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Joseph Michael Schmondiuk

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Joseph Michael Schmondiuk, DD; ukrainisch: Йосиф Шмондюк, (* 6. August 1912 in Wall, Pennsylvania, USA; † 25. Dezember 1978) war ein US-amerikanischer Geistlicher der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Er war von 1961 bis 1977 Bischof der Eparchie Stamford und anschließend bis zu seinem Tod Metropolit und Erzbischof von Philadelphia.

Joseph Michael Schmondiuk war das zweite von vier Kindern, sein Vater Michael Schmodniuk war 1909 aus dem Dorf Torske in Galizien (damals Teil Österreich-Ungarns, heute in der Westukraine) in die USA eingewandert und mit Maria Schmondiuk (geborene Bocia) verheiratet. Im Alter von knapp zehn Jahren verlor der Junge seine Eltern, die infolge einer schweren Grippeepidemie im Jahr 1919 verstarben. Joseph und sein Bruder Michael wurde in Philadelphia in das Waisenhaus der Schwestern des heiligen Basilius dem Großen aufgenommen. Sein jüngster Bruder Emil Johannes wurde von der Familie Braddock in Pflege genommen, seine Schwester fiel ebenfalls der Grippe zum Opfer.

Schmondiuk schloss 1930 seine Schulausbildung an einer katholischen Prep School ab. Am 11. Oktober 1930 übersiedelte er nach Rom und begann sein Theologiestudium. Er studierte am Angelicum, der Universität der Propaganda Fide und war in Rom am Priesterseminar des Päpstlichen Ukrainischen Kolleg St. Josaphat untergebracht. Seine Priesterweihe empfing er am 29. März 1936 von Oleksandr Stojka, dem ruthenischen griechisch-katholischen Bischof von Mukatschewo. Im gleichen Jahr schloss er das Theologiestudium mit dem Lizentiat ab.

Nach seiner Priesterweihe kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und arbeitete in Aliquippa (Pennsylvania) sechs Jahre als Pfarrer. Es folgten Pfarrstellen in Rochester (New York), Passaic (New Jersey) und Hamtramck (Michigan). Papst Pius XII. verlieh ihm in Anerkennung seiner hervorragenden Aufbauarbeit für die Ukrainische griechisch-katholische Kirche in den USA den Titel eines „Päpstlichen Kammerherrn“ (Monsignore).

Weihbischof in Philadelphia

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Am 8. August 1956 berief ihn Papst Pius XII. zum Weihbischof im damaligen Apostolischen Exarchat der ukrainischen Katholiken in den USA (Philadelphia) und ernannte ihn gleichzeitig zum Titularbischof von Zeugma in Syria. Am 8. November 1956 empfing er die Bischofsweihe vom Apostolischen Exarchen und Erzbischof Constantine Bohachevsky zum Bischof, Mitkonsekratoren waren Bischof Ambrozij Andrew Senyshyn OSBM (Apostolischer Exarch von Stamford) und der ruthenische Bischof Nicholas Thomas Elko (Apostolischer Exarch der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche in den USA).

Bischof von Stamford

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Er wurde am 14. August 1961 durch Papst Johannes XXIII. zum Nachfolger von Ambrozij Andrew Senyshyn als Bischof der Eparchie Stamford (New Jersey) ernannt, welche die ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinden im Nordosten der USA umfasst. Als Bischof von Stamford sorgte er für die Fertigstellung des Basilius-Seminars,[1] dem Priesterseminar der Diözese Stamford.

Metropolit und Erzbischof von Philadelphia

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Nach dem Tod des bisherigen Erzbischofs Ambrozij Andrew Senyshyn 1976 übernahm Schmondiuk zusätzlich zu seinem Bischofsamt in Stamford 1977 als Apostolischer Administrator die Verwaltung der vakanten Erzeparchie Philadelphia. Am 20. September 1977 erfolgte die Ernennung zum Erzbischof von Philadelphia und damit zum Metropoliten der griechisch-katholischen Ukrainer in den USA. Dieses Amt hatte Schmondiuk etwas über ein Jahr inne, bis er am Weihnachtstag 1978 im Alter von 66 Jahren starb.

Erzbischof Schmodniuk war von 1961 bis 1965 Konzilsteilnehmer an den vier Sitzungsperioden des II. Vatikanischen Konzils. 1977 diente er Papst Paul VI. als persönlicher Berater während der 4. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom. Er war Mitkonsekrator bei José Romão Martenetz OSBM, Platon Kornyljak, Jaroslav Gabro (Eparchie Saint Nicolas of Chicago) und Augustine Eugene Hornyak OSBM.

Einzelnachweise

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  1. History of the seminary (engl.) auf der Website des Seminars
VorgängerAmtNachfolger
Ambrozij Andrew Senyshyn OSBMErzbischof von Philadelphia
1977–1978
Myroslaw Ljubatschiwskyj