Josef Stabel

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Sepp Stabel
Personalia
Name Josef Stabel
Geburtstag 21. September 1948
Geburtsort PirmasensDeutschland
Größe 182 cm
Position Tor
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
SG 05 Pirmasens ? (?)
0000–1967 VfB Post Pirmasens ? (?)
1967–1980 1. FC Kaiserslautern 74 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1980–10/81 1. FC Kaiserslautern Am.
1980–10/81 1. FC Kaiserslautern (Co-Trainer)
10/81–02/83 Wormatia Worms
1983–1987 TuS Hohenecken
1987–11/87 1. FC Kaiserslautern Am.
11/87–1989 1. FC Kaiserslautern
1989–04/90 FC Homburg
1991–1992 FK Pirmasens
1992–1994 TuS Hohenecken
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Josef „Sepp“ Stabel (* 21. September 1948 in Pirmasens) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorwart und Fußballtrainer.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sepp Stabel spielte bis 1967 bei der SG und dem VfB Pirmasens und wechselte 1967 in den Profikader des 1. FC Kaiserslautern. Dem FCK blieb er treu bis zu seinem Karriereende 1980. Bei den „Roten Teufeln“ war er zunächst hinter Wolfgang Schnarr und danach hinter Josef Elting die „Nummer zwei“. Elting konnte Stabel 1972 verdrängen und war damit in der Saison 1972/73 und zum Teil auch 1973/74 Stammtorwart. Danach verpflichtete der FCK den Schweden Ronnie Hellström und Stabel stand fortan im Schatten des Weltklassetorhüters, war aber immer ein zuverlässiger Ersatztorwart.

Er bestritt 74 Bundesliga-Einsätze. Am 12. Dezember 1979 erzielte Sepp Stabel im UEFA-Cup-Spiel im heimischen Betzenberg-Stadion gegen Diósgyőri VTK ein Elfmetertor zum 6:1-Endstand.[1] Insgesamt bestritt er für die Pfälzer 95 Pflichtspiele (ein Tor). Stabel musste seine Karriere aufgrund einer Schulterverletzung beenden.[2]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liga Spiele (Tore)
Bundesliga 74 (0)
Wettbewerb
DFB-Pokal 13 (0)
UEFA-Pokal 08 (1)

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1980 erhielt Stabel das Fußball-Lehrer-Diplom an der Deutschen Sporthochschule Köln.[3]

Auch nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn blieb er dem 1. FC Kaiserslautern, nun im Trainerstab, erhalten. In der Spielzeit 1980/81 und zu Beginn der Saison 1981/82 war Stabel Assistenztrainer der Bundesligamannschaft und trainierte die Amateure.

Seine zweite Trainerstation war Wormatia Worms. Er übernahm im Oktober 1981 von Slobodan Jovanić das Traineramt beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten. Der junge Coach schaffte es nicht, Worms aus der Abstiegszone herauszuführen und stieg mit dem Verein als Drittletzter in die Oberliga Südwest ab. Auch dort fand sich Wormatia meist im unteren Bereich der Tabelle wieder und Sepp Stabel wurde im Februar 1983 entlassen. Im Pokal lief es immerhin etwas besser – man qualifizierte sich für den DFB-Pokal, in dem Worms das Achtelfinale erreichte und sich dort dem Bundesligisten VfB Stuttgart geschlagen geben musste.

Von 1983 bis 1987 leitete Stabel das Training beim TuS Hohenecken. Hier war er sehr erfolgreich: Er führte die Mannschaft von der A-Klasse bis in die Verbandsliga.[4]

Am 1. Juli 1987 kehrte er zum FCK zurück und wurde Trainer der Amateurmannschaft. Am 12. November 1987 löste er Hans Bongartz als Cheftrainer des Profiteams ab. Kaiserslautern befand sich zu diesem Zeitpunkt im Abstiegskampf und erreichte schließlich den Klassenerhalt. Obwohl der FCK in der darauffolgenden Saison (1988/89) mit einem neunten Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld landete, wurde Sepp Stabels Vertrag zum Ende der Spielzeit nicht verlängert. Schon während der laufenden Saison beschloss das Präsidium die Verpflichtung eines neuen Trainers.[5]

