Josef Wenzl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Josef Wenzl Skilanglauf
Josef Wenzl, Sandnes 2009
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 20. Dezember 1984
Geburtsort Zwiesel
Karriere
Verein Skiclub Zwiesel
Trainer Bernd Raupach & Cuno Schreyl
Status aktiv
Medaillenspiegel
DM-Medaillen 4 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Skilanglauf-U23-Weltmeisterschaften
Silber 2006 Kranj Sprint
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 14. Dezember 2004
 Gesamtweltcup 19. (2013/14)
 Sprintweltcup 3. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennnen 1 2 2
 Teamsprint 0 0 1
Platzierungen im Marathon Cup
 Debüt im Marathon Cup 9. März 2014
letzte Änderung: 22. August 2015

Josef Wenzl (* 20. Dezember 1984 in Zwiesel) ist ein deutscher Skilangläufer. Er ist ein Sprintspezialist, der kaum über die längeren Distanzen startet. Wenzl ist Mitglied des Zoll Ski Teams der Bundeszollverwaltung und wird somit als Beamter des einfachen Zolldienstes geführt.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Wenzl begann im Alter von sechs Jahren mit dem Skilanglauf. Im Alter von 14 Jahren startete er erstmals erste bei regionale Rennen.[2] Er spezialisierte sich auf die Disziplin Sprint. Sein Debüt im Skilanglauf-Weltcup gab er am 14. Dezember 2004 im italienischen Asiago. Seine ersten Weltcuppunkte holte er im Dezember 2005 in Nove Mesto mit dem 18. Rang im Sprint. Im selben Monat wurde er Deutscher Meister im Sprint. Bei den U23 Weltmeisterschaften 2006 in Kranj holte er die Silbermedaille im Sprint. In der Saison 2006/07 qualifizierte er sich mit zwei Top-Ten-Platzierungen im Weltcup (Sechster in Düsseldorf und Achter im russischen Rybinsk) für die Weltmeisterschaften 2007 in Sapporo und erreichte dort im Sprint den 14. Platz. Bei den U23 Weltmeisterschaften 2007 in Tarvisio errang er den 16. Platz im Sprint. Am 27. Oktober 2007 gelang ihm in Düsseldorf mit seinem ersten Weltcupsieg der endgültige Durchbruch. Eine Schulterverletzung durch einen Trainingsunfall am 27. November 2007 zwang ihn dann zu einer circa zweimonatigen Wettkampfpause.[3]

Nachdem anfänglich davon ausgegangen wurde, dass die Saison für ihn beendet sei, konnte er am 27. Januar 2008, nur sieben Wochen nach der Schulteroperation, beim FIS Weltcup im kanadischen Canmore starten und erreichte bereits wieder das Finale des Freistil-Sprints (Fünfter Platz im Endklassement). Sein Trainer Jochen Behle sprach von einer „Wunderheilung“.[4] Die Saison beendete er auf den 16. Rang im Sprintweltcup. Nach schwachen Beginn in die Saison 2008/09 mit zwei Platzierungen außerhalb der Punkteränge, kam er in Davos auf den fünften und in Vancouver auf den dritten Platz im Sprint. Im Januar 2009 wurde er deutscher Meister im Sprint. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2009 in Liberec belegte er den 24. Rang im Sprint. Im Sprintweltcup errang er den 21. Platz. In der Saison 2009/10 erreichte er bei sieben Einzelsprintteilnahmen im Weltcup, zweimal die Punkteränge und einmal eine Platzierung unter den ersten Zehn. In Rybinsk belegte er zusammen mit Tim Tscharnke[5] den dritten Rang im Teamsprint. Im Februar 2010 kam er bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver auf den 31. Platz im Sprint. Im selben Monat wurde er im Sprint und zusammen mit Michael Schnetzer im Teamsprint deutscher Meister. Im folgenden Jahr erreichte er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo den 39. Platz im Sprint. In der Saison 2011/12 errang er bei acht Sprintteilnahmen im Weltcup, siebenmal die Punkteränge. Beim Sprint in Mailand belegte er den zweiten Platz und beendete die Saison auf den 15. Rang im Sprintweltcup. In der folgenden Saison erreichte er bei vier Einzelsprintteilnahmen im Weltcup nur einmal die Punkteränge. Seine bisher beste Weltcupsaison absolvierte er 2013/14. Bei allen sieben Einzelsprints kam er in die Punkteränge. Dabei belegte er beim Sprint in Szklarska Poreba den zweiten Rang und in Toblach den dritten Platz. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi erreichte er wie vier Jahre zuvor den 31. Platz im Sprint. Im März 2014 wurde er bei den Deutsche Skilanglauf-Meisterschaften 2014 in Rohrmoos zusammen mit Sebastian Eisenlauer Meister im Teamsprint. Die Saison beendete er auf den dritten Rang im Sprintweltcup. Diese guten Ergebnisse konnte er in der Folgesaison 2014/15 nicht wiederholen. Sein bestes Einzelresultat in der Saison war der 30. Platz beim Sprint in Davos.

Wenzl nahm bisher an 13 Rennen des Alpencups teil. Dabei holte er im Februar 2009 beim Sprint in Zwiesel seinen bisher einzigen Alpencupsieg.

Privat[Bearbeiten]

Josef Wenzl startet für den Skiclub Zwiesel. Nach seinem Realschulabschluss bewarb er sich beim Zoll, denn er wurde aufgrund seiner Erfolge ins Skiteam aufgenommen. In Bärnzell betreiben seine Eltern einen Erlebnisbauernhof Wenzl und der Hof wird voll bewirtschaftet.[2]

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Nordische Skiweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Land Distanz
1
27. Oktober 2007 Düsseldorf DeutschlandDeutschland Deutschland Sprint

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 15. Februar 2009 DeutschlandDeutschland Zwiesel Sprint Freistil Alpencup

Deutsche Meisterschaften[Bearbeiten]

Logo DSV.svg Deutsche Meisterschaften
Silber DeutschlandDeutschland 2006 München Silber im Sprint Freistil
Gold DeutschlandDeutschland 2009 Isny Gold im Sprint Freistil
Silber DeutschlandDeutschland 2009 Isny Silber im Teamsprint Freistil mit Thomas Freimuth
Bronze DeutschlandDeutschland 2009 Hinterzarten Bronze in der Staffel Freistil mit Florian Rohde, Marcus Enders
Gold DeutschlandDeutschland 2011 Willingen Gold im Sprint Freistil
Gold DeutschlandDeutschland 2011 Willingen Gold im Teamsprint Freistil mit Michael Schnetzer
Gold DeutschlandDeutschland 2014 Oberstdorf Gold im Teamsprint Freistil mit Sebastian Eisenlauer

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappenrennenb Gesamt Team
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 1 1
2. Platz 2 2
3. Platz 2 2 1
Top 10 13 13 5
Punkteränge 39 39 12 2
Starts 1 1 2 66 1 71 12 2
Stand: Saisonende 2014/15
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z.B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten]

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2005/06 33 104. - - 33 45.
2006/07 105 50. - - 105 24.
2007/08 163 43. - - 163 16.
2008/09 115 57. - - 115 21.
2009/10 51 94. - - 51 45.
2010/11 74 71. - - 74 33.
2011/12 207 46. 1 97. 206 15.
2012/13 16 127. - - 16 74.
2013/14 306 18. - - 306 3.
2014/15 1 156. - - 1 97.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2014: Goldener Ski[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Profil von Josef Wenzl
  2. a b c Josef Wenzl. In: Internationales Sportarchiv 37/2011 / Munzinger-Archiv. 13. September 2011. Abgerufen am 19. August 2015.
  3. Josef Wenzl muss sich an der Schulter operieren lassen xc-ski.de (29. November 2007)
  4. Deutsche Starter sind zufrieden rp-online.de (27. Januar 2008)
  5. Ergebnis Teamsprint Rybinsk 2010
Diese Seite befindet sich derzeit im Review-Prozess
QSicon in Arbeit.svg Diese Seite befindet sich derzeit im Review. Sag dort deine Meinung zum Artikel und hilf mit, ihn zu verbessern!