Joseph Anton Kruse

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Joseph Anton Kruse (* 8. Juni 1944 in Dingden/Kreis Borken, heute Hamminkeln) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und war der langjährige Direktor des Heinrich-Heine-Instituts in Düsseldorf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch in Dingden, Bocholt, St. Arnold bei Rheine und Bad Driburg begann Joseph Anton Kruse 1963 eine auf den beiden letztgenannten gymnasialen Stationen vorbereitete geistliche Ausbildung am Missionspriesterseminar der Steyler Missionare in St. Augustin bei Bonn und studierte von 1965 bis 1969 Germanistik, Katholische Theologie, Philosophie und Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er 1972 bei Manfred Windfuhr mit einer Arbeit über Heinrich Heine promoviert wurde. Dieser fachlichen Ausrichtung ist er zeit seines Lebens treu geblieben.

Von 1972 bis 1973 arbeitete Kruse als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Manfred Windfuhr an der historisch-kritischen Düsseldorfer Heine-Ausgabe, diente vorübergehend als Referendar im Höheren Schuldienst am St. Hildegardis-Gymnasium Duisburg und übernahm bei Wilhelm Gössmann eine Stelle als Wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Rheinland in Neuss. Im Herbst 1975 wurde er als Nachfolger von Eberhard Galley zum Direktor des fünf Jahre zuvor verselbständigten Düsseldorfer Heinrich-Heine-Instituts berufen, das sich stetig zum Literaturmuseum wie Kulturarchiv für die rheinisch-bergische Region entwickelte. Er versah diese ihn erfüllende Lebensaufgabe 34 Jahre bis zur pensionsbedingten Zäsur im Sommer 2009. In dieser produktiven Zeitspanne trat er als Wahrer und Mehrer jener institutionell einmaligen Sammlungs- wie Forschungseinrichtung hervor. Parallel lehrte Kruse zudem am Germanistischen Seminar der seit 1988/89 nach Heinrich Heine benannten Universität Düsseldorf. Er wurde dort bereits 1986 mit einer Honorarprofessur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft betraut. 1990 unterrichtete er überdies als Gastprofessor am Department of Germanic Studies der University of Maryland College Park und als Max Kade Visiting Professor für 2007 am German Studies Department des Dartmouth College in Hanover/New Hampshire, beide Male in den USA.

Kruse erwies sich vor allem als prägender Heine-Kenner und setzte als Herausgeber und Forscher bleibende Maßstäbe. Auch die literarischen Zeitgenossen Heines fanden dabei erhöhte Zuwendung, wie die weithin beachteten zahlreichen Ausstellungen, Kolloquien und Veröffentlichungen des Heine-Instituts illustriert haben. Dabei baute er gleichzeitig als Sachwalter für Heine, aber auch für Schumann und andere Schwerpunkte seines Hauses einen weltweiten Forscherdialog auf.

Kruse übte seit 1977 verschiedene Funktionen in der Heinrich-Heine-Gesellschaft, Düsseldorf, aus, zuerst als deren 2. Vorsitzender, dann viele Jahre als ihr Geschäftsführer und schließlich von 2004 bis 2016 als 1. Vorsitzender; 2017 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Daneben war er in der Düsseldorfer Volksbühne e.V. engagiert: von 2003 bis 2016 hatte er den Vorsitz dieser Besucherorganisation inne, verblieb danach bis 2019 im Vorstand und wurde als Ehrenvorsitzender verabschiedet. Ehrenamtliche Vorstandstätigkeiten versah er unter anderem ebenso in der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) in Berlin, im Haus der Sprache und Literatur in Bonn sowie im LiteraturRat NRW. Auch dem Ausschuss des Kleist-Museums in Frankfurt/Oder galt bis zu dessen 2019 erfolgten Umwandlung zur Stiftung sein Einsatz; er ist nunmehr Mitglied des Förderkreises. Schließlich gehört er seit 2014 zum Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Theodor-Fontane-Archivs zu Potsdam.

Von 1977 bis 2009 gab er das zentral bedeutende Heine-Jahrbuch heraus, von 1978 bis 2009 die Heine-Studien sowie weitere wichtige Reihen des Heine-Instituts, die auch übrige Sammelschwerpunkte und Themenschätze reichhaltig dokumentieren.

