Josephinische Kolonisation

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Als Josephinische Kolonisation wurde in Österreich-Ungarn und in Ostmitteleuropa ein von Kaiser Joseph II. initiiertes Projekt zur Ansiedlung von Deutschen in neuerworbenen Gebieten im Osten der Monarchie bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besiedelt wurden vor allem Gebiete in Galizien. Die angeworbenen Siedler kamen großteils aus Süddeutschland. So siedelten sich beispielsweise Pfälzer Schwaben 1783 aufgrund des Ansiedlungspatents Josefs II. vom September 1781 in Ostgalizien an und gründeten dort Reihendörfer und Tochtersiedlungen (siehe z. B. Kalusch in Ostgalizien, heute Ukraine).

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wanderten viele Siedler nach Kanada aus. Die verbliebenen Siedler wurden nach dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939, durch den das Gebiet an die Sowjetunion fiel, ausgesiedelt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raimund Friedrich Kaindl: Geschichte der Deutschen in den Karpatenländern, Bd. 3: Geschichte der Deutschen in Galizien, Ungarn, der Bukowina und Rumänien seit etwa 1770 bis zur Gegenwart. Perthes, Gotha 1911.

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