Jonathan Haidt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jonathan Haidt (2012)

Jonathan Haidt (* 1963 in New York City) ist ein US-amerikanischer Professor für Psychologie der Stern School of Business und Spezialist für Moral und Moralpsychologie. Er ist Autor unter anderem eines Bestsellers.[1]

Leben und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haidt wurde in New York City geboren, wuchs allerdings in Scarsdale auf. Er erlangte 1985 einen Bachelor in Philosophie an der Yale University und wurde 1992 an der University of Pennsylvania Doctor of Philosophy in Psychologie. Danach studierte er als Post-Doktorand und Fellow Kulturpsychologie an der University of Chicago, für drei Monate war er durch ein Fulbright-Stipendium in Orissa (Indien).[2] Später arbeitete er als Associate Professor an der Universität von Virginia.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2009 sah Haidt sich selbst als „liberalen Partisanen“. Gleichwohl setzte er sich in seinem Buch The Righteous Mind auch mit liberalen Denk- und Argumentationsmustern kritisch auseinander.[3]

2015 kritisierte Haidt eine Entwicklung an amerikanischen Universitäten, bei der eine zunehmend institutionalisierte Form von Zensur im Namen von Identitätspolitik und politischer Korrektheit versuche, „den Campus in eine Sicherheitszone zu verwandeln, wo junge Erwachsene vor Ideen und Wörtern geschützt werden, die ihnen Unwohlsein bereiten“.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachartikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Flourishing: Positive psychology and the life well lived. Washington DC: American Psychological Association, 2003.
  • The happiness hypothesis: Finding modern truth in ancient wisdom. New York: Basic Books, 2006. Deutsch: Haidt, Jonathan. Die Glückshypothese – was uns wirklich glücklich macht; die Quintessenz aus altem Wissen und moderner Glücksforschung, Kirchzarten: VAK-Verl., 2014.
  • The righteous mind: Why good people are divided by politics and religion. New York: Pantheon, 2012
  • The Coddling of the American Mind (mit Greg Lukianoff). Penguin Press, New York City, 2018, ISBN 9780735224896

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jonathan Haidt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Ted Talks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haidt referierte mehrfach auf TED-Konferenzen, insgesamt wurden die Videos seiner Auftritte mehr als 3 Millionen Mal angesehen (Stand Oktober 2014).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. righteousmind.com/about (Memento des Originals vom 29. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/righteousmind.com – Biosketch auf der Website zu The Righteous Mind. Abgerufen am 24. Oktober 2014.
  2. Jonathan Haidt – Thomas Cooley Professor of Ethical Leadership, offizielle Website der New York University. Abgerufen am 22. Oktober 2014.
  3. Wiliam Saletan: Why won't they listen? ‚The Righteous Mind,‘ by Jonathan Haidt., New york Times, 23. März 2012.
  4. Martin Kilian: Jetzt kommt die Sprachpolizei, Tages-Anzeiger, 19. August 2015.