Er unterschrieb für die nächste Saison einen Vertrag beim Bundesliga-Aufsteiger FC 08 Homburg. Nach einer Hinrunde mit Höhen und Tiefen (Platz 14 nach 17 Spielen) verlief der Großteil der Rückrunde enttäuschend. Nach einer 1:3-Niederlage bei Stabels ehemaligen Arbeitgeber 1. FC Kaiserslautern fiel der FC Homburg auf Platz 17 und kam nicht mehr von den Abstiegsrängen weg. Trotzdem hielt das Präsidium lange an Sepp Stabel fest, da es beim FCH zuvor eine hohe Fluktuation auf der Trainerposition gegeben hatte.[6] Am 11. April 1990 wurde er doch entlassen. Co-Trainer Manfred Lenz hatte Stabel wegen Krankheit am 7. April beim Spiel gegen den Karlsruher SC auf der Trainerbank vertreten. Homburg gewann mit 2:0, was den ersten Sieg nach zuvor zehn sieglosen Spielen bedeutete. Die Vereinsführung entschied sich daraufhin, Lenz weiterhin als Cheftrainer zu beschäftigen.[7] Der FCH lag zum Zeitpunkt der Trennung auf dem letzten Tabellenplatz.

In der Saison 1991/92 war er Coach beim Südwest-Oberligisten FK Pirmasens,[8] 1992/93 übernahm er wieder das Training beim TuS Hohenecken.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stabel war früher auch als Leichtathlet aktiv.[9]

Noch zu aktiven Zeiten als Torwart des FCK eröffnete er den „Sport-Shop Sepp Stabel“ in Kaiserslautern.[10]

Im November 2002 kandidierte Stabel erfolglos für einen Platz im Aufsichtsrat des FCK.[11]

Seit 1995 arbeitet er bei der Erico GmbH im Bereich Befestigungstechnik, zuletzt als Verkaufsleiter.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Spielstatistik: 1. FC Kaiserslautern – Diosgyor VTK 6:1 (0:0). (Memento des Originals vom 4. März 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fussballdaten.de fussballdaten.de, abgerufen am 26. Februar 2015.
  2. Wolfgang Kreilinger, Peter Lenk, Bernd Endres: Bastion Betzenberg. Taunusstein: Deutscher Fussballsport-Dasbach-Verlag, 1991; ISBN 3-928231-12-X; S. 28.
  3. Hennes-Weisweiler-Akademie: Die Absolventen des 25. Lehrgangs. (Memento vom 25. Dezember 2013 im Internet Archive) Deutscher Fußball-Bund e.V., abgerufen am 26. Februar 2015.
  4. Wolfgang Kreilinger, Peter Lenk, Bernd Endres: Bastion Betzenberg. Taunusstein: Deutscher Fussballsport-Dasbach-Verlag, 1991; ISBN 3-928231-12-X; S. 182 f.
  5. Betze Legends 88/89: Saisonmomente - 1.FC Kaiserslautern ( mit Wuttke & Co). Video auf Youtube.com, hochgeladen am 26. März 2010.
  6. Kicker-Sonderheft 90/91, S. 120
  7. Elmar Redemann: Im RS vor 20 Jahren: Dirk Hupe – „Kölner Zeus“ und „Obergott“. RevierSport, 14. April 2010
  8. www.archiv.fk-pirmasens.com: Trainer beim FK Pirmasens@1@2Vorlage:Toter Link/www.archiv.fk-pirmasens.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Peter Lenk, Gerhard Reuther: Die Fußball-Könige aus der Pfalz: 1. Fussball-Club Kaiserslautern. Taunusstein: Der Deutsche Fussballsport, Dasbach, 1978; DNB 790744554; S. 61.
  10. „10 Jahre Damenfußball 1970–1980“ (Anzeige).
  11. Frank Hellmann: Beck und Briegel als Helden der Befreiungsschlacht. (Memento vom 12. Juni 2008 im Internet Archive) faz.net, 7. November 2002; abgerufen am 26. Februar 2015.