Josef Eberz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Josef Eberz (* 3. Juni 1880 in Limburg an der Lahn; † 27. August 1942 in München) war ein deutscher Maler, Graphiker, Illustrator und Entwerfer von Mosaiken und Glasfenstern mit starker Ausrichtung auf religiöse Themen.

Leben[Bearbeiten]

Biblische Landschaft 1914

Josef Eberz wurde in Limburg an der Lahn als Sohn des Postsekretärs Heinrich Jakob Eberz (22. Juni 1848) und seiner Ehefrau Helene Josephine, geb. Gotthardt (17. August 1855) geboren. Er verbrachte dort die ersten Jahre seines Lebens und besuchte das Lessing-Gymnasium in Frankfurt am Main. Seit 1901 studierte er an der Kunstakademie München bei Franz Stuck und Peter Halm, wechselte 1904 zur Kunstakademie Düsseldorf und noch im gleichen Jahr nach Karlsruhe. 1905 ging er an die Akademie in Stuttgart, wo er sich zunächst Christian Landenberger einschrieb, wechselte dann aber zu dem erst 1905 nach Stuttgart berufenen Maler und Farbtheoretiker Adolf Hölzel, dessen Meisterschüler er von 1907-1912 war. Eberz war Mitglied des "Hölzelkreises", dem noch die Meisterschülerinnen und -schüler Gertrud Alber - die er 1917 in Wiesbaden heiratete - Willi Baumeister, Paul Bollmann (1885-1944), Hans Brühlmann, Heinrich Eberhard (1884-1973), Maria Hiller-Foell - auch Marusja Foell - (1880-1943), Ida Kerkovius, Otto Meyer-Amden, Alfred Heinrich Pellegrini, Oskar Schlemmer, August Ludwig Schmidt (1882-1936), Hermann Stenner und Alfred Wickenburg angehörten. Mit diesem Kreis, der mehrfach gemeinsam ausstellte, ging Hölzel 1912 nach Köln zur Sonderbund-Ausstellung, der bis dahin wichtigsten Kunstausstellung der Moderne . Die Ausstellung umfasste über 500 Bilder und nahezu 60 Plastiken, sowie etwa 350 kunstgewerbliche Arbeiten, darunter Arbeiten von Vincent van Gogh, Edvard Munch, Paul Cézanne, Paul Gauguin und Pablo Picasso. Man studierte aber auch intensiv die alten Kölner Meister. Anschließend ging die Gruppe für eine längere Zeit nach Montjoie - später Monschau - in der Eifel, um dort gemeinsam zu malen. Der Besuch der Ausstellung, der Museen und der anschließende Malaufenthalt wurde von großer Bedeutung für das spätere Werk von Josef Eberz. 1913 erhielt er seinen ersten großen Auftrag, das Altarbild für die Konviktskirche in Ehingen an der Donau. Das Bild in den beachtlichen Abmessungen von 2,45 m x 3,80 m wird meist als Herz-Jesu-Bild bezeichnet, ist aber eine Mischung der Motive Kreuztragung, Herz-Jesu und Freunde Christi. Es folgte der Auftrag für einen großformatigen Kreuzweg, der aber über zwei Musterarbeiten nicht hinauskam. Das erschrockene Ordinariat lehnte die Abnahme des Kreuzweges, den der Pfarrer ohne Rücksprache mit dem Ordinariat und dem zuständigen Ministerium in Auftrag gegeben hatte, ab. Bei Eberz blieb aber seitdem eine Hinwendung zu religiösen Sujets sichtbar. Eberz begann als Expressionist, der vom Futurismus und Kubismus beeinflusst war; bei seinen späteren Monumentalwerken kam ein starker Einfluß der Pittura metafisica hinzu.

