Jois

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Jois
Wappen Österreichkarte
Wappen von Jois
Jois (Österreich)
Jois
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 25,91 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 16° 48′ OKoordinaten: 47° 57′ 40″ N, 16° 47′ 40″ O
Höhe: 130 m ü. A.
Einwohner: 1.584 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7093
Vorwahl: (+43)02160/8310
Gemeindekennziffer: 1 07 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hauptstraße 23
7093 Jois
Website: www.jois.at
Politik
Bürgermeister: Hannes Steurer (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
12
7
2
12 
Insgesamt 21 Sitze
Lage der Marktgemeinde Jois im Bezirk Neusiedl am See
AndauApetlonBruckneudorfDeutsch JahrndorfEdelstalFrauenkirchenGattendorfGolsHalbturnIllmitzJoisKittseeMönchhofNeudorf bei ParndorfNeusiedl am SeeNeusiedl am SeeNickelsdorfPamaPamhagenParndorfPodersdorf am SeePotzneusiedlSankt Andrä am ZickseeTadtenWallern im BurgenlandWeiden am SeeWinden am SeeZurndorfBezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Jois im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Jois mit den charakteristischen Weingärten
Jois mit den charakteristischen Weingärten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Jois ist eine Marktgemeinde mit 1584 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nyulas.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordburgenland. Jois liegt in 130 m Seehöhe an den Hängen des Leithagebirges direkt am Neusiedler See im österreichischen Burgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nyulas verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Bereits 1429 gab es einen Marktrichter. Das Datum der Marktverleihung ist nicht bekannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen 2017[1]
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,12 %
(+20,45 %p)
34,00 %
(-18,95 %p)
12,72 %
(-0,61 %p)
2,16 %
(n. k.)
2012

2017


Der Gemeinderat umfasst seit 2017 nunmehr aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 21 Sitze. Bis 2012 umfasste er nur 19 Sitze.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[2] 2012[3] 2007[4] 2002[5] 1997[5]
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 591 51,12 12 322 30,67 6 361 36,21 7 422 42,84 9 316 40,00 8
SPÖ 393 34,00 7 556 52,95 11 517 51,86 10 457 46,40 9 379 47,97 9
FPÖ 25 2,16 0 nicht kandidiert nicht kandidiert 25 2,54 0 nicht kandidiert
GfJ 147 12,72 2 140 13,33 2 119 11,94 2 nicht kandidiert nicht kandidiert
JoB nicht kandidiert 32 3,05 0 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
SUG nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 81 8,22 1 nicht kandidiert
Rettet Jois nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 95 12,03 2
Wahlberechtigte 1532 1444 1353 1220 1095
Wahlbeteiligung 81,92 % 83,10 % 83,22 % 85,00 % 89,95 %

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeindevorstand gehören neben dem Bürgermeister Hannes Steurer (ÖVP) und dem Vizebürgermeister Alfred Dobler (SPÖ) weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Sascha Krikler (ÖVP, Dorfentwicklungsreferent), Peter Waldbott-Bassenheim (ÖVP, Wirtschaftsreferent), Alexander Hasenhündl (ÖVP, Baureferent), Julia Haltschuster (ÖVP, Jugendgemeinderat), Martin Wetschka (ÖVP, Finanzreferent und Umweltgemeinderat) und Martin Winter (SPÖ) an.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2017 Johann Steurer (ÖVP).[7] Vizebürgermeister ist Alfred Dobler (SPÖ).[8]

Amtsleiter ist Franz Kiss.[7]

Chronik der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1931–1933 Karl Steidl (SPÖ)
  • 1992–1997 Norbert Kusolitsch (SPÖ)
  • 1997–2002 Georg Hoffmann (ÖVP)
  • 2002–2017 Leonhard Steinwandtner (SPÖ)
  • seit 2017 Hannes Steurer (ÖVP)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jois ist vorwiegend eine Sommerfremdenverkehrsgemeinde (25.200 Übernachtungen) und ein Weinbauort. Seit 2008 befindet sich der aus Wien übersiedelte Antriebstechniks-Hersteller Zoerkler als einziger größerer Industriebetrieb in der Gemeinde.

Jois von Norden
Der Hochaltar der alten römisch-katholischen Pfarrkirche
  • Tourismus: In Jois hat die "Joiser Herzkirsche" ihren Ursprung, die auch das Wappen des Ortes ziert. Mehrere Heurigenkeller und Buschenschanken laden zur Einkehr ein. Im ortskundlichen Museum beginnt eine Zeitreise in den einstigen Alltag des Dorfes und der Menschen. Abgesehen vom üblichen Freizeitangebot kommt in Jois dem Schießsport große Bedeutung zu. Ein Schützenhaus mit Terrasse bietet dem Zuschauer beim Wurftauben-, Trap- und Jagdparcourschießen Platz. Rad- und Rundwanderwege laden zu einem Ausflug ein. Im Vollnaturschutzgebiet Hackelsberg führt ein Rundwanderweg durch die Umgebung. Aber auch im Winter kann man erholsame, ausgedehnte Spaziergänge in der sehr reizvollen Winterlandschaft des Weltkulturerbes Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel sowie im Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge genießen. Der Neusiedler See bietet sich nicht nur im Sommer ideal für das Ausüben diverser Sportarten wie Schwimmen, Segeln, Kitesurfen und Windsurfen an, sondern lädt auch im Winter zum Eislaufen, Eissegeln, Eissurfen ein. Am Gelände des Joiser (Yacht-)Hafens betreiben drei Segelclubs - der Yachtclub Seewind, der Yachtclub Jois und der "Österreichische Heeresyachtclub" - eigene Clubräumlichkeiten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Jois
  • Neolithische bis römerzeitliche Fundstätten, urkundlich 1214
  • Alte Pfarrkirche Jois (1757–1770) ist ein Barockbau mit dem bemerkenswerten Hochaltar (1749–1752) der Pfarrkirche hl. Michael von Sopron (1865 übertragen)
  • Neue Pfarrkirche Jois (1898, 1937 ausgebaut)
  • Lichtsäule (15. Jahrhundert)
  • Russenkreuz (1747)
  • Mariensäule (1877)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jois und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Land Burgenland: Wahlergebnis (abgerufen am 8. November 2017)
  2. Land Burgenland: Wahlergebnis Jois 2017 (abgerufen am 26. November 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Jois 2012 (abgerufen am 26. November 2017)
  4. Land Burgenland: Wahlergebnis Jois 2007 (abgerufen am 26. November 2017)
  5. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Jois 2002 (abgerufen am 26. November 2017)
  6. meinbezirk.at: Jois: Neue Gemeindeführung beschließt erste versprochene Maßnahmen (abgerufen am 8. November 2017)
  7. a b Gemeinde Jois: Gemeindeamt (abgerufen am 27. November 2017)
  8. Gemeinde Jois: Gemeinderat (abgerufen am 27. November 2017)