Judith Grümmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Judith Grümmer (links) und Angela Spizig (Kölner Bürgermeisterin) 2011

Judith Grümmer (* 1958 in Köln)[1] ist eine deutsche Rundfunkjournalistin, Audiobiografin und Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Judith Grümmer studierte Geschichte, Geografie und Pädagogik in Köln mit Magisterabschluss. Während ihres Studiums war sie beim Westdeutschen Rundfunk zunächst als Fernsehjournalistin tätig, bevor sie sich ab Mitte der 1980er Jahre vor allem auf Hörfunkmoderation und Rundfunkarbeit bei WDR und Deutschlandfunk konzentrierte.

Ihre journalistischen Schwerpunkte sind Sozialpolitik, Bildung, Kultur, Medizin, Umwelt und Biografie- und Erinnerungsarbeit.

Seit 2004 gilt ihr besonderes Interesse außerdem der sozialpolitischen Entwicklung in Bolivien. So entstanden 2008 und 2009 in mehreren vielmonatigen freiwilligen Sozialeinsätzen der Journalistin, in Zusammenarbeit mit dem Bolivianischen Jugendherbergswerk, das Frauen- und Jugendprojektes „Cinco Palillos“ in den bolivianischen Anden sowie zahlreiche journalistische Projekte.

Als Tochter des Kölner Künstlers Jürgen Hans Grümmer engagiert sie sich seit 2008 für den künstlerischen Nachlass ihres Vaters und hat eine Monografie über ihn veröffentlicht. Seit 2010 setzt sie sich für den Erhalt und die fachgerechte Sanierung des denkmalgeschützten Kölner Opernbrunnens ein. 2018 wurde sie in die Fachjury zur Möblierung des Kölner Offenbachplatzes berufen. Außerdem setzt sie sich als Erbin des künstlerischen Urheberrechts für eine sorgsame Weiterentwicklung des Kölner Universitätsgeländes ein, das in den 1960/70er Jahren vom Jürgen Hans Grümmer als dreidimensionales Gesamtkunstwerk durchgeplant und realisiert worden war.

Neben ihrer Arbeit als Journalistin hat sie ein Familienhörbuch-Projekt "Audio-Biografien schwer erkrankter Mütter und Väter.[2] Patienten erzählen für ihre Kinder" initiiert, dass seit 2017 als Pilotprojekt des Bonner Universitätsklinikums unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Lukas Radbruch und schwerstkranken Müttern und Vätern von minderjährigen Kindern ein Angebot schafft, ihren Kindern im Rahmen des Projektes kostenfrei ihre Lebensgeschichte als Hörbuch (Audiobiografie) zu erzählen. Das Projekt ist Teil der Initiative zur Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“.

Judith Grümmer ist verwitwet und Mutter von drei Söhnen. Sie lebt in Köln.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hörfunk-Journalistin wurde für ihre Reportagen mit dem Kurt-Magnus-Preis und im Team der „Sprechstunde“ mit dem „Europäischen Journalistenpreis 2003“ der VDJM ausgezeichnet.

Literatur und Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Hans Grümmer. Maler und Bildhauer. (Anlässlich der ersten posthumen Ausstellung im Kunsthaus Rhenania in Köln vom 2. Oktober 2010 bis 17. Oktober 2010.) Hrsg. von Judith Grümmer. Mit Beiträgen von Jürgen Becker, Conny Czymoch, Diter Frowein-Lyasso, Thomas Hackenberg, Christopher Schroer und Jo Schulte-Frohlinde. Die Neue Sachlichkeit, Lindlar 2010. ISBN 978-3-942139-09-0.
  • Mosaico Boliviano – Bolivien in Reportagen, Interviews und Momentaufnahmen. Hrsg. von Judith Grümmer und Max Steiner. Sucre/Köln 2011. ISBN 978-3-00-033447-4.
  • Leben Sie wohl. Geschichte und Zukunft der Palliativmedizin. Ein Hörbuch, hrsg. von der Deutschen Krebshilfe.[3]
  • Neue Wege gehen. Ein Hörbuch über den Alltag erwachsener Menschen mit geistigen Behinderungen. Hrsg. von der Lebensgemeinschaft Eichhof.[4]
  • Heike Fink. Mein Jahr mit dem Tod. Wie ich den großen Unbekannten besser kennenlernte. Gütersloher Verlagshaus, Mai 2018.[5]

Hörfunkproduktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Der Moment ist die Ewigkeit. Ulrich Rückriem, Künstler. Punkt.!, Deutschlandfunk 2017
  • "Musikalische Missionierung. Barocke Klänge aus dem Dschungel", Deutschlandfunk 2013
  • „Mein Vater. Der Maler. Eine Kindheit im Lichte der Kunst.“ Deutschlandfunk 2012.[6]
  • „Bonn – Djerba und zurück. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Schulpartnerschaft.“ Deutschlandfunk 2011.[7] Diese Langzeitreportage von 2005 bis 2011 wurde außerdem 2012 mit Unterstützung des Auswärtigen Amts als Arabische Hörfassung produziert.
  • „Ein Schluck Chicha für die Pachamama. Bolivianische Dorfgeschichten.“ Deutschlandfunk 2010[8]
  • „Der Präsident ist weit. Leben in einem bolivianischen Andental.“ WDR5 2010
  • „Fluchtpunkt Sucre. Eva de Vilar über ihre Emigration nach Bolivien.“ Erlebte Geschichte, WDR5 2010
  • „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Die Geschichte einer einzigartigen deutsch-tunesischen Schulpartnerschaft.“ WDR5 2009

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Unter dem Asphalt liegt der Strand – Ein grauer Schulhof wird grün“. Deutschland 1999, 30 Min., f., Dokumentarfilm[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datensatz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. Leonie Gubela: Letzte Worte. In: Die Tageszeitung: taz. 26. Oktober 2019, ISSN 0931-9085, S. 24 (taz.de [abgerufen am 26. Oktober 2019]).
  3. Das Pallitiavmedizin-Hörbuch der Deutschen Krebshilfe (Memento des Originals vom 27. Mai 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.krebshilfe.de
  4. Das Eichhof-Hörbuch
  5. [1]
  6. Mein Vater. Der Maler. Ein Feature des Deutschlandfunks
  7. Eine ungewöhnliche Schulpartnerschaft zwischen Bonn und El Mey/Tunesien (PDF; 5,5 MB)
  8. Ein Schluck Chicha für Pachamama
  9. Unter dem Asphalt liegt der Strand@1@2Vorlage:Toter Link/www.xn--judith-grmmer-4ob.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.