Joseph Borkin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Joseph Borkin (geboren 12. November 1911 in New York City; gestorben 5. Juli 1979 in Chevy Chase (Maryland)) war ein US-amerikanischer Wirtschaftsanwalt und Buchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Borkin studierte Ökonomie an der New York University (B.A. und M.A.) und Jura an der National University School of Law in Washington, D.C.

Borkin arbeitete zunächst für den US-Kongress und für einen Untersuchungsausschuss des US-Senats über Korruptionsvorwürfe gegen die Munitionsindustrie. 1938 trat er in den Dienst des Justizministeriums der Vereinigten Staaten als Assistent des Generalstaatsanwalts Thurman Arnold. Er war bis 1946 Chefökonom in der Antitrustbehörde und arbeitete zum deutschen IG Farben-Kartell und dessen internationalen Verflechtungen.

Seit 1946 arbeitete er als freiberuflicher Anwalt und ökonomischer Berater und war mit der Kanzlei Lawler, Kent & Eisenberg verbunden. Er nahm einen Lehrauftrag über Wirtschaftsethik an der Catholic University of America wahr. Seine beruflich gesammelten Erkenntnisse über die Geschichte der I.G. Farben veröffentlichte er 1978 mit The Crime and Punishment of I.G. Farben, dieses Buch wurde 1979 ins Deutsche übersetzt.

Borkin war Mitglied verschiedener Berufsverbände von Anwälten und auch Mitglied der American Economic Association und des National Press Club. Er publizierte auch über Werke der Literatur, über Sigmund Freud und über die Indonesische Sprache. Ein Buch über die Wirksamkeit von Antitrust-Gerichtsverfahren und eines über die Rolle der Juristen im Watergate-Skandal blieben unvollendet. Borkin war verheiratet mit Pauline Borkin, sie hatten zwei Kinder.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Frank C. Waldrop: Television: a struggle for power. Einführung George Henry Payne. New York, W. Morrow and Co., 1938
  • mit Charles Welsh: Germanys Master Plan : The Story of Industrial Offensive. Einleitung Thurman Arnold. New York : Duell, Sloan, and Pearce, 1943
  • Robert R. Young, the populist of Wall Street. New York, Harper & Row, 1954
  • The corrupt judge : an inquiry into bribery and other high crimes and misdemeanors in the federal courts. New York : Clarkson N. Potter, 1962
  • The Crime and Punishment of I.G. Farben. New York : Free Press, 1978
    • Die unheilige Allianz der IG Farben. Eine Interessengemeinschaft im Dritten Reich. Übersetzung Bernhard Schulte. Frankfurt am Main : Campus, 1979

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]