Kruses hohes Ansehen in der internationalen Fachwelt und Öffentlichkeit beruht nicht allein auf seiner wissenschaftlichen Autorität als anerkannter Sachwalter Heines, sondern auch auf einer inspirierenden Reihe eigener literarischer Arbeiten, die Empathie und Lebendigkeit vermitteln.

Seit 2010 lebt er in Berlin; 2014 erschien im Verlag Edition Virgines seine Autobiographie.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesverdienstkreuz am Bande (1994)[1]
  • Chevalier dans l’Ordre Palmes Académiques (1995)[1]
  • Heinrich-Heine-Taler (2017 neu geschaffen und gemeinsam von Heine-Gesellschaft und Heine-Institut vergeben)

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht über die sämtlichen Veröffentlichungen bis 2003[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Hollender: Solche Bücher läßt du drucken!: Bibliographie Joseph A. Kruse 1966 bis 2003, Anhang zur Festschrift für Joseph A. Kruse. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2004 [169 S., 846 verzeichnete Nummern bzw. Titel]., ISBN 3-89528-466-1.

Aufsätze und Beiträge 2003–2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsch-französische Erfahrungen und/oder Erfindungen. Heines Besucher in Paris von 1831 bis 1848. – In: Forum Vormärz Forschung 8 (2002) [ersch. 2003], S. 51–78.
  • Der Schriftsteller Herbert Eulenberg (1876–1949). Ein „Ehrenbürger der Welt“ aus Kaiserswerth am Rhein. – In: Geschichte im Westen. Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte 18 (2003), S. 116–123.
  • „Wahrlich der alte, gutherzige Vater Rhein kann’s nicht leiden, wenn seine Kinder weinen“. Heine, die Rheinromantik und der „Rabbi von Bacherach“. – In: Rheinische Heimatpflege 40, 3 (2003), S. 161–172.
  • Heines „Rabbi von Bacherach“ als Exempel existenzieller Übergänge. – In: AGORÁ. Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e.V. 10, 5 (2003), S. 30–34.
  • Verborgene Lesarten. Norbert Altenhofers Beitrag zur Heine-Forschung. – In: Renate Heuer (Hg.): Verborgene Lesarten. Neue Interpretationen jüdisch-deutscher Texte von Heine bis Rosenzweig. Frankfurt/New York 2003, S. 59–72.
  • Mutmaßungen und zweifelhafte Dokumente innerhalb der Heine-Biographie. Ein Bericht aus dem Heine-Archiv, Düsseldorf. – In: M.H. Gelber (Hg.): Confrontations, Accomodations. German-Jewish Literary and Cultural Relations from Heine to Wassermann. Tübingen 2004, S. 57–67.
  • Immermanns „Theaterdiarium“ (1834/35) – In: Immermann-Jahrbuch 5 (2004), S. 55–67.
  • Bemühte Exempel: Historiendichtung und Regionalforschung. Der Bestand zu Vincenz von Zuccalmaglio (samt Beigaben) im Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf. – In: G. Cepl-Kaufmann / H.-S. Lange (Hg.): Kultur und bürgerlicher Lebensstil im 19. Jahrhundert. Die Zuccalmaglios. Grevenbroich 2004, S. 30–36.
  • „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“. Heine und die Folgen. – In: M. Kramp / M. Schmandt (Hg.): Die Loreley. Ein Fels im Rhein. Ein deutscher Traum. Mainz 2004, S. 67-63.
  • Heines Zukunft: ambivalente Perspektiven. – In: R. Görner (Hg.): Politics in literature: studies on a german preoccupation from Kleist to Amery. München 2004, S. 40–51.
  • Heinrich Heine – ein Deutscher in Frankreich. – In: E. Spohr / H. Küffner (Hg.): Düsseldorf. Eine Stadt zwischen Tradition und Vision. Düsseldorfer von Welt. Kleve 2004, S. 158–179.
  • Ironie und Distanz bei Heine. – In: Heine-Jahrbuch 43 (2004), S. 238–243.
  • „Aber ‚Allah‘, welch ein Anblick!“ Heinrich Heine und der Islam. – In: Heine-Jahrbuch 44 (2005), S. 94–112.
  • Warum Heine heute? – In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beiblatt zur Wochenzeitung „Das Parlament“ (Bonn), 16. Januar 2006, S. 10–18.
