Juancho E. Yrausquin Airport

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Juancho E. Yrausquin Airport
Saba Flughafen.jpg
Kenndaten
ICAO-Code TNCS
IATA-Code SAB
Koordinaten
17° 38′ 43″ N, 63° 13′ 14″ WKoordinaten: 17° 38′ 43″ N, 63° 13′ 14″ W
42 m (138 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 11 km nordöstlich von The Bottom
Straße „The Road“
Basisdaten
Eröffnung 1963
Betreiber Executive Council of the Island of Saba
Terminals 1
Passagiere 20.000
Flug-
bewegungen
2500
Start- und Landebahn
12/30[1] [A 1] 303 m × 20 m Asphalt



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Der Juancho E. Yrausquin Airport (IATA: SAB, ICAO: TNCS) ist der einzige Flughafen auf Saba, einer der drei niederländischen BES-Inseln in der Karibik. Er gilt als einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel Saba galt mit ihrem bergigen Profil ohne größere ebene Flächen als ungeeignet zur Bebauung mit einem Flughafen. Am 9. Februar 1959 wagte der Flugpionier und spätere Bürgermeister von St. Barth, Rémy de Haenen (1916–2008), auf einer provisorischen Piste am Flat Point eine spektakuläre Landung und bewies damit die prinzipielle Möglichkeit, die Insel mit einem Flugzeug anzufliegen[2]. Daraufhin wurde Anfang der 1960er Jahre an eben jenem Flat Point mit dem Bau eines Flughafens begonnen, der am 18. September 1963 eröffnet wurde. Der Flughafen wurde nach Juan („Juancho“) Enrique Irausquin[3][4] benannt, einem ehemaligen Minister für Finanzen und Soziales der Niederländischen Antillen, welcher sich maßgeblich für den Bau eingesetzt hatte.[5]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weil die Landebahn mit rund 400 Metern sehr kurz ist, können Jets auf dem Flugplatz nicht landen, er kann nur von STOL-Flugzeugen angeflogen werden. Der Flughafen hat ein kleines Vorfeld und ein Terminal auf der südlichen Seite. Auf dem Vorfeld gibt es einen Hubschrauberlandeplatz. Im Terminal ist ein Büro von Winair, das Büro für Einwanderung und Sicherheit, eine Feuerwehr mit einem Fahrzeug und ein Tower. Der Tower ist nur eine Beratungsstelle und leistet keine Flugsicherung. Des Weiteren gibt es keinen Flugtreibstoff auf der Insel Saba.

Die Aufgaben der Flughafensicherheit werden nicht von der Polizei und auch nicht von der von Gesetz wegen zuständigen[6] Koninklijke Marechaussee übernommen, sondern von Angehörigen der Inselverwaltung.[7]

Im März 2017 erhielt die örtliche Feuerwehr erstmalig ein modernes Löschfahrzeug für den Flughafen.[8]

Fluggesellschaften und Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landebahn des Flughafens Juancho E. Yrausquin.

Die einzige Fluggesellschaft, die den Flughafen anfliegt, ist Winair, welche tägliche mehrere Direktflüge von ihrem Heimatflughafen Princess Juliana International Airport auf Sint Maarten nach Saba mit einer DHC-6 Twin Otter durchführt. Der Flug dauert etwa 15 Minuten.

Trotz aller Beschränkungen finden auf dem Flughafen jährlich mehr als 2500 Flugbewegungen statt, bei denen über 20.000 Passagiere befördert werden.[9]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen gilt aufgrund seiner ungünstigen geographischen Lage und der extrem kurzen Runway als einer der gefährlichsten Flughäfen der Welt,[10][11][12][13] obwohl bisher kein Unfall bekannt geworden ist.[14] Die einzige Start- und Landebahn des Flughafens ist durch ein „X“ an beiden Enden gekennzeichnet und somit für kommerzielle Flüge geschlossen, der Flughafen darf lediglich mit einer Sondergenehmigung der niederländischen Luftfahrtbehörde angeflogen werden. Die karibische Fluggesellschaft Windward Islands Airways (Winair) ist im Besitz einer solchen Ausnahmegenehmigung.

Zur südlichen Seite geht es steil den Berg hinauf, zur nördlichen Seite und an den beiden Enden der Landebahn fallen Klippen fast senkrecht zum Meer hin ab. Daher besteht keine Möglichkeit, im Notfall das Flugzeug über das Ende der Landebahn hinaus ausrollen zu lassen, das Flugzeug würde, ähnlich wie bei einem Flugzeugträger, ins Meer stürzen.

Der Flughafen kann von einigen Orten der benachbarten Insel Sint Maarten aus gesehen werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saba Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Für Starts stehen 401 m zur Verfügung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AD 2 TNCS. In: AIP DUTCH CARRIBEAN. DUTCH CARIBBEAN AIR NAVIGATION SERVICE PROVIDER (DC-ANSP), 4. Februar 2016, abgerufen am 25. November 2016 (PDF, englisch).
  2. Remy de Haenen: “Lord of the Air”. In: The Daily Herald. 22. Januar 2011, archiviert vom Original am 22. Juli 2011, abgerufen am 22. Juli 2011 (englisch).
  3. Das „Y“ statt „I“ resultiert aus einem Übertragungsfehler in die amtlichen Dokumente, http://sabatourism.com/sabasairport.html
  4. Biblioteca Nacional Aruba
  5. http://thesabaislander.com/2015/10/30/juan-enrique-irausquin/
  6. wetten.nl - Regeling - Veiligheidswet BES - BWBR0028586. In: overheid.nl. wetten.overheid.nl, abgerufen am 27. November 2016.
  7. Departments - Security Department. In: sabagov.nl. Abgerufen am 27. November 2016.
  8. Brandweerkorps doopt nieuwe crash tender. In: bonaire.nu. 24. März 2017, abgerufen am 25. März 2017.
  9. Flughafendaten Offizielle Website der Verwaltung der Insel Saba, abgerufen am 27. Oktober 2015
  10. https://www.welt.de/reise/article3510758/Die-zehn-gefaehrlichsten-Landebahnen-der-Welt.html
  11. https://www.merkur.de/reise/gefaehrliche-landebahnen-2010-fotostrecke-zr-927200.html
  12. http://www.t-online.de/reisen/reiseziele/id_15640552/flughaefen-mit-schock-garantie-aufregende-start-und-landebahnen.html
  13. http://biztravel.fvw.de/index.cfm?event=print.article&cid=4075&pk=123704
  14. http://aviation-safety.net/database/airport/airport.php?id=SAB