Joseph Georg Mansfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Joseph Georg Mansfeld gezeichnet von Johann Adam Klein

Joseph Georg Mansfeld, auch Johann Georg Mannsfeld (* 18. März 1764 in Wien, Pfarre Maria Treu; † 21. Dezember 1817 ebenda), war ein österreichischer Kupferstecher, Lithograf und Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Georg Mansfeld war ein Sohn von Johann Ernst Mansfeld (1739–1796), der aus einer in Prag ansässigen Kupferstecherfamilie stammte und ihm ersten Unterricht in dieser Kunst erteilte. Später besuchte Mansfeld die Akademie der bildenden Künste Wien. Er betrieb eine Schriftgießerei, die seinen Lebensunterhalt finanzierte. Anhand von Notendrucken ist nachweisbar, dass er 1802 Kenntnis von der Lithografietechnik hatte. 1811 lithografierte er nach Vorlagen von Johann Adam Klein, mit dem er befreundet war. 1815 gründete Mansfeld das „k.k. Lythographische Bureau“ in Wien, für das unter anderem auch Klein arbeitete, und war als k. k. Cabinetskupferstecher tätig. Neben seinen eigenständigen Radierungen, Stichen und Aquarellen illustrierte er zahlreiche Almanache und Taschenbücher.

Sein Enkel Josef Mansfeld (1819–1894) war ein ebenfalls in Wien wirkender Maler.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiser Leopold II. in den Armen seiner Gemahlin und seines Sohnes sterbend, Stich von Mansfeld aus dem Jahr 1792
  • Kaiser Leopold II. in den Armen seiner Gemahlin und seines Sohnes sterbend, nach Vinzenz Georg Kininger, 1792, Stich, 23,8 × 31 cm, Wellcome Library, London[2]
  • Aquarellporträt des Kaisers Ferdinand I., 1800
  • Zwei Krieger auf Wache, 1800, Zeichnung (Pinsel in Schwarz), 15,1 × 22,9 cm, Albertina[3]
  • Porträt von Johann Adam Klein, 1815, Radierung, bezeichnet mit „J. G. Mansfeld pinx. Et sc. 1815, J. A. Klein, zum Andenken von seinem Freund J. G. Mansfeld“, Graphische Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier[4]
  • Die alliierten Monarchen, nach Johann Adam Klein, 1816, Gouache, 56,8 × 47,8 cm, Albertina[5]
  • Aquarellporträt der Herzogin von Oldenburg
  • Diana und Endymion, Zeichnung (Pinsel in Braun), 31,4 × 23,4 cm, Albertina[6]
  • Semiramis, nach Heinrich Füger, Stich, Halbfigur
  • Eine vor der Janusherme opfernde Nymphe, nach Anton Petter, Stich
  • Große Landschaft mit einer Fontaine, die mit einer Statue geziert ist, nach Michael Wutky, Stich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Johann Georg Mansfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. H. Schöny: Mansfeld, Josef. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 6, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1975, ISBN 3-7001-0128-7, S. 61.
  2. The death of Emperor Leopold II, his wife and a physician (?) in attendance. Engraving by J.G. Mansfeld, 1792, after V.G. Kininger. catalogue.wellcomelibrary.org. Abgerufen am 1. November 2015.
  3. Zwei Krieger auf Wache sammlungenonline.albertina.at. Abgerufen am 1. November 2015.
  4. Porträt von Johann Adam Klein tripota.uni-trier.de. Abgerufen am 1. November 2015.
  5. Die alliierten Monarchen sammlungenonline.albertina.at. Abgerufen am 1. November 2015.
  6. Diana und Endymion sammlungenonline.albertina.at. Abgerufen am 1. November 2015.