  • Befreiungskrieg der Menschheit. Heines Vorstellung von der Aufgabe des Schriftstellers. – In: Die Politische Meinung, 51. Jg., Nr. 436, März 2006, S. 73–78.
  • Auf die Berge will ich steigen [über Heines Harzreise]. – In: Waldung. Magazin für Wald, Wandern, Wissen. Hg. v. N. Theile, Köln. Heft 1 (2006), S. 26–43 [einzige Nummer].
  • „Spinnwebig“. Heines Wissenschaftssatire. – In: D. v. Engelhardt / H. Wißkirchen (Hg.): Von Schillers Räubern zu Shelleys Frankenstein. Wissenschaft und Literatur im Dialog um 1800. Stuttgart/New York 2006, S. 179–190.
  • Die Unsterblichkeit der Familie. Über Heinrich Heines Herkunft und Verwandtschaft. – In: N. Kaplansky / E. Moatti / I. Shedletzky (Hg.): Heinrich Heine in Jerusalem. Internationale Konferenz 2001. Hamburg 2006, S. 14–41.
  • Bildergeschichten. Über Varianten von Heine-Porträts nebst einigen Variationen ihrer Überlieferung. – In: Ch. Liedtke (Hg.): Heinrich Heine im Porträt. Wie die Künstler seiner Zeit ihn sahen. Hamburg 2006, S. 75–84.
  • Das Heinrich-Heine-Institut der Landeshauptstadt Düsseldorf als „Kulturarchiv“. – In: Der kulturhistorische Auftrag. Dokumentationsinteresse und Bestandsergänzung. Landschaftsverband Rheinland, Archivhefte 37. Bonn 2006, S. 89–97.
  • Heines Enkelinnen. [Grußwort zur Verleihung der Ehrengabe der Heine-Gesellschaft an Alice Schwarzer am 17. Februar 2006]. – In: Heine-Jahrbuch 45 (2006), S. 260–265.
  • „Der Dichter versteht sehr gut das symbolische Idiom der Religion“. Über Heines kritisch-produktives Verhältnis zu religiösen Traditionen. – In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 58, 4 (2006), S. 289–309.
  • „An die schöne Tante“. Heinrich Heine „zu Ehren“ von Betty Heine. – In: V. Kaukoreit / M. Atze / M. Hansel (Hg.): „Aus meiner Hand dies Buch…“. Zum Phänomen der Widmung. Wien 2007, S. 147–154.
  • Nachdenken über Denkworte: „Ludwig Marcus“ als Klammer zur „Lutezia“. – In: A. Pistiak / J. Rintz (Hg.): Zu Heinrich Heines Spätwerk „Lutezia“. Kunstcharakter und europäischer Kontext. Berlin 2007, S. 211–227.
  • „Dichterliebe“. Über Heines Gedichte „An die Mouche“. – In: H. Herwig / V. Kalisch / B. Kortländer / J.A. Kruse / B. Witte (Hg.): Übergänge. Zwischen Künsten und Kulturen. Internationaler Kongress zum 150. Todesjahr von Heinrich Heine und Robert Schumann. Stuttgart/Weimar 2007, S. 685–699.
  • Vom Rhein zur Nordsee. Zu Heines weiblichen Wasserwesen und ihrer Wirkung bis heute. – In: L. Jordan (Hg.): Die unheimliche Wirkung der Wasserfrauen. Begleitbuch zur Ausstellung „Lorelei, Undine, Melusine und andere Wassergeister“ des Kleist-Museums. Frankfurt (Oder) 2007, S. 29–35.
  • Bedeutungsvielfalt. Gedanken aus Anlass der Fragmente einer Arbeitshandschrift von Heines Versepos „Deutschland. Ein Wintermährchen“. – In: S. Brenner-Wilczek / S. Singh (Hg.): „…das hohe Geistergespräch“. Über Literatur im musealen und digitalen Raum. Bielefeld 2008, S. 33–36.
  • Dem ersten Satz folgt das Tohuwabohu oder Anfang gut, Ende offen. – In: „Der schönste erste Satz“. Eine Auswahl […]. Hg. v. der Initiative Deutsche Sprache u. der Stiftung Lesen. München 2008, S. 82–85.
