Jost Raba

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Jost Raba (* 17. August 1900 in Freising; † 12. Februar 2000) war ein deutscher Geiger und Musikpädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raba wurde 1900 als Sohn eines Handelsvertreters und dessen Frau in Freising geboren. Er besuchte das Gymnasium in Augsburg und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1917 bis 1920 wurde er von Johann Slunicko in Augsburg unterrichtet. Von 1920 bis 1925 studierte er Violine bei Alexander Petschnikoff und Felix Berber an der Akademie für Tonkunst in München.

Danach wurde er Lehrer für Violine und Kammermusik am Städtischen Konservatorium in Augsburg. Außerdem war er solistisch und kammermusikalisch tätig, u. a. im Raba-Quartett[1] (1924–1934) und im Strub-Quartett[2] (1934–1938). Von 1932 bis 1935 war er freiberuflich tätig. 1935 wurde er Erster Konzertmeister beim Orchester des Deutschlandsenders. 1942 übernahm er eine hauptamtliche Lehrstelle bzw. Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik Berlin. 1946 übernahm er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik München. Zu seinen Schülern gehörte u. a. Willi Leininger.

Raba, römisch-katholisch, war verheiratet und lebte in Murnau-Hechendorf. Sein Sohn Peter Raba (* 1936) ist Fotograf.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fundamentale Violintechnik. Eine Sammlung von Meisteretüden mit Beiträgen aus der Violin-Methodik. Hrsg. mit Franz Moser. Hieber, München 1953.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hedwig und Erich Hermann Mueller von Asow (Hrsg.): Kürschners deutscher Musiker-Kalender 1954. 2. Ausgabe des Deutschen Musiker-Lexikons, de Gruyter, Berlin 1954.
  • Erich H. Müller (Hg.): Deutsches Musiker-Lexikon. W. Limpert-Verlag, Dresden 1929.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Stegmüller: Das Streichquartett. Eine internationale Dokumentation zur Geschichte der Streichquartett-Ensembles und Streichquartett-Kompositionen von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Quellenkataloge zur Musikgeschichte. Band 40). Noetzel, Wilhelmshaven 2007, ISBN 978-3-7959-0780-8, S. 200.
  2. Jürgen Stegmüller: Das Streichquartett. Eine internationale Dokumentation zur Geschichte der Streichquartett-Ensembles und Streichquartett-Kompositionen von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Quellenkataloge zur Musikgeschichte. Band 40). Noetzel, Wilhelmshaven 2007, ISBN 978-3-7959-0780-8, S. 227.