Joscha Remus

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Joscha Remus (* 23. August 1958 in Speicher, Südeifel) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist.

Joscha Remus, 2008

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joscha Remus entstammt einer bukowinisch-moselfränkischen Familie. Er studierte Biologie, Germanistik und Philosophie in Trier und Berlin. Nach zahlreichen Reisen, einem Volontariat und der Arbeit bei einer medizinischen Fachzeitschrift folgten Ausbildungen in Berlin, Rom und London, wo Remus als Kinder-Physiotherapeut praktische Methoden zur Motorischen Intelligenz entwickelte.

Laut Joscha Remus liegt der kognitiven und emotionalen Intelligenz eine Intelligenz der Bewegung zugrunde.[1] Eine Thematik die er auch praktisch erforschte und 2005 in seinem Buch Infonautik unter anderem mit Stanisław Lem, Antonio Damasio und Vilayanur S. Ramachandran diskutierte. Mit Stanisław Lem führte Joscha Remus für Die Zeit zwei der letzten Interviews, die der Science-Fiction-Autor gab.[2]

In den Neunzigerjahren begann Joscha Remus mit dem Veröffentlichen von Sachbüchern, Reiseführern und Prosa. 2007 begründete er in der Mediothek in Stuttgart das erste Wissenscafé in Deutschland. [3] Eine Ausbildung zum Geräuschemacher bei Thorolf Dormer in Berlin brachte ihn auf die Idee, eine Reise-Hörbuch-Reihe zu beginnen. Von 2006 bis 2010 schrieb und produzierte Joscha Remus weltweit Hör-Reisen im Feature-Format. 2010 wurde diese Reihe namens wegwärts mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller und Autor arbeitet Joscha Remus vorwiegend als Wissenschafts-, Gourmet- und Reisejournalist.

Wenn nicht auf Reisen (Schwerpunkte: Rumänien, Australien, Neuseeland, Südsee, Argentinien), lebt Joscha Remus in Berlin und Buenos Aires.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literarische Bücher

  • Der sanfte Flug der schwarzen Damen. Rumänische Rhapsodien. Wien : Picus, 2008

Reise-Bücher

  • Gebrauchsanweisung für Australien. München : Piper, 2014, 4. Aufl.
  • Gebrauchsanweisung für Neuseeland. München : Piper, 2012, 8. Aufl.
  • Der Kuss der langen weißen Wolke. Lesereise Neuseeland. Wien : Picus, 2009
  • Der Lichtertanz am Mauerpark. Lesereise Berlin. Wien : Picus, 2013
  • Der Sternenwind am Bosporus. Lesereise Istanbul. Wien : Picus, 2011

Reiseführer

  • Rumänien und Republik Moldau. Bielefeld : Reise Know-How, 2010, 3. Aufl.
  • CityTrip Luxemburg. Bielefeld : Reise Know-How, 2010, 3. Aufl.
  • CityTrip Trier. Bielefeld : Reise Know-How, 2012, 4. Aufl.
  • Rumänien. Bielefeld : Reise Know-How, 2012, 4. Aufl.

Sachbücher

  • KulturSchock Rumänien. Bielefeld : Reise-Know-How, 2011, 3. Aufl.
  • Infonautik – Wege durch den Wissensdschungel. Offenbach : Gabal, 2005

Sprachführer

  • Lëtzebuergesch. Bielefeld : Reise Know-How, 2009, 5. Aufl.

Kinderbücher

  • Berlin - Stadtführer für Kinder. Wien : Picus, 2009, 4. Aufl.

Hörbücher

  • Die Māori. Rätsel der Erde. Köln : headroom Sound Production, 2012
  • wegwärts - Marokko. Köln : headroom Sound Production, 2008
  • wegwärts - Shanghai. Köln : headroom Sound Production, 2008
  • wegwärts - Irland. Köln : headroom Sound Production, 2009
  • wegwärts - San Francisco. Köln : headroom Sound Production, 2009
  • wegwärts - Istanbul. Köln : headroom Sound Production, 2010

Reisefotografie-Kalender

  • Neuseeland - Eine Reise in 100 Bildern. Harenberg, 2014

Kurzgeschichten

  • Die Verwandlung der Kopfnuss. In: Iwwer Grenzen; Über Grenzen, Sans frontieres. Luxemburg : Editions Guy Binsfeld, 2007

Zeitungsartikel

Radiofeatures

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Förderpreis des rumänischen Kulturinstitutes Bukarest für Der sanfte Flug der schwarzen Damen. Rumänische Rhapsodien.
  • 2009: Deutscher Hörbuchpreis (Nominierung für die Reihe wegwärts)
  • 2010: Deutscher Hörbuchpreis für die Reihe wegwärts
  • 2012: Förderpreis der EU für "Die Stadt in meinen Augen - Junge Roma schauen auf Berlin"

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joscha Remus: Infonautik - Wege durch den Wissensdschungel. Gabal Verlag, 2005.
  2. [1]
  3. [2]
  4. [3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]