  • Frieda v. Oppeln: „Die klugen und die thörichten Jungfrauen“ (1928). Ein Immermann-Roman als Buch über die Gräfin von Ahlefeldt. – In: Immermann-Jahrbuch 9 (2008), S. 75–96.
  • Heinrich Heine und der Orient. – In: Ch. Goer / M. Hofmann (Hg.): Der Deutschen Morgenland. Bilder des Orients in der deutschen Literatur und Kultur von 1770 bis 1850. München 2008, S. 165–178.
  • Heinrich Heine über Schlaf und Traum. Heinrich Heine on sleep and dreams. – In: Somnologie. Schlafforschung und Schlafmedizin 12, 1 (2008), S. 85–90.
  • Heines Opium. Private Erfahrung und tradierte Religionskritik (z. B. durch Achim von Arnim). – In: D. Goltschnigg / Ch. Grollegg-Edler / P. Revers (Hg.): Harry … Heinrich … Henri … Heine. Deutscher, Jude, Europäer. Grazer Humboldt-Kolleg, 6.–11. Juni 2006. Berlin 2008, S. 181–190.
  • Vom Traum zur Karikatur. Der Kölner Dom im Urteil der Droste. – In: I. Bodsch in Verb. mit C. Ilbrig, J. Grywatsch u. B. Kortländer (Hg.).: „Die Reise nach dem Mond“. Annette von Droste-Hülshoff im Rheinland. [Begleitbuch zur Ausstellung des StadtMuseums Bonn]. Bonn 2008, S. 85–93.
  • „Eine Feuerzangenbowle hat es in sich“. Die „Lausbüberei in der Kleinstadt“ als großer Wurf. [Nachwort]. – In: Heinrich Spoerl: Die Feuerzangenbowle. Eine Lausbüberei in der Kleinstadt [Text nach 1. Originalausgabe v. 1933]. Düsseldorf 2008, S. 205–216.
  • Der bergische Heine und seine jüdische Leserschaft. – In: B. Fleermann / U. Schrader (Hg.): Jüdischer Alltag. Geschichte und Kultur der Juden im Bergischen Land von 1500 bis zur Gegenwart. Wuppertal 2009, S. 104–119.
  • Absicht und Zufall. Das Beaumarié-Album als Dokument europäischer Kultur (1837–1856). – In: Patrimonia 340, hg. v. der Kulturstiftung der Länder in Verb. mit dem Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf 2009, S. 6–13.
  • „Ja, die Weiber sind gefährlich“ – Heines ambivalente Frauenbilder. – In: „Vielleicht ist die Wahrheit ein Weib…“. Frauengestalten des Mythos im Zwielicht. – In: G. Uerscheln (Hg.): Köln 2009, S. 122–128.
  • Themenfunde, Titelkünste, Wortabgründe. Ursula Krechel schreibt uns auf faszinierende Weise eine schwierige Erkenntnis nach der anderen ins Stammbuch. – In: d.lit.-Literaturpreis der Stadtsparkasse Düsseldorf 2009. Düsseldorf 2009, S. 8–15.
  • Auf eine finstere Zeit bezogen. Die Shoah in autobiographischen und literarischen Heine-Verweisen bei den Franzosen Ernest Weill und Gilles Rozier. – In: M.H. Gelber / J. Hessing / N. Jütte in Verb. mit D. Bitzer / D. Vogel / M. Wirtz (Hg.): Integration und Ausgrenzung. Studien zur deutsch-jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Fs. für H. O. Horch z. 65. Geburtstag. Tübingen 2009, S. 483–491.
  • Heine und Remarque. „Soldaten im Befreiungskrieg der Menschheit“? – In: Erich Maria Remarque Jahrbuch / Yearbook XIX (2009), S. 34–45.
  • Der stumme Diener: Unser Computer. – In: Mag ik je voorzichtig op mijn bestaan wijzen. Een vriendenboek voor Nop Maas [zum 60. Geburtstag]. Haarlem 2009, S. 126–135.
  • „Daß einer es läse“. Emil Barths Droste-Gedicht „Meersburg“ als Beispiel seiner skeptischen Sinnsuche. – In: Ernst Meister Jahrbuch 12 (2005–2009), S. 11–21.

Aufsätze und Beiträge seit 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Spoerl, Christian Heinrich. – In: Neue Deutsche Biographie Bd. 24, Berlin 2010, S. 732f.
  • Max Heine in der Fremde. Berichte des Dichterbruders über die Türkei und Rußland. – In: F. Knopper / J. Mondot (Hg.): Hommage à Alain Ruiz. Bordeaux 2010, S. 281–295.
  • <Textlücke>. Ein bisher verschollenes Bruchstück aus dem „Memoiren“-Fragment Heinrich Heines. – In: Heine-Jahrbuch 49 (2010), S. 229–241.
  • Auch ein Beitrag zum Thema >>…kommen Sie, Cohn<<. Einige Bemerkungen über Fontanes zu Unrecht vergessenen Weggefährten Gustav Karpeles. – In: Fontane-Blätter 91 (2011), S. 132–143.
  • Verbündete. Französische Präsenz in deutschen literarischen Gesellschaften (samt einigen Blicken darüber hinaus). – In: V. Liard / M. George (Hg.): Spiegelungen – Brechungen. Frankreichbilder in deutschsprachigen Kulturkontexten. Berlin 2011, S. 401–412.
  • Die Ausarbeitung einer profilierten schriftstellerischen Identität. Zur Variation von Heines autobiographischer Prosa (mit einem Blick auf einige Heine-Ausgaben). – In: F. Clara / M. Ribeiro Sanches / M. Matos (Hg.): Várias Viagenes. Fs. für Alfred Opitz. Lissabon 2011, S. 63–77.
  • Richters „Wald“ und Heines „Waldung“. Wie ein Dichter in die Textlegenden eines Künstlers gerät. Mit 5 Abb. – In: B. Mauer (Hg.): Das Heute hat Geschichte. Forschungen zur Geschichte Düsseldorfs, des Rheinlands und darüber hinaus. Fs. für Clemens von Looz-Corswarem z. 65. Geb. Essen 2012, S. 515–534.
  • Heine, Preußen und Berlin. – In: Heine-Jahrbuch 51 (2012), S. 1–20.
  • Himmel und Hölle. Heinrich Heines Hamburg. – In: B. Borowka-Clausberg (Hg.): Salomon Heine in Hamburg. Geschäft und Gemeinsinn. Göttingen 2013, S. 32–63.
  • Für und über Musik. Wagners schriftstellerische Arbeit. – In: M. Beiche / A. Koch (Hg.): „Eine neue poetische Zeit“. 175 Jahre Neue Zeitschrift für Musik. Mainz 2013, S. 378–388.
  • „Das sieht so affektirt aus“. Dandyhafte Bezüge und Strategien bei Heinrich Heine. – In: J.H. Knoll / A.-D. Ludewig / J.H. Schoeps (Hg.): Der Dandy. Ein kulturhistorisches Phänomen im 19. Und 20. Jahrhundert. Berlin 2013, S. 139–158.
  • „Und erkannte Joseph nicht mehr im Dunkeln“. Patrick Roths Josephs-Gestalt im „Sunrise“-Roman und ihr Beziehungsreichtum. – In: M. Kopp-Marx / G. Langenhorst (Hg.): Die Wiederentdeckung der Bibel bei Patrick Roth. Von der „Christus-Trilogie“ bis „SUNRISE. Das Buch Joseph“. Göttingen 2014, S. 145–171.
  • Rheinische Patienten. Pathographien zu Robert Schumann und Heinrich Heine. – In: Th. Halling / F.H. Moll (Hg.): Urologie im Rheinland. Ort und Raum in der Medizingeschichte. Mit 119 Abb. Berlin / Heidelberg 2014, S. 157–177.
  • Was sich nicht gehört: Assoziationen zu Heinrich Heine. – In: D. Loschelders / L. Michael (Hg.): Düsseldorfer Vorträge zum Versicherungsrecht  2013. Karlsruhe 2014, S. 1–14.
  • Doppelsinn der Töne. Zur Versprachlichung musikalischer Absichten bei Schumann. – In: Th. Synofzik / U. Scholz (Hg.): Schumann-Studien 11. Sinzig 2015, S. 271–284.
  • „Hört es, hört, ich bin ein Bär!“ Heinrich Heine und die Mendelssohns. – In: Mendelssohn-Studien 19 (2015), S. 95–117.
  • „Nützlichkeitssystem“. Heines Nachlassgedicht „Beine hat uns zwey gegeben“ mit seinen lyrischen Bemerkungen zum urologischen Bereich. – In: Der Urologe Bd. 54, H. 8 (2015), S. 1136–1146.
  • Heinrich Heine und die Religion(en). – In: Stimmen der Zeit Bd. 234, H. 5 (2016), S. 335–345.
  • Karl Immermanns „Merlin. Eine Mythe“ im Kontext auktorialer Individualität und externer Motivgeschichte. – In: S. Brenner-Wilczek / P. Hasubek / J.A. Kruse (Hg.): Immermanns theatralische Sendung. Karl Leberecht Immermanns Jahre als Dramatiker und Theaterintendant in Düsseldorf (1827–1837). Frankfurt a. Main u. a. 2016, S. 57–82.
  • Kaiserin Elisabeth von Österreich – Heines royale Verehrerin. – In: B. Borowka-Clausberg (Hg.): Salonfähig. Frauen in der Heine-Zeit. Heidelberg 2016, S. 133–147.
  • Wo lag Krähwinkel? Eine literaturwissenschaftliche Suche. – In: Flandziu. Halbjahresblätter für Literatur der Moderne. NF Jg. 8, H. 2 (2016), S. 73–86.
  • Die lyrische Rheinlandschaft. – Flandziu. NF Jg. 8, H. 2 (2016), S. 97–111.
  • Menschlichkeit und Toleranz. Geistliche Szenen und Spee-Bezüge in Ricarda Huchs Darstellung des Dreißigjährigen Krieges. – In: Spee-Jahrbuch 23/24 (2016/2017), S. 107–124.
  • Von der großen Idee bis zur kleinen Form. Über Heines Fragmente. – In: H. Delf von Wolzogen / Ch. Hehle (Hg.): Formen ins Offene. Zur Produktivität des Unvollendeten. Berlin/Boston 2018, S. 210–223.
  • Poetisch-religiöse Vorratskammer. Die Hebräische Bibel bei Goethe und Heine. – In: A.-D. Ludewig / St. Höhne (Hg.): Goethe und die Juden – Die Juden und Goethe. Beiträge zu einer Beziehungs- und Rezeptionsgeschichte. Berlin/Boston 2018, S. 69–80.
  • Nach-Gedacht: „Heinrich Heines Poetik der Stadt“. – In: R. Schiffter / S. Bierwirth / A. Pistiak (Hg.): Heinrich Heine. Miszellen aus Berlin. Berlin 2018, S. 218–279.
  • Mutiges Mitleid. Friedrich Spee SJ in Ricarda Huchs Werk über den Dreißigjährigen Krieg. – In: Stimmen der Zeit Bd. 236, H. 11 (2018), S. 814–822.
  • Prügelknaben. Exempel bei Luther, Moritz und Heine. – In: Heine-Jahrbuch 58 (2019), S. 64–71.
  • Steigende Erinnerungstendenz. Albert Vigoleis Thelen als Garant für manchen Lesegenuss. – In: Flandziu NF Jg. 11, H. 2 (2019), S. 85–97.
  • Simon von Geldern (1720–1788), der Morgenländer. – In: J.H. Schoeps / Th.L. Gertzen (Hg.): Grenzgänger. Jüdische Wissenschaftler, Träumer und Abenteurer zwischen Orient und Okzident. Berlin/Leipzig 2020, S. 310–333.
  • „Wahrlich, wenn Christus noch kein Gott wäre, so würde ich ihn dazu wählen.“ Über Heinrich Heines Verhältnis zum Christentum. - In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 72, 2 (2020), S. 113–145.
  • Heinrich Heine (1797–1856). – In: N.O. Eke (Hg.): Vormärz-Handbuch. Bielefeld 2020, S. 790–796.
  • „An dem Webstuhl des Gedankens“. Überlegungen zu Heine und Fontane. – In: Heine-Jahrbuch 59 (2020), S. 85–129.
  • „In dem Dome zu Corduva“. Zu Heines jüdisch-christlich-islamisch geprägtem, zumal andalusischem, Spanien-Bild, – In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 73, 1 (2021), S. 21–38.

Selbständige wissenschaftliche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heines Hamburger Zeit, Hoffmann & Campe Verlag, Hamburg 1972 (= Heine-Studien), zugl. Phil. Diss. Universität Bonn 1972, ISBN 3-455-04015-2.
