Josef Pillhofer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Skulptur vor dem Museum Liaunig, Kärnten

Josef Pillhofer (* 1. Juni 1921 in Wien; † 30. Juli 2010 ebenda[1]) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portalwand der Pfarrkirche Liesing von Josef Pillhofer (1960). Symbole der Lauretanischen Litanei

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1938 bis 1941 studierte Josef Pillhofer an der Grazer Kunstgewerbeschule Bildhauerei bei Wilhelm Gösser und Malerei bei Rudolf Szyszkowitz. Nach seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg kehrte er an die Grazer Kunstgewerbeschule zurück, um bald darauf an die Akademie der bildenden Künste nach Wien zu wechseln, wo er in den Jahren von 1947 bis 1950 ein Schüler von Fritz Wotruba war. 1950/51 führte ihn ein Auslandsstipendium nach Paris. Er nahm an der Bildhauerklasse von Ossip Zadkine an der Académie de la Grande Chaumière teil. Während dieses Aufenthaltes relativierte sich Wotrubas Einfluss durch die Bekanntschaft mit Constantin Brâncuși und Henri Laurens.

Ab 1955 war Pillhofer Mitglied der Wiener Secession, 1957 führte in ein weiteres Auslandsstipendium für drei Monate nach Rom.

In den 1950er Jahren war Pillhofer auch für das Wiener Heeresgeschichtliche Museum tätig. So schuf er anlässlich der Wiedereröffnung des Museums im Jahr 1955 den Bronzeguss Kaiser Maximilians I. für eine der beiden Artilleriehallen (Arsenal, Objekt 2). Weiters war er für das Museum auch restauratorisch tätig.[2]

Pillhofer fertigte Skulpturen und Plastiken aus Stein, Holz, Ton und Metall an. Stilistisch war er von Wilhelm Lehmbruck beeinflusst, aber auch die Kubisten, wie Henri Laurens und die Abstrakten, wie Constantin Brâncuși, prägten sein Werk. Pillhofer gilt als einer der wenigen abstrakten Bildhauer der Wotruba-Schule.

Lehrtätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1954 bis 1970 war Pillhofer Lehrbeauftragter und später Assistent an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Von 1970 bis 1981 leitete er als Professor die Meisterklasse für Bildhauerei an der Grazer Kunstgewerbeschule. Ebenfalls in Graz war er von 1972 bis 1974 als Ordinarius für künstlerisches Gestalten an der Technischen Universität tätig.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pillhofer lebte und arbeitete in Wien und Mürzzuschlag. Er war über 50 Jahre lang mit seiner Frau verheiratet und hatte mit ihr zwei Söhne und zwei Töchter. Seine Tochter Christine Pillhofer (1954–2018) war ebenfalls Bildhauerin.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Permanent ausgestellte Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brahmsbüste in Mürzzuschlag

Pillhofer hat in Neuberg an der Mürz, Steiermark eine Pillhofer-Halle errichtet in der zahlreiche Skulpturen und Papierarbeiten zu sehen sind. Außerdem ist er mit Werken u. a. in den folgenden Museen vertreten:

Ehrungen und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum. Wien 2004, S. 133 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bildhauer Josef Pillhofer 89-jährig gestorben Nachruf auf kleinezeitung.at, abgerufen am 8. Februar 2013
  2. Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum. Wien 2004, S. 133 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Josef Pillhofer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien