Joseph Bader

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Geburtshaus Baders: Schloss Tiengen, Nordseite

Joseph Bader (* 20. Dezember 1805 im Schloss Tiengen im Klettgau, (heute Waldshut-Tiengen); † 7. Februar 1883 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Archivar und Historiker, der am Großherzoglich Badischen Landesarchiv in Karlsruhe tätig war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Bader wurde als Sohn eines gräflich Schwarzenbergischen Beamten im alten Schloss derer von Grafen von Sulz im südlichen Eckzimmer des unteren Stockwerks (lt. Gedenktafel am Schloss), 1805 geboren. Seine Jugendzeit war geprägt von der Umgebung des Schlosses, den alten Gemälden, Büchern, und dem umfangreichen Klettgauer Archiv. Er studierte zunächst Theologie in Freiburg, später Rechtswissenschaften, wurde aufgrund Mitgliedschaft in der Burschenschaft Germania Freiburg relegiert. Derart belehrt wandte er sich seiner eigentlichen Bestimmung zu, der Geschichtsforschung. Trotz schwerer Zeiten für den Studenten – aber bereits 1834 erschien sein erstes größeres Werk: Badische Landesgeschichte. Er wurde Gehilfe im Landesarchiv, errang die Doktorwürde der Philosophie, wurde Kanzlist (1842), Assessor (1844) und Archivrat (1854). Seine zahlreichen Arbeiten zur Geschichte erschienen u. a. in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins[1] und in der von ihm selbst herausgegebenen Zeitschrift Badenia. Im Jahr 1872 setzte er sich zur Ruhe, siedelte nach dem Tod seiner Gattin nach Freiburg über wo er 1883 verstarb; er erhielt einen Ehrengrabplatz der Stadt Freiburg neben dem Historiker Heinrich Schreiber.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Tiengen wurde ihm zu Ehren eine Straße benannt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altdeutscher Bilder-Saal; Wolfenbüttel, Melchior-Verl., 2006, Nachdr. der Orig.-Ausg. Karlsruhe, Nöldeke, 1844
  • Badische Volkssitten und Trachten, Karlsruhe, 1843–1844
    • Nachdruck Trachten und Bräuche in Baden, Freiburg i. Br., Rombach 1977
  • Fahrten und Wanderungen im Badnerland, Freiburg im Breisgau, (neu Rombach, 1976)
  • Deutsche Frauen-Bilder aus verschiedenen Jahrhunderten, Freiburg i. Br., Herder, 1877
  • Fürstabt Martin Gerbert von S. Blasien, Freiburg i. Br., Herder, 1875
  • Geschichte der Stadt Freiburg im Breisgau, 2 Bände, Freiburg i. Breisgau
  • Badenia oder das badische Land und Volk, 3 Bände, Magstadt, Reprint

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich von Weech: Josef Bader. In: Friedrich von Weech: Badische Biographien, Erster Theil. Heidelberg 1875, S. 30–31 (online bei Badische Landesbibliothek).
  • [Friedrich von Weech]: Dr. Josef Bader. Grossherzoglich badischer Archivrath a.D. (Nekrolog). In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 36 (1883), S. 476–478 (online bei Internet Archive).
  • Friedrich von Weech: Bader, Josef. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 46, Duncker & Humblot, Leipzig 1902, S. 182 f.
  • Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker, Teilband 1: A–E. Heidelberg 1996, S. 40.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Joseph Bader – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auflistung bei www.regionalgeschichte.net.