik studierte er zuerst am päpstlichen englischen Kolleg in Douai, wo er möglicherweise ersten Violinunterricht erhielt. Ab 1688 hielt er sich dauerhaft zu Studienzwecken in Rom auf und bezeichnete sich als einen Schüler Arcangelo Corellis, was jedoch nicht als gesichert gilt. In Rom wurden 1695 zwölf Triosonaten, als sein op. 1 veröffentlicht. Es folgten posthum sechs weitere Triosonaten unter der Bezeichnung Sonatas or chamber Airs (London, 1708). 1697 erkrankte er schwer und verfasste am 9. Oktober sein Testament. Ravenscroft verstarb drei Tage später und wurde in der Kirche Santa Maria del Popolo beigesetzt. In seinem Nachlass befanden sich sechs weitere Triosonaten, die 1708 in London, posthum (Vivit post Funera Virtus) als op. 2, bei Isaak Vaillant veröffentlich wurden.

Ravenscroft Kompositionen ähnelten denen von Corelli, dass neun von Ravenscrofts Sonaten aus op. 1 fälschlicherweise um 1735, fast 40 Jahre nach Ravencroft Tod, bei Michel-Charles Le Cène, als Corellis op. 7 in Druck gingen.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Talbot: John Ravenscroft, Lebenslauf im Vorwort zu Ausgabe der Ravenscroft irrtümlich zugewiesenen Thirteen fugues for Keyboard, Edition HH, 2012