  • Heinrich Heine. Leben und Werk in Daten und Bildern. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-458-32315-5.
  • Heine und Düsseldorf. Droste Verlag, 2. erweiterte Auflage, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-1096-5.
  • Denk ich an Heine. Biographisch-literarische Facetten. Droste Verlag, Düsseldorf 1986, ISBN 3-7700-0709-3.
  • Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf. Westermann, Braunschweig 1991.
  • Heine-Zeit. Metzler Verlag, Stuttgart und Weimar 1997, ISBN 3-476-01529-7.
  • Heinrich Heine in Potsdam 1829, Band 38, Frankfurter Buntbücher Verlag, Kleist-Museum, Frankfurt/Oder 2004.
  • Heinrich Heine. Leben, Werk, Wirkung, Suhrkamp BasisBiographie, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-18207-2.
  • Heine und die Folgen, Metzler Verlag, Stuttgart und Weimar 2016, ISBN 3-476-02652-3.

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Heine, Reisebilder. Mit einem Nachwort von Joseph A. Kruse und zeitgenössischen Illustrationen, Insel Verlag, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-458-32144-6.
  • Karl Immermann 1796–1840, ein Dichter zwischen Poesie und sozialer Wirklichkeit, Ausstellung des Heinrich-Heine-Instituts, Düsseldorf, 26. August bis 7. Oktober 1980, Hrsg. Joseph A. Kruse.
  • Der späte Heine 1848–1856, Heinrich Heine, Hrsg. v. Gössmann, Wilhelm und Kruse, Joseph A., Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 1982 (=Heine-Studien), ISBN 3-455-09910-6.
  • Das junge Deutschland: Kolloquium zum 150. Jahrestag des Verbots vom 10. Dezember 1835, Düsseldorf, 17. bis 19. Februar 1986. Hrsg. von Joseph A. Kruse und Bernd Kortländer. Verlag Hoffmann & Campe, Hamburg 1987 (= Heine-Studien), ISBN 3-455-09915-7.
  • Literatur: Verständnis und Vermittlung. Eine Anthologie für Wilhelm Gössmann zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Joseph A. Kruse, Klaus-Hinrich Roth und Monika Salmen. Cornelsen, Düsseldorf 1991, ISBN 3-464-59802-0.
  • „Ich Narr des Glücks“: Heinrich Heine 1797 bis 1856. Bilder einer Ausstellung; [11. Mai 1997 bis 20. Juli 1997, städtische Kunsthalle Düsseldorf; 16. September 1997 bis 1. November 1997, Couvent des Cordeliers, Paris] / [Veranstalter Heinrich-Heine-Institut der Landeshauptstadt Düsseldorf und der städtischen Kunsthalle Düsseldorf in Verbindung mit dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf und dem Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof]. Hrsg. von Joseph A. Kruse unter Mitwirkung von Ulrike Reuter und Martin Hollender. Metzler Verlag, Stuttgart und Weimar 1997, ISBN 3-476-01525-4.
  • La Loreley et la liberté: Heinrich Heine (1797 bis 1856); un poète allemand de Paris / éd. par Joseph A. Kruse en collab. avec Ulrike Reuter et Martin Hollender, Ed. Du Cerf, Paris 1997, ISBN 2-204-05799-1.
  • „Ich liebe doch das Leben“. Ein Lesebuch / Heinrich Heine. Hrsg. von Joseph A. Kruse. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1997, ISBN 3-458-16845-1.
  • Burgis Heine: Burgi Kühnemann: Heinrich Heine – Buchkunst, Installation; Ausstellung (u. a.) im Heinrich-Heine-Institut vom 18. Februar – 20. April 1997, Droste Verlag, Düsseldorf 1997, Hrsg. Joseph A. Kruse, ISBN 3-7700-1078-7.
  • Aufklärung und Skepsis. Internationaler Heine-Kongreß 1997 zum 200. Geburtstag. Hrsg. von Joseph A. Kruse, Bernd Witte und Karin Füllner. Metzler Verlag, Stuttgart und Weimar 1998, ISBN 3-476-01621-8.
  • Literatur in den Rheinlanden und in Westfalen, Literatur in Nordrhein-Westfalen, 4 Bde. Texte aus hundert Jahren, Hrsg. Joseph A. Kruse, Norbert Oellers und Hartmut Steinecke, Insel Verlag, Frankfurt am Main 1995–1998, ISBN 3-458-06515-6.