Nach einem Besuch 1915 bei dem Kunstsammler Heinrich Kirchhoff in Wiesbaden, beauftragte dieser ihn, in seinem Garten und im Botanischen Garten in Darmstadt zu malen. In Darmstadt kam Eberz in Kontakt mit dem "Dachstubenkreis" um den Verleger Joseph - Pepy - Würth (1900-1948) und machte Lithografien für die Novelle "Die Karsreis" von Kasimir Edschmid. Kirchhoff trug eine beachtliche Sammlung von Bildern der Moderne zusammen, hier war das Werk Eberz' stark vertreten. Zeugnis für den intensiven Kontakt zu Kirchhoff und seinem Garten ist die im Goltzverlag München 1917 erschienene Lithographie-Mappe "Der Garten Kirchhoff". Von Wiesbaden aus besuchte Eberz auch das ehemalige Zisterzienserkloster Eberbach im Rheingau, worüber er 1919 im Goltzverlag eine weitere Lithographie-Mappe "Kloster Eberbach" herausbrachte. Der Aufenthalt 1917 in Wiesbaden war nicht nur in künstlerischen Hinsicht bedeutsam, hier heiratete er seine Mitstudentin Gertrud Alber. In Wiesbaden erreichte ihn wohl auch die Nachricht, dass er wegen seiner gesundheitlichen Probleme vom Kriegsdienst freigestellt sei.

Verehrung 1916

Nach dem langen Wiesbaden-Aufenthalt zogen die Eheleute nach München, wo beide schon seit 1914 durch den Kunsthändler Hans Goltz vertreten wurden. Goltz hatte auch 1915 Eberz erste Lithographie-Mappe "Kämpfe" herausgegeben. Im Gegensatz zum Titel zeigen die Blätter aber keineswegs Kämpfer, sondern nur Opfer des Krieges. Eberz wurde Mitglied der Neuen Münchner Secession, mit der er bis zu deren Auflösung in der Nazi-Zeit ausstellte, gehörte aber auch der 1919 gegründeten Vereinigung Das Junge Rheinland an, womit er seine Verwurzelung in der Rheinregion, auf die er immer hinwies, zum Ausdruck brachte. Bei der ebenfalls 1919 gegründeten Darmstädter Sezession war er Gründungsmitglied, wie er auch der "Gesellschaft für christliche Kunst", München, und der Novembergruppe, Berlin angehörte. Während der Räterepublik war er in Künstlerräten und Ausschüssen aktiv. Nach den Kriegs- und Nachkriegswirren zog es Eberz und seine Frau in den Süden. Von 1920 bis 1926 waren sie mehrfach in Italien und Jugoslawien, aber auch in Paris, von wo sie farbglühende Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen mitbrachten, nach denen viele Radierungen entstanden. Im Zuge dieser Italienreisen konvertierte Gertrud Eberz-Alber in Bologna zum katholischen Glauben.

In der ersten Hälfte der 1920er Jahre hatte Eberz verschiedene Privataufträge für Wandmalereien erhalten, für die Deutsche Gewerbeschau München malte er 1922 ein großes Fresko "Freude" in einer der Ausstellungshallen im Bavaria-Park, bei der Glaspalast-Ausstellung 1927 war er mit dem Fresko "Spaziergang" vertreten. Mit der Ausmalung der von Adolf Muesmann erbauten Pfarrkirche St. Rupert in Freilassing, die sich von 1926 bis 1938 hinzog, erhielt er den ersten seiner zahlreichen kirchlichen Aufträge. Es war sein umfassendstes Werk, das leider durch verständnislose Pfarrer und Restauratoren stark beschädigt wurde. Ein ähnliches Schicksal erfuhr auch sein großes Marienfenster für die Frauenkirche (München) . Es wurde im Krieg zerstört, doch da die Kartons noch vorhanden waren, hätte es exakt wiederhergestellt werden können, doch dem Dompfarrer waren die Farben zu kräftig, so wurde es mit veränderter Farbstellung neu hergestellt. Auch weitere Kirchenfenster wurden im Krieg zerstört. Neben Wandmalereien und Farbglas-Fenstern hat Eberz auch Mosaiken entworfen. Auch hier wurde sein Hauptwerk, Apsis und Triumphbogen der St.Gabrielskirche 1930-31 in München, zerstört, erhalten blieb dagegen die Chorgestaltung in der Herz-Jesu-Kirche in Weiden in der Oberpfalz von 1933-35, für die er auch zahlreiche Fenster schuf. Auch seine letzte große Mosaik-Arbeit in der Confessio der Basilika St. Willibrord in Echternach wurde, obwohl sie den Krieg überstanden hatte, bei Wiederaufbau und Neuordnung der Kirche zerstört. Während des Krieges schuf Eberz noch Fenster für Gleiwitz und Wacholdertal in Schlesien geschaffen, seine Entwürfe für Oppeln kamen durch seinen plötzlichen Tod nicht mehr zur Ausführung.

