Joshua Groß

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Joshua Groß beim Erlanger Poetenfest 2016

Joshua Groß (geboren 1989 in Grünsberg, Bayern) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joshua Groß studierte Politikwissenschaft, Ökonomie und Ethik der Textkulturen. Er schreibt regelmäßig für die Berliner Literaturzeitschrift metamorphosen. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt. So war Groß 2014 Förderpreisträger des Bezirks Mittelfranken und erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur[1]. 2016 wurde er mit dem Kulturpreis Erlangen[2] ausgezeichnet. 2018 erhielt er das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern[3] und das Stipendiat der Roger-Willemsen-Stiftung. Deren Jurybegründung lautete:

Joshua Groß fällt durch eine einzigartige literarische Begabung auf. Seine Texte sind gegenwärtig und visionär, sie arbeiten mit absurdem Humor und sind imstande, präzise Gefühle, menschliche und gesellschaftliche Zustände auszuloten.[4]

Im selben Jahr gab er gemeinsam mit Johannes Hertwig und Andy Kassier die Anthologie Mindstate Malibu heraus[5], von der es in der Süddeutschen Zeitung hieß, es handle sich um den bislang besten „Beitrag zum Zentraldilemma des digitalen Daseins“[6].

2018 wurde er auf Vorschlag von Insa Wilke zu den 42. Tagen der deutschsprachigen Literatur nach Klagenfurt eingeladen. 2019 erhielt er den renommierten Anna Seghers-Preis[7].

Im selben Jahr gab er gemeinsam mit Moritz Müller-Schwefe den Band Wir wurden kosmisch von Etel Adnan heraus[8] und veröffentlichte 2020 bei Matthes & Seitz Berlin seinen Roman Flexen in Miami[9].

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Prana Extrem. Berlin: Matthes & Seitz Berlin 2022, ISBN 978-3-7518-0086-0.
  • Entkommen. Berlin: Matthes & Seitz Berlin 2021, ISBN 978-3-95757-940-9.
  • Flexen in Miami. Roman. Berlin: Matthes & Seitz Berlin 2020, ISBN 978-3-95757-884-6.
  • Wir wurden kosmisch. Fürth: starfruit publications, 2019 (Hg. zusammen mit Moritz Müller-Schwefe, in Zusammenarbeit mit dem Institut für moderne Kunst Nürnberg).
  • Die Sinnatome zerstäuben. Berlin: SuKuLTuR, 2019. Schöner Lesen, Heft 177 (gemeinsam mit Lisa Krusche).
  • Mindstate Malibu. Kritik ist auch nur eine Form von Eskapismus. Fürth: starfruit publications, 2018 (Hg. zusammen mit Johannes Hertwig und Andy Kassier).
  • Flauschkontraste. Berlin: Korbinian Verlag, 2017.
  • Faunenschnitt. Fürth: starfruit publications, 2016.
  • Paradox, zwischen zwei Hügeln. Berlin: SuKuLTuR, 2016. Schöner Lesen, Heft 150.
  • Magische Rosinen. Fürth: starfruit publications, 2014 (mit Fotografien von Philippe Gerlach).
  • Der Trost von Telefonzellen. Fürth: starfruit publications, 2013 (mit Fotografien von Philippe Gerlach).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerische Kunstförderpreise 2014 für junge Autoren aus Bayreuth, Regensburg, Nürnberg und München. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  2. Erlanger Kulturpreis für Joshua Groß. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  3. Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle gibt Stipendiatinnen und Stipendiaten bekannt - je 6.000 € für zwei Romanvorhaben, ein All-Age-Romanprojekt und zwei geplante Lyrikbände. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  4. Joshua Groß zu Gast von Nov bis Dez 2018 | Roger Willemsen Stiftung. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  5. Mindstate Malibu. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  6. Felix Stephan: Performance am Limit. In: Süddeutsche Zeitung. 26. November 2018, abgerufen am 23. März 2020.
  7. Anna Seghers-Preis 2019 / Fernanda Melchor und Joshua Groß ausgezeichnet. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  8. Etel Adnan. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  9. Matthes & Seitz Berlin: Flexen in Miami. Abgerufen am 17. Februar 2020.
  10. Der Literaturpreis 2021 der A und A Kulturstiftung geht an Joshua Groß, a-und-a-kulturstiftung.de, abgerufen am 22. Januar 2021.
  11. Marcel Beyer erhält den Hölderlinpreis 2021, bad-homburg.de, abgerufen am 9. Dezember 2021.