Julia Mihály

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Julia Mihály, 2017

Julia Mihály (* 1984 in Lüdenscheid) ist eine deutsch-ungarische Komponistin[1], Sängerin und Performerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mihály studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Norma Enns (Gesang, Oper) und Joachim Heintz (Elektronische Komposition). Meisterkurse und Workshops (ZKM Karlsruhe, STEIM Amsterdam, Stockhausen Kurse Kürten, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt) ergänzen ihre Ausbildung. Wichtige Impulse erhielt sie von Jennifer Walshe, David Helbich, Salome Kammer, Karlheinz Stockhausen, Daniel Teruggi und Jamie Griffiths.

Stilistisch bewegt sie sich an den Schnittstellen von Neuer Musik, Performance-Kunst und Elektroakustischer Musik. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Verbindung von Stimme und (Live-)Elektronik, die sie mit unterschiedlichen Arten von Controllern, wie z. B. Gaming Devices, Bewegungssensoren und gehackten Spielzeuginstrumenten steuert. Bei der Verwendung von Live-Elektronik beschäftigt sie sich einerseits mit der Erweiterung stimmklanglicher Möglichkeiten, und andererseits mit der Verknüpfung von performativen Bewegungsabläufen und der Steuerung von Echtzeit-Klangmodulationen. Darüber hinaus steht der Körper als Projektionsfläche im Fokus ihrer Performances.

Ihre Kompositionen wurden im Hessischen Rundfunk (hr2 kultur), im Deutschlandfunk (DLF), im Südwestrundfunk (SWR2), im Bayerischen Rundfunk (BR Klassik) und im Westdeutschen Rundfunk (WDR3) gesendet.

Julia Mihály tritt regelmäßig auf Festivals und Konzertreihen für Neue Musik auf. Sie erhielt Einladungen zum Heroines of Sound Festival in Berlin (Radialsystem V & Berghain), dem SPOR Festival in Arhus, zur Biennale Musica di Venezia, zum Summer Festival der Suntory Hall Tokyo[2], zur Ruhrtriennale[3], zum Soundislands Festival im ArtScience Museum Singapore, zum Zeitkunst Festival in Rio de Janeiro, zum Festival Theater der Welt in Hamburg, zu den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper in München, zur Sound and Music Computing Conference (SMC) in Helsinki, zum Lab 30. Festival Augsburg, zum CAMP '13 International Festival for Visual Music[4] in Cluj, im Borusan Music House Istanbul sowie zu den Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt.

2012 gründete sie zusammen mit dem Komponisten und Schlagzeuger Felix Leuschner das Electronica-Duo CLUBbleu,[5] mit dem sie 2016 bei dem Label Gruenrekorder das Album DARK~asian~ENERGY [singa~core album] veröffentlichte und bis 2017 international auftrat.[6]

Im Wintersemester 2016/17 war sie für eine Professur-Vertretung in dem Studiengang „Sound Arts – Musik und Medienkunst“ an die Hochschule der Künste Bern (HKB) eingeladen. Derzeit hat Julia Mihály einen Lehrauftrag für das Fach „Komposition und Technologie“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Für Gastvorträge und Workshops erhielt sie Einladungen an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Institut für Komposition, Elektroakustik und TonmeisterInnen- Ausbildung), Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie die Hochschule für Musik und Theater München und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Auszeichnungen und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompositionsaufträge
  • Deutschlandfunk (DLF)[7]
  • Kulturfonds FrankfurtRheinMain[8]
  • Bayerische Akademie der Schönen Künste, 2017
  • NTU CCA Centre for Contemporary Art Singapore[9] (2016)
  • Non Piano / Toy, Piano Weekend Hamburg (2016, 2017)
  • Veranstaltungsreihe Basis Zwei Hannover[10](2016)
  • Klanbrücken Festival Hannover[11] (2015)
Stipendien
Auszeichnungen
  • Zweiter Preis der Stockhausen Stiftung für Musik (2009)
  • Erster Preis der Stockhausen Stiftung für Musik (2007)
  • Musikstipendium der Kunststiftung NRW (2007, 2009)
  • Erster Preis des Magyar Zene Festivals, Ungarisches Kulturinstitut Bukarest (2008)

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grand Hotel Establishment für 1 Performerin, Live-Elektronik, Sensor-gesteuerte Gegenstände und Video (2018)
  • hyperMOODbox audio-visuelle Installation (2018), Gemeinschaftskomposition mit Annesley Black und Marc Behrens
  • La Rinascita di Marlene für 1 Performerin, Live-Elektronik, E-Gitarre und Streichtrio (2018)
  • The Counting Sisters für 1 Vokal-Performerin, Live-Elektronik und Video (2017)
  • Baby Spin to Superman Reverse Variation für MIDI - Toy Piano und Elektronik (2017)
  • cozy new gastfeindlichkeit Elektroakustische Komposition (2016)
  • Give it to me Engine, Honey! für 1 Sängerin, Laptop und Live-Elektronik (2016)
  • antizyʞlisch.momente_von_sinn(un-[d])freiheit.anti.trashɔore.milch. für 1 Vokal-Performerin, Elektronik, Video, Spielzeuginstrumente und 1 Pony (2015/16)
  • if you liked my posts I wouldn't need to express myself in real life für 1 Vokal-Performerin, Live-Elektronik und 5000 Meter Frischhaltefolie (2014)
  • Wer von uns weiß noch welchen Weg er geht für 1 analogen Synthesizer (Doepfer Dark Energy II) und Zuspielungen zu Texten von Rio Reiser (2013/14)
  • scape_ Elektroakustische Kompositionsreihe (2013/14)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: CD "DARK~asian~ENERGY [singa~core album] bei Gruenrekorder
  • 2016: cozy new gastfeindlichkeit auf der Sampler-CD "escape", Edition DEGEM, Label aufabwegen[14]
  • 2011: scape_1 auf der Sampler-CD "wandlungen unplump", Edition DEGEM, Label aufabwegen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. inspire_me – julia mihály – composerperformer – voice & live-electronics. Abgerufen am 12. Oktober 2017 (deutsch).
  2. Summer Festival 2015 Suntory Foundation for Arts. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
  3. Ruhrtriennale 2009-2011 - Julia Mihály. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
  4. farbdosis, kon-text.net: camp 13 _ international festival for visual music. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
  5. CLUBbleu – ELECTRONICPERFORMANCE. Abgerufen am 12. Oktober 2017 (deutsch).
  6. Gruenrekorder » DARK~asian~ENERGY [singa~core album] | CLUBbleu. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
  7. Deutschlandfunk - Forum Neuer Musik 2018. Abgerufen am 24. November 2018.
  8. Website Kulturfonds FrankfurtRheinMain. Abgerufen am 24. November 2018.
  9. Staging:. Abgerufen am 17. Oktober 2017.
  10. Bugs Beats Music. Abgerufen am 17. Oktober 2017.
  11. [https://web.archive.org/web/20171017151025/http://www.oper-hannover.de/oper/index.php?m=311&f=03_werkdetail&ID_Stueck=380&ID_Vorstellung=3048 Staatsoper Hannover :  >  Worte, Farben, Gesten, Zahlen - ein synästhetisches Konzert.] (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 17. Oktober 2017; abgerufen am 17. Oktober 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oper-hannover.de
  12. Staatstheater Darmstadt: CLUBbleu. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 17. Oktober 2017; abgerufen am 17. Oktober 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatstheater-darmstadt.de
  13. Sylvia Freydank: Entschieden: TeilnehmerInnen für die Workshops von Jennifer Walshe/David Helbich und Peter Ablinger. Abgerufen am 17. Oktober 2017.
  14. Various: DEGEM CD 14 – Escape. Abgerufen am 25. Oktober 2017.
  15. Irritation regt zum Denken an | Ausgabe: 10/18 | nmz - neue musikzeitung. Abgerufen am 27. November 2018.