Julia Sude

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Julia Sude Volleyball (Beach)
Julia Sude
2017 in Münster
Porträt
Geburtstag 2. September 1987
Geburtsort Gießen, Deutschland
Größe 1,85 m
Partnerin 2003–2005 Florentina Büttner
2005 Sandra Eichmann
2006–2009 Claudia Lehmann
2010–2012 Jana Köhler
2013–2018 Chantal Laboureur
2014 Laura Ludwig
2019 Karla Borger
Verein VfB Friedrichshafen
Nationale Rangliste Position 1[1]
Weltrangliste Position 6[2]
Erfolge
2003 - Vize-Europameisterin U18
2004 - Vize-Europameisterin U18
2004 - 3. Platz U18-Weltmeisterschaft
2005 - 3. Platz U19-Weltmeisterschaft
2006 - U20-Europameisterin
2006 - Vize-Weltmeisterin U21
2009 - 3. Platz U23-Europameisterschaft
2010 - deutsche Meisterin
2011 - deutsche Vizemeisterin
2013 - 3. Platz Universiade
2013 - DM-Vierte
2013 - 2. Platz Durban Open
2014 - Militär-Weltmeisterin
2014 - Siegerin CEV-Masters Biel
2014 - deutsche Vizemeisterin
2014 - Siegerin CEV-Masters Baku
2015 - 2. Platz Fuzhou Open
2015 - DM-Vierte
2016 - 2. Platz Fuzhou Open
2016 - Siegerin Poreč Major
2016 - 3. Platz Long Beach Grand Slam
2016 - Siegerin CEV-Masters Jūrmala
2016 - deutsche Vizemeisterin
2017 - 3. Platz Fort Lauderdale Major
2017 - Siegerin CEV-Masters Baden
2017 - Siegerin Gstaad Major
2017 - WM-Fünfte
2017 - EM-Dritte
2017 - deutsche Meisterin
2018 - 3. Platz Huntington Beach 4-Sterne
2018 - 5. Platz Ostrava 4-Sterne
2018 - 2. Platz Warschau 4-Sterne
2018 - 2. Platz Gstaad 5-Sterne
2018 - EM-Fünfte
2018 - 4. Platz Moskau 4-Sterne
2018 - 5. Platz WT Finale Hamburg
2018 - DM-Vierte
(Stand: 11. Januar 2019)

Julia Sude (* 2. September 1987 in Gießen) ist eine deutsche Beachvolleyballspielerin. Sie ist die Tochter des ehemaligen Volleyballspielers Burkhard Sude. Sie wurde 2010 und 2017 deutsche Meisterin sowie 2014 Militär-Weltmeisterin. Seit 2015 gehört Sude zur internationalen Spitze, dabei bis Ende 2018 im Team mit Chantal Laboureur.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 bis 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julia Sude begann 2003 ihre Karriere als Beachvolleyballerin. Sie spielte ihre ersten Turniere mit Janina Göpfert und bildete dann ein Duo mit Florentina Büttner. Bei der U18-Europameisterschaft in Brünn verloren Büttner/Sude das deutsche Finale gegen Köhler/Ludwig. Ein Jahr später erreichten sie beim gleichen Wettbewerb in Mysłowice erneut das Endspiel und unterlagen diesmal dem polnischen Duo Urban/Wiatr. Bei der deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand wurden sie Neunte. Anschließend kamen sie bei der U18-Weltmeisterschaft in Termoli auf den dritten Rang. 2005 erreichte Sude mit Sandra Eichmann einige Top-Ergebnissen in der nationalen Serie und einen neunten Platz bei der deutschen Meisterschaft. Mit Büttner wurde sie Dritte der U18-WM in Saint-Quay-Portrieux.

Ab 2006 spielte Sude mit Claudia Lehmann. Sude/Lehmann gewannen die nationalen Turniere in Dresden sowie Fehmarn und wurden Neunte der deutschen Meisterschaft. Außerdem spielten sie einige CEV-Turniere. Mit Jennifer Eckardt wurde Sude in Ankaran U20-Europameisterin. Bei der U21-WM in Mysłowice erreichte sie mit Jana Köhler das Endspiel, das im Tiebreak gegen die Brasilianerinnen Barbara/Carolina verloren ging. 2007 erzielten Lehmann/Sude weitere Top-Ten-Ergebnisse in der nationalen Serie, unter anderem mit einem Turniersieg in Sankt Peter-Ording und wurden Neunte des CEV-Masters in Hamburg. In Berlin bestritten sie ihren ersten Grand Slam auf der FIVB World Tour und beim Satellite-Turnier in Vaduz kamen sie ins Finale. Bei der U23-EM in Paralimni wurden sie ebenso Siebte wie bei der deutschen Meisterschaft. Bei der U21-WM in Modena belegte Sude mit Eckart den 17. Platz. 2008 wiederholten Lehmann/Sude ihren zweiten Platz in Vaduz und wurden bei der deutschen Meisterschaft erneut Siebte. Im November kamen sie als Neunte der Sanya erstmals bei einem Turnier der Weltserie in die Top Ten. 2009 erzielten sie das gleiche Ergebnis bei den Osaka Open und dem Grand Slam in Marseille. Bei der WM in Stavanger schieden sie hingegen als Gruppenletzte nach der Vorrunde aus. Mit Karla Borger wurde Sude Dritte der U23-EM in Kaliningrad. Die deutsche Meisterschaft beendeten Lehmann/Sude auf dem fünften Rang. Nach einem vierten Platz in Moskau wurden sie beim World Tour Finale in Hamburg Fünfte.

2010 bis 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julia Sude (links) mit Jana Köhler 2012 bei den Åland Open

2010 bildete Sude ein neues Duo mit Jana Köhler. Auf der World Tour 2010 kamen Köhler/Sude zunächst nicht über zweistellige Ergebnisse hinaus. National gewannen sie das Turnier in Sankt Peter-Ording. Bei der EM in Berlin gewannen sie ihre Vorrundengruppe und das Achtelfinale, bevor sie sich im Viertelfinale den Niederländerinnen Keizer/van Iersel geschlagen geben mussten. Eine Woche später erreichten sie bei den Åland Open ebenfalls den fünften Rang. Im Finale der deutschen Meisterschaft setzten sie sich gegen die Europameisterinnen Goller/Ludwig durch und gewannen ihren ersten Titel.[3] Bei der WM 2011 in Rom kamen sie als Gruppenzweite in die KO-Runde. Im Achtelfinale gelang ihnen die Revanche gegen Keizer/van Iersel, bevor sie im Viertelfinale gegen Klapalová/Háječková ausschieden. Bei der EM in Kristiansand unterlagen sie im Viertelfinale den neuen Europameisterinnen Cicolari/Menegatti. Ihr erstes Top-Ten-Ergebnis auf der World Tour 2011 erreichten sie dann als Fünfte der Åland Open. Bei der deutschen Meisterschaft verloren die Titelverteidigerinnen die Neuauflage des letztjährigen Endspiels gegen Goller/Ludwig. 2012 gelang ihnen kein Top-Ten-Ergebnis bei FIVB-Turnieren und sie wurden Neunte beim CEV-Masters in Baden. Das gleiche Ergebnis gab es bei der EM in Scheveningen, wo sie als Gruppensieger das Achtelfinale gegen die Griechinnen Tsiartsiani/Arvaniti verloren. Anschließend trennte sich das Duo, weil Sude wegen einer Verletzung am Handgelenk in der Saison keine weiteren Turniere spielen konnte.[4]

2013 bis 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mit Chantal Laboureur (links) bei der Smart Beach Tour 2017 in Münster

