Joinville (Brasilien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Joinville
Panorama von Joinville (2012)
Panorama von Joinville (2012)
Joinville (Brasilien)
Joinville
Joinville
Koordinaten 26° 18′ S, 48° 51′ WKoordinaten: 26° 18′ S, 48° 51′ W
Lage von Joinville im Bundesstaat Santa Catarina
Lage von Joinville im Bundesstaat Santa Catarina
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Gründung 9. März 1851 (Kolonie)
15. März 1866 (Stadt)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Santa Catarina
Metropolregion Metropolregion Norte-Nordeste Catarinense
Höhe 4 m
Fläche 1.135,1 km²
Einwohner 515.288 (2010)
Dichte 454 Ew./km²
Schätzung 597.658 (1. Juli 2020)
Gemeindecode IBGE: 420910
Postleitzahl 89200-000
Telefonvorwahl (+55) 47
Website joinville.sc (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Adriano Silva (2021–2014)
Partei Partido Novo
Wirtschaft
BIP 30.785.682 Tsd. R$
52.793 R$ pro Kopf
(2018)
HDI 0,809 (2010)

Joinville, amtlich portugiesisch Município de Joinville, ist mit ca. 597,6 Tausend Einwohnern, davon die meisten deutscher Abstammung, die größte Stadt des südbrasilianischen Bundesstaates Santa Catarina. Neben Blumenau und Brusque gilt die Stadt als eines der Zentren der deutschen Kolonisation in diesem Bundesstaat. Sie ist 180 km von der Hauptstadt Florianópolis entfernt.

Gründung und Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde im Jahr 1851 als Colônia Dona Francisca gegründet und nach Franziska von Brasilien, der Tochter des brasilianischen Kaisers Peter I. benannt. Im Jahr darauf wurde die Stadt in Joinville umbenannt, zu Ehren ihres Mannes François d’Orléans, prince de Joinville. „Die Schweizer Einwanderung war in den Anfängen der Besiedlung von Dona Francisca von grosser Bedeutung. Die Schweizer machten selbst die Mehrheit der Koloniebevölkerung aus.“[1]

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtpräfekt (prefeito municipal, Bürgermeister) ist seit der Kommunalwahlen in Brasilien 2020 für die Amtszeit 2021 bis 2021 Adriano Silva des Partido Novo.[2] Die Legislative liegt bei der Munizipkammer Câmara Municipal aus 33 gewählten Stadträten (vereadores).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählung 2010 betrug die Bevölkerungszahl 515.288 Einwohner, von denen nur 13 % im nichturbanen Raum leben. Die Fläche beträgt 1.126,1 km2 (2015), die Bevölkerungsdichte beträgt 457,6 Personen pro km2. Das brasilianische Statistikinstitut IBGE schätzte die Bevölkerungszahl zum 1. Juli 2020 auf 597.658 Einwohner.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joinville hat die größte Industrie des Bundesstaates, mehr als 600 Industriebetriebe, eine große Anzahl von Banken und mehr als 15.000 Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Darunter ist auch der lokale Automobilhersteller TAC Motors in der Stadt zu finden.

Neben der industriellen und wirtschaftlichen Entwicklung versucht die Stadt nun, neue Wege im Tourismus zu gehen und die Region dafür zu erschließen. Geboten werden Landtourismus, typische Feste, nationale Veranstaltungen und viele weitere Attraktionen in der ganzen Stadt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1983 wurde das Tanzfestival ins Leben gerufen, heute eines der größten auf diesem Gebiet in Brasilien und sogar in Lateinamerika. Mehr als 400 Tänzer treffen sich jährlich im Juli. Tanzvorführungen findet man dann in der ganzen Stadt Joinville.

Das Fest Fenachopp, das 1988 ins Leben gerufen wurde, hat zum Ziel, die deutschen Traditionen in der Stadt zu erhalten. Es findet im Oktober statt, mit viel Musik, Tanz und Bier.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der führende Fußballverein der Stadt ist der zwölffache Staatsmeister Joinville Esporte Clube.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Verbindung zu Joinville[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Joinville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dilney Cunha: Das Paradies in den Köpfen. Eine Schweizer Auswanderungsgeschichte nach Brasilien im 19. Jahrhundert. Hrsg.: Hans-Jürg Fehr. Limmat Verlag, Zürich 2004, ISBN 3-85791-471-8, S. 9–10 (Originaltitel: Suíços em Joinville. O duplo desterro, 2003, Editora Letradágua, Joinville.).
  2. Prefeito e vereadores de Joinville tomam posse; veja lista de eleitos. In: globo.com. G1, 1. Januar 2021, abgerufen am 2. Februar 2021 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. IBGE: Cidades@ Santa Catarina: Joinville. Abgerufen am 2. Februar 2021 (brasilianisches Portugiesisch).