José Python

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José Python

José Python (eigentlich Stanislas Paul Joseph Python, * 1. Februar 1901 in Freiburg; † 8. Juli 1976 daselbst) war ein Schweizer Politiker (CVP) und Staatsrat des Kantons Freiburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Python, von Hause aus katholisch, war Bürger von Portalban. Seine Eltern waren der Staatsrat Georges Python und Marie Elisabeth geb. Wuilleret, Tochter des Louis, Nationalrats und Führers der Konservativen. Stanislas Paul Joseph Python, gewöhnlich José gerufen, blieb unverheiratet.

Nach sechs Schuljahren im Kollegium St. Michael wechselte José Python an das Kollegium in Einsiedeln, wo er seine Deutschkenntnisse vervollkommnete und die Matura ablegte. Nach Freiburg zurückgekehrt, studierte er Rechtswissenschaften an der Universität und half zugleich seinem kranken Vater, der weiterhin als Erziehungsdirektor tätig war. Nach der Erlangung des Rechtslizentiats 1927 absolvierte er ein Praktikum in der Kanzlei von Ernest Lorson und erwarb 1930 das Anwaltspatent. 1928/29 war er Zentralpräsident des Schweizerischen Studentenvereins, den bereits sein Vater 1879 und sein älterer Bruder Louis 1915 geleitet hatten. 1930 eröffnete er eine Anwaltskanzlei in Freiburg, die er eine Zeitlang mit Louis teilt. 1931 wurde dieser Präsident des Bezirksgerichts Saane und zwei Jahre später Bundesrichter. José schloss seine Kanzlei und übernahm das Generalsekretariat der Freiburgischen Elektrizitätswerke. 1943 wurde er zum Richter am Kantonsgericht ernannt, das er 1950 leitete.

1946 wurde José Python in den Grossen Rat gewählt. Bei den Kantonswahlen von 1951 kandidierte er für den Staatsrat, wurde gewählt und 1956 wie 1961 in seinem Amt bestätigt. Er leitete die Erziehungs- und Kultusdirektion und war zweimal, 1956 und 1962, Staatsratspräsident. Die Bilanz seiner 15 Regierungsjahre (1952–1966) lässt sich in wenigen Worten wiedergeben: keine Volksabstimmung für die Bestätigung seiner Tätigkeit, doch 27 Gesetze und Dekrete, die er dem Grossen Rat vorlegte. Zu den Gesetzen gehörten jene über den kantonalen Studienfonds und die Organisation der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons (1966). Die Dekrete betrafen insbesondere die Subventionen für verschiedene Schulbauten (1957, 1964, 1965), die Erweiterung des Internats des Kollegiums St. Michael (1955), des Technikums (1956, 1960), des Botanischen Gartens (1965), des Konservatoriums und des Museums für Kunst und Geschichte (1965). Er lancierte den Bau der Universitätsmensa (1965) und veranlasste den Einbau der Orgel der Abteikirche Hauterive in der Kollegiumskirche St. Michael (1952). 1967 trat er aus dem Staatsrat zurück.

Am 8. Juli 1976 starb José Python im Alter von 75 Jahren in Freiburg. Er hinterließ das Andenken eines musterhaften Sohns und, wie in der Presse zu lesen war, eines «Konservativen der strengsten Observanz», der 1946 Joseph Piller unterstützt hatte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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