Joldelund

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Joldelund
Joldelund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Joldelund hervorgehoben
Koordinaten: 54° 39′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Mittleres Nordfriesland
Höhe: 26 m ü. NHN
Fläche: 19,12 km²
Einwohner: 732 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25862
Vorwahl: 04673
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 059
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Str. 2
25821 Bredstedt
Webpräsenz: www.joldelund.de
Bürgermeister: Reiner Hansen (WGJ)
Lage der Gemeinde Joldelund im Kreis Nordfriesland
Karte

Joldelund (dänisch Hjoldelund, friesisch Jåålönj) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joldelund liegt etwa 28 km südöstlich von Niebüll und 28 km südwestlich von Flensburg in ländlicher Umgebung. Die Bundesstraße 199 von Niebüll nach Flensburg, die Bundesstraße 5 und die parallel verlaufende Bahnlinie von Husum nach Niebüll sowie die Bundesstraße 200 von Husum nach Flensburg sind jeweils etwa 10 km von Joldelund entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Eisenzeit wurde im Gemeindegebiet Eisen aus Raseneisenstein gewonnen. Die Schmelzöfen können noch heute besichtigt werden.

Die Feldsteinkirche wurde um 1200 errichtet. 1771 wurde die Windmühle erbaut.

Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde aus dem Gebiet des Kirchspiels Joldelund eine Kirchspielslandgemeinde gebildet. Sie umfasste die vier Dorfschaften Goldebek, Goldelund, Joldelund und Kolkerheide. Am 1. April 1934 wurden die Kirchspielslandgemeinden aufgelöst, und die Dorfschaften bilden seitdem eigenständige Landgemeinden.[2] Sie gehören auch heute noch zur Kirchengemeinde Joldelund.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft WGJ seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und Wählergemeinschaft AfWJ zwei.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold mit an rechter Hüftstelle durchbrochenen blauem Bord ein schmaler schwebender grüner Schlangenbalken. Oben ein schräglinkes grünes Eichenblatt mit zwei Eicheln, unten eine schwebende wachsende grüne Windmühle mit schwarzen Flügeln.“[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kellerholländer-Windmühle

Joldelunds Wahrzeichen ist die 1771 errichtete Kellerholländer-Windmühle. Die Windmühle war eine privilegierte Eigentumsmühle und unterlag damit nicht dem Mühlenzwang.

Die Kirche (Saalbau), nach dem Pariser Bischof St. Dionysius benannt, wurde 1240 das erste Mal urkundlich erwähnt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hauke Jöns: Frühe Eisengewinnung in Joldelund. 2 Bdd., Bonn 1997.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joldelund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein