Joseph Maier (Soziologe)

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Joseph Maier (* 24. Januar 1911 in Leipzig; † 22. November 2002) war ein US-amerikanischer Soziologe deutscher Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maier studierte Philosophie und Soziologie bei Theodor Litt und Hans Freyer an der Universität Leipzig und nach seiner Emigration an der Columbia University (unter anderem bei Max Horkheimer und Herbert Marcuse) und wurde 1939 ebendort zum Ph.D. promoviert.

Danach war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Sozialforschung in New York. Nach Tätigkeiten als Zeitungsredakteur, Propagandafachmann für die US-Regierung und Verlagslektor wurde Maier 1947 Professor für Soziologie an der Rutgers University und besuchte als Gastprofessor verschiedene US-amerikanische, lateinamerikanische und deutsche Universitäten, so 1957/58 als Fullbright-Professor an der Universität Frankfurt am Main.

Maiers Forschungsschwerpunkte waren Themen der Sozialphilosophie, der Religionssoziologie und Lateinamerikastudien.

Er war mit der bereits 1926 ausgewanderten Soziologin Alice Maier (geb. Heumann) verheiratet, der langjährigen Sekretären Max Horkheimers in New York. [1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Autor
  • On Hegel's Critique of Kant. University Press, New York 1939 (zugl. Dissertation, New York 1939).
  • Soziologie. Die Wissenschaft der Gesellschaft („Sociology. The Science of Society“). 2. Aufl. Nest-Verlag, Frankfurt/M. 1956 (zusammen mit Jay Rumney).
  • Frank Tannenbaum. A Biographical Essay. University Press, New York 1974 (zusammen mit Richard W. Whitehead).
als Herausgeber
  • Politics of Change in Latin America. 2. Aufl. Praeger, New York 1964 (zusammen mit Richard W. Whitehead).
  • Ethnicity, Identity and History. Essays in memory of Werner J. Cahnman. Transaction Books, New Brunswick, N.J. 1983, ISBN 0-87855-461-0 (zusammen mit Chaim I. Waxman).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Lindenthal: Maier, Joseph, in: Wilhelm Bernsdorf/Horst Knospe (Hgg.): Internationales Soziologenlexikon, Bd. 2, Enke, Stuttgart ²1984, S. 533.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, theoretische Entwicklung, politische Bedeutung, 2. Auflage, München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1989, S. 277