  • Heinrich Heine, Mein Leben. Autobiographische Texte, Hrsg. von Joseph A. Kruse mit zahlreichen Abbildungen, Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2005, ISBN 3-458-34854-9.
  • Heine für Gestreßte, Ausgewählt von Joseph A. Kruse, Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2005, ISBN 3-458-34855-7:
  • Das letzte Wort der Kunst. Heinrich Heine und Robert Schumann zum 150. Todesjahr. Hrsg. von Joseph A. Kruse unter Mitarbeit von Marianne Tilch, in Zusammenarbeit mit Ulrike Groos und Bernard R. Appel. Metzler Verlag und Bärenreiter Verlag, Stuttgart und Kassel 2006, ISBN 3-476-02152-1.
  • Übergänge. Zwischen Künsten und Kulturen. Internationaler Kongress zum 150. Todesjahr von Heinrich Heine und Robert Schumann. Hrsg. von Henriette Herwig, Volker Kalisch, Bernd Kortländer, Joseph A. Kruse und Bernd Witte. Metzler Verlag, Stuttgart und Weimar 2007, ISBN 3-476-02184-X.
  • Heine für Boshafte, Ausgewählt von Marianne Tilch und Joseph A. Kruse, Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2008, ISBN 978-3-458-34973-0.
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Verzeiht den schändlich schlechten Brief, Marianne Tilch und Joseph A. Kruse, Droste Verlag, Düsseldorf 2009, ISBN 3-7700-1354-9.
  • Deutschland. Ein Wintermärchen (mit Christian Liedtke und Maranne Tilch). Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-18906-1.
  • Immermanns theatralische Sendung: Karl Leberecht Immermanns Jahre als Dramatiker und Theaterintendant in Düsseldorf (1827–1837) – Zum 175. Todestag Immermanns am 25. August 2015, Hrsg. Sabine Brenner Wilczek, Peter Hasubek und Joseph A. Kruse, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-631-66687-6.

Selbständige literarische Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gelbe Saison. Erzählung. Braun, Köln 1977, ISBN 3-88097-071-8.
  • Zentaura. Künstlerbuch. Kassette mit 12 Ätzungen von Boris Fröhlich und einem Text von Joseph A. Kruse im Handsatz und Handdruck. Atelier Boris Fröhlich, Neuss 1982 [Illustration].
  • Metaphern. Bilder und Texte. 9 Zinkographien von Boris Fröhlich mit Texten von Joseph A. Kruse. Atelier Boris Fröhlich, Neuss 1984 [Illustration], ISBN 3-926054-00-X.
  • Gestern. Prosa. van Acken, Krefeld 1988 [Illustration von Boris Fröhlich].
  • Rose-Marie Nöcker, Troia Sive Xantum, Variationen eines grossen Themas, Ausstellung in der Buchgalerie Renate Mergemeier, Düsseldorf 1995.
  • Sizilien mein Sommerland [Künstlerbuch]. 9 Gedichte. Edition Gentenberg, Düsseldorf 1995 [Illustration Theresia Schüllner].
  • Ägyptische Momente. 7 Prosatexte. Edition Gentenberg, Düsseldorf 1996 [Gestaltung Theresia Schüllner].
  • Chinesische Fahrt. Drei Lamentationen aus Liebe. 3 Prosatexte. Edition Gentenberg, Düsseldorf 1999 [Gestaltung Theresia Schüllner].
  • Bastarde sind wir alle oder George Sand besuchen. Edition Gentenberg, Düsseldorf 2004 [Gestaltung: Theresia Schüllner].
  • Düsseldorf. Ansichten. Prosa. Radierungen von Editha Hackspiel, Droste Verlag, Düsseldorf 2006, 2. Auflage 2011, ISBN 978-3-7700-1250-3.
  • Neuenglisches Frühjahr. Ein amerikanisches Triptychon. Edition XIM Virgines, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-934268-61-6.
  • Und dann und wann. Erinnerungssplitter. Edition Virgines, Düsseldorf 2014, ISBN 978-3-944011-24-0
  • Manns-Bilder. 10 Gedichte. Korenmaat, Haarlem 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Joseph Anton Kruse im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren