Joseph Gärtner

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Joseph Gärtner

Joseph Gärtner (* 12. März 1732 in Calw; † 14. Juli 1791 in Tübingen) war ein deutscher Arzt und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Gaertn.“.

Seine Eltern waren Hofmedikus und praktische Arzt Joseph Gärtner (1707–1731) und dessen Ehefrau Eva Maria Wagner (1715–1743).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gärtner studierte Medizin in Tübingen und Göttingen. Nach dem Abschluss machte er Reisen nach Holland, Frankreich, Italien und England.

1760 wurde er Professor für Anatomie in Tübingen, 1768 Professor für Botanik und Direktor des Botanischen Gartens in Sankt Petersburg. Er kehrte bereits 1770 nach Calw zurück, da er das nördliche Klima nicht vertrug. Ab 1770 war er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg.[1]

Nach Joseph Gärtner wurde die Gattung Gaertnera Lam. aus der Pflanzenfamilie der Rötegewächse (Rubiaceae) benannt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war nicht verheiratet, hatte aber eine außereheliche Verbindung mit Maria Rebekka Mütschelin. Dieser entstammt der 1772 geborene Sohn Karl Friedrich geboren, der selbst Botaniker wurde. Er hatte ihn 1773 bereits anerkannt und 1787 an Kindes Statt angenommen.

Ausgewählte Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De fructibus et seminibus plantarum. 2 Bde. (Stuttgart, Tübingen 1789 - 1791). Das Werk enthält eine sorgfältige Beschreibung der Früchte und Samen von über 1000 Pflanzengattungen. Digitalisat in Google Books

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724. Joseph Gärtner. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 17. August 2015 (russisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Joseph Gärtner – Quellen und Volltexte