Josef Eberz leitete Ateliers für Malerei und Grafik in den "Münchner Lehrwerkstätten". Sie waren entstanden aus den von Hermann Obrist und Wilhelm von Debschitz 1902 gegründeten "Lehr- und Versuchsateliers für angewandte und freie Kunst", meist kurz Debschitz-Schule genannt, die 1914 mit der von Paul Renner und Emil Preetorius 1909 gegründeten "Münchner Schule für Illustration und Buchgewerbe" vereinigt worden war. 1928 wurde Eberz der Professorentitel verliehen, zum 31. Juli 1929 wurde die Schule jedoch geschlossen. Als Schüler von Eberz bezeichnen sich Maria Bauerreis (1902-1994), Hanns Lamers und Walter Lindgens (1893-1978). 1929, als die Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom nach langer Zeit der Beschlagnahmung wieder geöffnet wurde, gehörte Eberz zu den ersten Stipendiaten.

In der Nazi-Zeit galt Eberz als "Entarteter Künstler", er hatte Schwierigkeiten auszustellen, zumal seine "Neue Münchner Sezession" aufgelöst worden war. In der Ausstellung Entartete Kunst in München war er, dessen zahlreiche Arbeiten in öffentlichen Sammlungen und Museen beschlagnahmt worden waren, nicht vertreten, dagegen jedoch bei der zweiten Station der Ausstellung in Berlin mit dem Gemälde "Verrat" von 1917. Wenn seine Arbeit für die katholische Kirche auch weiter ging, so fehlte jedoch der geistige und künstlerische Austausch mit den gleichgesinnten Kollegen. Die nationalistischen Bilder in den Ausstellungen im Haus der Deutschen Kunst in München waren dafür kein Ersatz. So starb Josef Eberz in völliger Vereinsamung am 27. August 1942, seine Wohnung mit dem Atelier brannte bei einem Bombenangriff aus.

Josef Eberz war der jüngere Bruder des Religionsphilosophen und Hochland-Mitarbeiters Otfried Eberz - eigentlich Jakob Maria Remigius Eberz - (1878-1958). Dessen Witwe brachte aus nachgelassenen Schriften das Werk "Katholische Soziologie" heraus, dem ein Tafelteil mit "Werken des geistesverwandten Bruders des bekannten Expressionisten Prof. Josef Eberz, München ... zur Veranschaulichung der abstrakten philosophischen Begriffswelt..." (Lucia Eberz), beigegeben waren.

Werke[Bearbeiten]

Gemälde und Aquarelle[Bearbeiten]

Der exotische Tanz 1917

sind in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, den umfassendsten Bestand besitzen die Kunstsammlungen der Stadt Limburg an der Lahn.

Grafik[Bearbeiten]

Grafische Arbeiten sind gleichfalls in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen, insbesondere bei der Stadt Limburg, vorhanden. Originalarbeiten sind zu finden in den Zeitschriften:

  • Das Kunstblatt, Weimar 1917-1932, Erster Jahrgang 1917, Heft 4;
  • Agathon, Wolgast/Pommern 1917-1918, Erster Jahrgang 1917/18, Heft 1; Heft 2/3;
  • Die Aktion, Berlin 1911-1932, Achter Jahrgang 1918 Heft 9/10; Heft 29/30 - Sonderheft Josef Eberz;
  • EOS, Berlin 1918-1920, Erster Jahrgang 1918 Erstes Heft - Ekstatik; Zweites Heft - Mystik;
  • Die Schaffenden, Berlin 1923-1932, Erster Jahrgang 1919 3. Mappe;
  • Die Sichel, Regensburg 1919-1923, Erster Jahrgang 1919 Heft 4; Heft 5; Heft 6; Zweiter Jahrgang Heft 11;
  • Münchner Blätter für Dichtung und Graphik, München 1919, Erster Jahrgang 1919 Heft 5;Heft 7; Heft 10;
  • Die Bücherkiste, München 1919-1921, Erster Jahrgang 1919 Heft 5/6/7; Heft 8/9/10;
  • Der Weg, München 1919, Erster Jahrgang 1919 Heft 3;
  • Das Tribunal, Darmstadt 1919-1921, Erster Jahrgang 1919 Heft 1; Heft 3; Heft 5: Heft 10/11;
  • Der Bücherwurm, Dachau 1910-?, Zehnter Jahrgang 1920 Heft 7/8;
  • Der Ararat, München 1920-1921, Zweiter Jahrgang 1921 Heft 7;
  • Eros, Wien-Leipzig 1919-1925, Erster Jahrgang 1919 wurde beschlagnahmt; Dritter Jahrgang 1921 Heft 1.

Illustrierte Bücher[Bearbeiten]

  • Erich Jäger, Der tolle Invalide und andere wunderliche Geschichten von alten Soldaten. Stuttgart 1915. 5 Illustrationen nach Federzeichnungen;
  • Wilhelm Rath, Wege zum Buchhändler. Wiesbaden 1917. 2 Illustrationen nach Federzeichnungen;
  • Curt Morek, Der strahlende Mensch. München 1918. 15 Illustrationen nach Federzeichnungen.

Bibliophile Bücher[Bearbeiten]

  • Kasimir Edschmid, Die Karlsreis. Darmstadt 1918. 7 Lithographien;
  • Kurt Hiller, Unnennbar Brudertum. Wolgast 1918. Vorzugsausgabe mit 6 Lithographien; Normalausgabe mit 2 Lithographien;
  • Stephan Brock, Die Fackel loht! Wolgast 1918. 1 Lithographie;
  • Curt Morek, Pole des Eros. Hannover 1920. 7 Lithographien;
  • Heinrich Heine, Vitzliputzli. München 1920. 4 Radierungen;
  • Ech-en-Aton, Sonnenhymnus. München 1920. 1 Radierung;
  • Niels Hoyer, Nachtlied. Hamburg 1921. 3 Radierungen;
  • Goethe, Hymne an die Natur. Hamburg 1922. 3 Radierungen;
  • Shakespeare, Sonette an den geliebten Knaben. Hamburg 1922. 4 Radierungen;
  • Baudelaire, Poèmes choisis. München 1922. 22 Radierungen;
  • Alexander Puschkin, Der steinerne Gast. München 1923. 9 Lithographien, 8 Reproduktionen - Kopf und Schlußstücke - nach Federzeichnungen;
  • Heinrich Heine, Buch der Lieder. München 1923. 15 handkolorierte Gelatine-Radierungen.

Anthologien, Kataloge, Kalender[Bearbeiten]

  • Neue Kunst Hans Goltz München. Katalog der XXXII. Ausstellung Januar 1917. 1 Lithographie;
  • Neue Kunst Hans Goltz München. Katalog der 44. Ausstellung April/Mai 1918. Umschlaglithographie;
  • Galerie Caspari München. Katalog der graphischen Ausstellung der Neuen Sezession Frühjahr 1918. 23 Lithographien, davon 2 von Eberz;
  • Max Fischer, Josaef Eberz und der neue Weg zur religiösen Malerei. München 1918. Vorzugsausgabe mit 1 Lithographie, Normalausgabe Umschlaglithographie;
  • Jahrbuch der jungen Kunst 1920. Leipzig 1920. 1 Lithographie;
  • H. von Wedderkopp, Deutsche Graphik des Westens. Dresden 1923. Vorzugsausgabe mit 1 Radierung;
  • Karl Diez, Schwarzer Greif. Rudolstadt 1925. 1 Reproduktion nach Holzschnitt;
  • Willi Geißler, Greifenkalender 1925. Rudolstadt 1925. 1 Reproduktion nach Holzschnitt;
  • Willi Geißler, Greifenkalender 1926. Rudolstadt 1926. 2 Holzschnitte - ggf. auch Reproduktionen.

Mappenwerke[Bearbeiten]

  • Kämpfe. Goltz-Verlag München 1915. 15 Original Lithographien - eine weitere als Umschlagslithographie;
  • Kriegsbilderbogen Deutscher Künstler 3. Mappe. Goltz-Verlag München 1915. 13 Original-Lithographien, davon eine von Eberz;
  • Der Garten Kirchhoff Wiesbaden. Goltz-Verlag München 1917. 10 Original-Lithographien - eine weitere als Umschlaglithograpie;
  • Kloster Eberbach, Goltz-Verlag 1919. 1o Original-Lithographien - eine weitere als Umschlaglithographie;
  • Münchner Sezession - 25 Original-Lithographien. Franz Hanfstaengl München 1919/20. 1 Lithographie von Eberz;
  • Visionen. Goltz-Verlag München 1919. 12 Holzschnitte - ein weiterer als Umschlagholzschnitt;
  • Josef von Eichendorf, Ahnung und Gegenwart. Dr. Benno Filser Kunstverlag Stuttgart 1919. 33 Radierungen;
  • I. Mappe der Düsseldorfer Gesellschaft für zeitgenössische Kunst. Bagel-Kunstverlag Düsseldorf 1920. 11 Original-Radierungen, davon eine von Eberz;
  • Nächtlicher Zirkus. Goltz-Verlag München 1920. 6 Holzschnitte - ein weiterer als Umschlaghoilzschnitt;
  • Kalla - Graphikmappe Münchner Künstler. Johannes Albrecht Kunstverlag München 1922. 12 Graphiken, davon eine Radierung von Eberz;
  • Kalla - Festmappe Münchner Künstler. Johannes Albrecht Kunstverlag München 1922. 9 Graphiken, davon eine Radierung von Eberz;
  • III. Mappe der Düsseldorfer Gesellschaft für zeitgenössische Kunst - Südliche Landschaften. Bagel-Kunstverlag Düsseldorf 1923. 6 Radierungen - dazu Umschlaglithographie;
  • Der Steinerne Gast. Orchis-Verlag München 1923. 8 handkolorierte Gelatineradierungen;
  • Nächte - 5 Holzschnitte. Dreieck-Verlag München-Berlin 1923. II Folge: J. Achmann; J. Eberz; E.A. Weber; J. Ragoczy; A. Hasemann;
  • Die erste Mappe der Darmstädter Sezession. Dachstube-Verlag Darmstadt 1924. 8 Graphikem, davon eine Lithographie von Eberz;
  • Neudeutsche Künstlergilde - Dritter Graphiktausch - Weihnachten 1924. 22 Graphiken, davon ein Holzschnitt von Eberz.

Wand- und Deckenbilder[Bearbeiten]

  • Villa Kanter, Feldafing um 1920. Wandbildzyklus im Musiksalon - das Haus wurde wegen Hausschwammbefall abgebrochen;
  • Ausstellungshalle der Deutschen Gewerbeschau München 1922. Wandbild "Freude" - nach Ende der Ausstellung vernichtet;
  • Villa Gutmann und Villa Eisenberg, Nürnberg um 1925. Wandbilder - die Häuser sind nicht mehr auszumachen;
  • Musikraum Irene Reichert, München um 1925. Wandbild - der Raum ist nicht mehr auszumachen;
  • Pfarrkirche St. Rupert, Freilassing 1926-1938. Vollständige Ausmalung - durch das Unverständnis von Pfarrern und Restauratoren wurde das Werk stark geschädigt;
  • Glaspalast München, Ausstellung 1927. Wandbild "Spaziergang" - nach der Ausstellung wieder entfernt;
  • Kirche St. Peter, Taching am See 1934. Außenfresko St. Petrus an der Chorwand;
  • Kirche St. Johannes der Täufer, Illdorf an der Donau 1939. 6 Deckenmedaillons.

Mosaiken[Bearbeiten]

  • Frauenfriedenskirche, Frankfurt am Main 1928-1929. Chorwand-Mosaiken in Putzfläche "Heilige Frauen aller Stände gewinnen Kraft aus dem Kreuzestod Jesu";
  • Christ-König-Kirche, Rosenheim 1927/28. Seitenaltar-Rückwände Mosaiken in Putzfläche "St. Maria mit Kind" und "St. Michael";
  • Kirche St. Georg, Stuttgart 1929-1930. Chorwand-Mosaiken in Putzfläche "Christus als Welterlöser zwischen zwei Engeln";
  • Kirche St. Georg, Stuttgart 1930-1936. Großformatiger Kreuzweg auf einer Langhaus-Seitenwand;
  • Kirche St. Gabriel, München 1930-1931. Chormosaik "Christkönig als Weltenrichter zwischen Engeln" - im Krieg zerstört;
  • Kirche St. Gabriel, München 1930-1931. Auf dem Triumphbogen Mosaik in Putzfläche "Verkündigung" - im Krieg zerstört;
  • Kirche St. Gabriel, München 1932. Seitenaltar-Retabeln in Mosaik "Marienleben" - verändert - und "Josefsleben";
  • Kirche Herz-Jesu, Weiden/Oberpfalz 1933-1934. Chorrückwand "Christkönig am Kreuz zwischen Maria und Johannes";
  • Kirche Herz-Jesu, Weiden Oberpfalz 1934-1935. Langhausabschlußwände zum Chor "Schwebende Engel";
  • Basilika St. Willibrord, Echternach 1938. In der Konfessio "St. Willibrord", "Papst Sergius", "Karl der Große", St. "Bonifatius", "St. Hubertus", "St. Irmina", "St. Kunigunde" - die Mosaiken hatten den Krieg überstanden, wurden aber beim Wiederaufbau und der Umgestaltung der Basilika zerstört;
  • Kirche in Hamm in Westfalen 1942. Altarretael "St. Agnes".

Farbglasfenster[Bearbeiten]

  • Christ-König-Kirche, Rosenheim 1927-1928. Chorrückwand-Fenster "Christus als Weltenrichter" - im Krieg zerstört;
  • Kirche St. Konrad, Freiburg im Breisgau um 1930. Chor-Fenster "Christus als Weltenrichter" - im Krieg zerstört;
  • Frauenkirche, München 1931/1957. Fenster "Marienleben" über der Salvator-Kapelle - im Krieg zerstört, nach den Original-Kartons, aber in anderer Farbstellung neu hergestellt,
  • Kirche Herz-Jesu, Weiden/Oberpfalz 1933. Langhausfenster "7 Werke der Barmherzigkeit" und "7 Sakramente"; Taufkapellenfenster "Taufe Jesu im Jordan"; Emporenfenster "Herz-Jesu"; Symbolfenster in der Unterkirche "Dornenkrone"; "Siegeskrone"; Jungfräulichkeit"; "Ehebund";
  • Rathaus, Ingolstadt 1936. Symbofenster im Tauzimmer - im Krieg zerstört;
  • Kirche St. Bartholomäus 1939. Fenster "Mariä Verkündigung" - die Kirche wurde abgebrochen, das Fenster ging mit unter;
  • Kirche St. Peter und Paul, Gleiwitz 1939-1941. 3 Doppelfenster "St. Peter und St. Paul", "St. Adalbert und St. Hyazinth", St. Hedwig und St. Barbara" - das Fenster "St. Adalbert und St. Hyazinth" wurde im Krieg zerstört und durch ein angepasstes Fenster ersetzt.
  • Christ-König-Kirche Wacholdertal/Oberschlesien 1940. Chorfenster "Christus-König".

Literatur[Bearbeiten]

Zahlreiche Artikel in den Zeitschriften Deutsche Kunst und Dekoiration, Die Kunst, Christliche Kunst, Feuer, Das Kunstblatt, Die Rheinlande.

  • Max Fischer: Josef Eberz und der neue Weg zur religiösen Malerei. Goltz, München 1918.
  • Leopold Zahn: Josef Eberz. Reihe Junge Kunst. Klinkhardt und Biermann, Leipzig 1920.
  • Irene Rörig u. a.: Josef Eberz in Italien. Ausstellungskatalog. 1990.
  • Franz Josef Hamm: Josef Eberz - Gemälde. Aquarelle. Grafik. Ausstellungskatalog. Limburg/L. 1994.
  • Franz Josef Hamm: Josef Eberz - Bau und Raumbezogene Arbeiten. Wandmalereien. Mosaiken. Fenster. Altarbilder. Ausstellungskatalog und Werkverzeichnis. Limburg/L. 1997.
  • Franz Josef Hamm: Josef Eberz - Arbeiten für Pressen und Verlage. Druckgrafisches Werkverzeichnis/Erster Teil. Limburg/L. 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Josef Eberz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Josef Eberz – Quellen und Volltexte