Juan de Torquemada (Historiker)

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Juan de Torquemada (* zwischen 1557 und 1565[1] in Torquemada; † 1. Januar 1624[2] in Mexiko-Stadt) war ein spanischer Missionar und Chronist.

Torquemada ging als Mitglied des Franziskanerordens nach Mexiko, wo er Schüler von Gerónimo de Mendieta wurde. Er wirkte 1600 als Guardian, später als Rektor der Kirche in Santiago Tlatelolco.[1] 1615 erschien in Sevilla sein Buch „Monarquia Indiana“. Das Werk, das sich mit der Geschichte der Azteken unter spanischer Herrschaft befasst, ist im Wesentlichen eine Übersetzung von MendietasHistoria eclesiastica indiana“.[3] Dennoch enthält es scharfe Kritik an dem Neuansiedlungsprogramm, das die spanische Verwaltung den indianischen Gemeinden aufzwang.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Veynte y un libros rituales y monarchia yndiana, con el origen y guerras, de los yndios occidentales, De sus poblaciones, Descubrimientos, Conquista, conversion y otras Cosas marauillosas de la misma Tierra. Teil 1–3, Sevilla 1615.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Margot Faak (Hrsg.), Alexander von Humboldt: Reise durch Venezuela. Auswahl aus den amerikanischen Reisetagebüchern. (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung) Akademie Verlag, 2000, ISBN 978-3-050-02777-7, S. 590
  2. Berthold Riese: Das Reich der Azteken – Geschichte und Kultur. C.H.Beck, 2011, ISBN 978-3-40-661400-2, S. 393
  3. Carlo Klauth: Geschichtskonstruktion bei der Eroberung Mexikos am Beispiel der Chronisten Bernal Diáz del Castillo, Bartolomé de las Casas und Gonzalo Fernández de Oviedo. Georg Olms Verlag, 2012, ISBN 9783487420493, S. 74