Jröne Meerke

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Jröne Meerke
Erholungsanlage Jröne Meerke
Erholungsanlage Jröne Meerke
Geographische Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Inseln Vogelinsel
Städte am Ufer Neuss
Daten
Koordinaten 51° 12′ 54″ N, 6° 39′ 14,6″ OKoordinaten: 51° 12′ 54″ N, 6° 39′ 14,6″ O
Jröne Meerke (Nordrhein-Westfalen)
Jröne Meerke
Fläche 2,7 haf5
Mittlere Tiefe 6 mf11

Das Jröne Meerke (rheinisch, hochdeutsch wörtlich Grünes Meerchen[1]) ist ein Weiher (kleiner See, rheinisch Meer) mit einer umgebenden Parkanlage im Neusser Stadtwald im Nordwesten der Stadt.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See entstand als Baggersee für die Gewinnung von Sand und Kies als Baustoff. Nach Beendigung des Abbaus wurde das Baggerloch mit seinen Uferbereichen und der Umgebung in den 1970er Jahren naturnah gestaltet und in eine öffentliche Grünanlage umgewandelt.[2]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jröne Meerke ist Teil eines Grünzuges durch Neuss, der sich entlang des Nordkanals vom Rheinpark über den Rosengarten, den Stadtgarten, den Stadtwald und andere, teils öffentliche, teils private Gründflächen bis an die nördliche Stadtgrenze von Neuss erstreckt. In Kaarst setzt sich der grüne Streifen mit dem Kaarster See fort und zieht sich über den Vorster Wald und das Naturschutzgebiet Pferdsbroich bis zur östlichen Niersaue.[3]

Das Jröne Meerke ist, im Verbund mit angrenzenden Naturgebieten, ein wichtiges Neusser Naherholungsgebiet. Die Erholungsanlage ist beliebt bei Joggern, Spaziergängern, als Ruheplatz und für andere Freizeitaktivitäten. Es gibt einen kleinen Strand am See, eine Liegewiese, einen Spielplatz, einen Grillplatz und andere Einrichtungen.[4]

Gänsepopulation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist der See durch die große Gänsepopulation,[5] die sich seit 2012 zur Plage entwickelt hat.[6][7] Die Zahl der ansässigen Gänse hat sich zwischen 2009 und 2012 von ursprünglich etwa 80 mehr als verdoppelt. Am See finden sich Schnee-, Grau-, Kanada- und Blässgänse sowie andere Gänsearten. Dazu kommen Schwäne sowie weitere Enten- und Wasservögel. Während des Vogelzuges rasten zusätzlich mehr als 200 Wildgänse am Jröne Meerke.

Durch den massenhaften Kot der Vögel entstehen hygienische Probleme. Der Kot könnte eine übermäßige Eutrophierung des Wassers und dadurch eine Algenpest verursachen. Keime, wie Salmonellen und Kolibakterien, können auf Besucher des Parks übertragen werden. Ein Kinderspielplatz wurde wegen der Infektionsgefahr gesperrt.[7][6] Im Laufe des Jahres 2015 war vorgesehen, durch ein Maßnahmenpaket die Wasserqualität zu verbessern und die Gänsepopulation zu reduzieren.[8]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anmerkung: Nicht, wie manchmal fälschlich übersetzt, „Grünes Märchen
  2. Christoph Kleinau: „Beckers Kastanie“ wird 100. In: Neuß-Grevenbroicher Zeitung. 27. Juli 2012, abgerufen am 13. August 2014.
  3. Kreisentwicklungskonzept. Planungsamt des Rhein-Kreis Neuss, archiviert vom Original am 26. Juli 2012; abgerufen am 29. Oktober 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rhein-kreis-neuss.de
  4. Parkanlagen. Stadt Neuss, abgerufen am 13. August 2014.
  5. Hanna Koch: Die Gänse vom Jröne Meerke. In: NGZ online. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 13. Mai 2011, abgerufen am 13. August 2014.
  6. a b Daniela Ullrich: Gänseplage am See Jröne Meerke. In: Westdeutsche Zeitung. 9. Juli 2012, abgerufen am 13. August 2014.
  7. a b Grüne fordern sofortiges Fütterungsverbot für Enten. In: NGZ online. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 9. Juli 2012, abgerufen am 13. August 2014.
  8. Ludger Baten: Jröne Meerke - viele Worte, wenig Taten. In: NGZ online. Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 9. Oktober 2015, abgerufen am 9. Januar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jröne Meerke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien