Jules Barbier

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Jules Barbier, um 1896

Jules Paul Barbier (* 8. März 1825 in Paris; † 1901) war ein französischer Theaterdichter und Librettist.

Jules Barbier debütierte, noch ziemlich jung, mit dem Drama Un poète (1847) nicht ohne Glück. Nachdem er verschiedene andere Stücke hatte nachfolgen lassen, assoziierte er sich nach der Sitte der französischen Dramatiker mit anderen Dichtern und schuf in Verbindung mit diesen eine Menge von Dramen, Lustspielen, Vaudevilles, von denen die bekanntesten sind:

  • Les derniers adieux (1851);
  • Graziella (1849);
  • Jenny l'ouvrière (1850);
  • Les marionettes du docteur (1852);
  • La loterie du mariage (Lustspiel in Versen, 1868);

die Vaudevilles:

  • L'amour mouillé (1850),
  • Voyage autour d'une jolie femme (1852)

Später wurde er mit seinem Mitarbeiter Michel Carré der ständige Librettist der Opéra-Comique, auf welcher Bühne er das sogenannte griechische Genre mit seinem Stück Galathée (1852, Musik von Victor Massé) einführte. Die bekanntesten seiner sonstigen Libretti sind:

  • Deucallon et Pyrrha (1855);
  • Le roman de la rose (1854, Musik von Pascal);
  • Psyche (1857, Musik von Ambroise Thomas);
  • Dinorah ou Le Pardon de Ploërmel (1859, Musik von Giacomo Meyerbeer);
  • Philémon et Baucis,
  • Faust,
  • Roméo et Juliette,
  • La reine de Saba und
  • La Colombe" (sämtlich von Charles François Gounod komponiert);
  • Hamlet und
  • Mignon (Musik von Ambroise Thomas);
  • Les noces de Jeannette (Musik von Victor Massé);
  • La fille d’Égypte (Musik von Jules Beer)
  • Les Contes d'Hoffmann (Hofmanns Erzählungen), Musik von Jacques Offenbach

Ein Drama: Jeanne d'Arc, mit Musik von Gounod, hatte 1873 im Théatre de la Gaité einen ehrenvollen Erfolg.

Die Ereignisse von 1870/71 begeisterten Barbier auch zu lyrischen Ergüssen, die unter dem Titel: "Le Franctireur" (1871) erschienen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jules Barbier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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