Julia Reda

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Julia Reda (2014)
Julia Reda stellt sich vor (2015)

Julia Reda (* 30. November 1986 in Bonn) ist eine deutsche Politikerin der Piratenpartei, die seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments ist. Außerdem war sie von 2013 bis 2015 die Vorsitzende der Young Pirates of Europe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reda wurde mit 16 Jahren Mitglied der SPD. Wegen der Haltung der SPD zu Netzsperren wechselte sie 2009 zur Piratenpartei.[1] Von 2010 bis 2012 war sie Bundesvorsitzende der Jungen Piraten; mit Gründung der Young Pirates of Europe im August 2013 wurde sie deren erste Vorsitzende.[2] Im Jahr 2012 machte sie ein Praktikum bei der Europa-Abgeordneten Amelia Andersdotter.[1] Am ersten Januarwochenende 2014, kurz vor dem Abschluss ihres Magisterstudiums in den Fächern Politikwissenschaft und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,[2] wurde sie in Bochum auf Platz 1 der Bundesliste ihrer Partei für die Europawahl 2014 gewählt.[3]

Bei der Europawahl in Deutschland 2014 wurde sie in das Europäische Parlament gewählt.[4] Dort schloss sie sich der Fraktion Grüne/EFA an, von der sie zu einer stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde.[5] Sie ist Mitglied im Rechtsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz sowie im Petitionsausschuss.[6] Sie hat die Absicht geäußert, sich im Parlament primär für eine Reform des Urheberrechts einzusetzen.[7]

Anfang November 2014 bestimmte der Rechtsausschuss des Europaparlaments Reda zur Berichterstatterin für die Evaluation der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie von 2001, der sogenannten „InfoSoc-Richtlinie“.[8]

Die europäische Ausgabe des englischsprachigen Politmagazins Politico wählte sie 2016 auf Platz 37 der magazineigenen Liste der 40 gewichtigsten Mitglieder des Europäischen Parlaments.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stefanie Widmann: Gebürtige Bonnerin ist Spitzenkandidatin der Piraten für Europawahlen. General-Anzeiger Bonn, 10. Januar 2014, abgerufen am 8. Februar 2014.
  2. a b Julia Reda: Der Kompass-Europa-Kandidatengrill: Julia Reda. kompass.im, 31. Dezember 2013, abgerufen am 27. Januar 2014.
  3. Die Spitzenkandidaten der Piratenpartei Deutschland für das Europaparlament / #bpt141. kompass.im, 5. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2014.
  4. Bundeswahlleiter: Vorläufiges Ergebnis der Europawahl 2014
  5. Website der Grüne/EFA-Fraktion
  6. Europäisches Parlament: Abgeordnetenprofil
  7. Ich werde die Kooperation mit Greens/EFA fortsetzen, juliareda.eu, 3. Juni 2014, abgerufen am 16. Juli 2014.
  8. Minutes of the Meeting of 10 and 11 November 2014. Comitee on Legal Affairs of the European Parliament, abgerufen am 21. November 2014 (englisch): „Julia Reda was appointed rapporteur for the report on the implementation of Directive 2001/29/EC of the European Parliament and of the Council of 22 May 2001 on the harmonisation of certain aspects of copyright and related rights in the information society.“
  9. JULIA REDA. In: Politico Europe. Abgerufen am 21. November 2014 (englisch).