Judenhof Speyer

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Modell der Mikwe in Speyer von Otto Martin aus dem Jahr 1911, Museum SchPIRA im Judenhof Speyer. Dauerleihgabe des Historischen Museums der Pfalz, Speyer [1]
Becken der mittelalterlichen Mikwe von 1126[2] in Speyer
Umkleideraum

Der Judenhof Speyer war der zentrale Bezirk des mittelalterlichen jüdischen Viertels von Speyer und bestand aus der Männer- und der Frauensynagoge sowie der in Mitteleuropa ältesten erhaltenen Mikwe[3], dem rituellen Tauchbad der Juden. Die Männersynagoge wurde um 1100 erbaut, die Frauensynagoge wenig später hinzugefügt. Auch die Mikwe stammt aus dieser Zeit. Das Gelände wurde nach 1534 nicht mehr genutzt und verfiel. Die neue Synagoge Speyers an der Maximilianstraße, 1837 erbaut, wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört.

Von den Gebäuden sind noch die Ost- und die Westwand der Männersynagoge, die Ostwand der Frauensynagoge und die unterirdischen Teile der Mikwe erhalten. Der Judenhof wurde 1998/1999 zu einem Zentrum der Archäologie umgestaltet. Zu ihm gehört auch das Museum SchPIRA.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mikvah Speyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. s. hierzu: Elmar Worgull: Blicke auf Vita und museale Werke des in Speyer wirkenden Holzbildhauers Otto Martin (1872–1950). In: Pfälzer Heimat: Zeitschrift der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Verbindung mit dem Historischen Verein der Pfalz und der Stiftung zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung. Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer. Heft 1 (2009), S. 19–26.
  2. http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/staedte/speyer/mikwedef.htm
  3. Speyer erhält neue Synagoge

Koordinaten: 49° 18′ 58″ N, 8° 26′ 23″ O