Joseph Anton Fischer

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Joseph Anton Fischer (* 28. Februar 1814 in Oberstdorf; † 28. März 1859 in München) war ein deutscher Kunstmaler, der als Vertreter der Kunstrichtung der Nazarener gilt.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Zeichenschule von Ignaz Schraudolph kam Fischer 1831 an die Kunstakademie München zu Joseph Schlotthauer (Historienmalerei). Mit 18 Jahren ging Fischer im Auftrag von Kronprinz Maximilian nach Mittelitalien, um bedeutende Kunstwerke von Raffael zu kopieren.
Zurück in Deutschland, malte Fischer im Jahre 1835 für Prof. Heinrich von Hess Kartons für Fenster der Mariahilfkirche im Münchner Stadtteil Au. Die Kartons fielen, wie die Glasfenster selbst (bis auf Die Anbetung der Könige), dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.

Es folgten weitere Reisen in den 1840er Jahren nach Italien. Fischer hielt sich auch öfter in seinem Geburtsort Oberstdorf und im Schwefelbad Tiefenbach auf. Er litt an Magenbluten und war am Ende seiner Kräfte. 1859 starb Fischer. Sein Nachlass, für ein Fischer-Museum in Oberstdorf gedacht, ist zum größten Teil verbrannt (1865, beim sog. Großen Brand).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Königlich-Preußische Goldmedaille für bildende Kunst (1853)
  • Ehrenmitgliedschaft der Münchner Akademie (1855)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Pecht: Fischer, Josef Anton. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 77.
  • Joseph Anton Fischer, 1814 – 1859, Leistung und Schicksal eines Allgäuer Künstlers von Christian Arnold in Allgäuer Heimatbücher, 64. Bändchen, Verlag für Heimatpflege, Kempten 1961.
  • Josef Anton Fischer, 1814 – 1859, Ein Oberstdorfer Künstler, Bildband, Hrsg. Heimatmuseum Oberstdorf, 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joseph Anton Fischer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quelle und Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]