2013 kehrte Sude zurück und spielt seitdem mit Chantal Laboureur.[5] In der ersten gemeinsamen Saison wurden Laboureur/Sude Dritte beim Satellite-Turnier in Montpellier und Fünfte beim Challenger-Turnier in Seoul. Bei der Universiade in Kasan gewannen sie die Bronzemedaille. Außerdem spielten sie auf der World Tour. National gewannen sie die Turniere in Mannheim und Sankt Peter-Ording. Bei der deutschen Meisterschaft blieb ihnen nach Niederlagen gegen Holtwick/Semmler und Borger/Büthe der vierte Platz. Anschließend siegten sie bei zwei „Zonal Events“ der CEV in Rottenburg und Montpellier. Im Dezember erreichten sie bei den Durban Open das Finale, das sie gegen die Chinesinnen Xia Xinyi und Xue Chen verloren. Zu Beginn der Saison 2014 gewannen Laboureur/Sude das Satellite-Turnier in Anapa. Auf der World Tour wurden sie Neunte in Fuzhou, Vierte in Puerto Vallarta und Fünfte der Anapa Open. Bei der EM in Quartu Sant’Elena kamen sie als Gruppenzweite in die erste KO-Runde, in der sie gegen die Tschechinnen Bonnerová/Hermannová ausschieden. In Warendorf gewannen sie die Militär-Weltmeisterschaft.[6] Danach spielte Sude einige Turniere mit Laura Ludwig, die einen Ersatz für ihre erkrankte Partnerin Kira Walkenhorst suchte.[7] Ludwig/Sude wurden Neunte der Grand Slams in Den Haag und Long Beach sowie Fünfte in Klagenfurt. In Stare Jabłonki unterlagen sie erst im Finale den Brasilianerinnen Larissa/Talita. Bei der deutschen Meisterschaft kamen sie ebenfalls ins Endspiel und unterlagen Borger/Büthe. Mit Laboureur gewann Sude die CEV Masters in Biel/Bienne und Baku.

In die Saison 2015 starteten Laboureur/Sude mit einem zweiten Platz in Fuzhou, wo sie das Finale gegen die Kanadierinnen Broder/Valjas verloren. Mit einem fünften Rang in Prag und diversen neunten Plätzen etablierten sie sich auf der FIVB World Tour. Bei der WM in den Niederlanden unterlagen sie als Gruppensieger in der ersten KO-Runde dem kasachischen Duo Maschkowa/Zymbalowa. Ebenfalls 17. wurden sie in Gstaad und Yokohama. Bei der EM in Klagenfurt blieben sie in der Vorrunde ohne Satzverlust und gewannen das deutsche Achtelfinale gegen Holtwick/Semmler, bevor sie im Achtelfinale gegen die Russinnen Ukolowa/Birlowa ausschieden. Anschließend belegten sie den neunten Platz in Long Beach und den fünften Platz in Rio de Janeiro. Bei der deutschen Meisterschaft mussten sie sich Ludwig/Walkenhorst und Holtwick/Semmler geschlagen geben und wurden Vierte. In Fort Lauderdale wurden sie Neunte des World Tour Final. Das gleiche Ergebnis gab es bei den ersten Turnieren der World Tour 2016. Nach einem fünften Rang in Vitória und einem vierten Platz in Xiamen unterlagen sie in Fuzhou erst im Endspiel gegen das US-Duo Walsh/Ross. In Sotschi wurden sie Fünfte und in Antalya Neunte. Bei der EM in Biel/Bienne kamen sie als Gruppensieger bis ins Viertelfinale, das sie im Tiebreak gegen Ukolowa/Birlowa verloren. Einen Monat später erreichten sie beim Poreč Major mit einem Sieg gegen Borger/Büthe das Endspiel, in dem sie die Kanadierinnen Pavan/Bansley bezwangen, womit sie ihren ersten Turniersieg auf der World Tour feierten. Bei den folgenden Major-Turnieren in Gstaad und Klagenfurt wurden sie Fünfte und Neunte. Obwohl sie in der Weltrangliste unter die besten Fünf kamen, verpassten sie wegen der Beschränkung auf zwei Teams pro Nation die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. Beim Grand Slam in Long Beach wurden sie Dritte. Anschließend gewannen sie das CEV-Masters in Jūrmala in einem deutschen Finale gegen Mersmann/Schneider. Bei der deutschen Meisterschaft unterlagen sie im Endspiel den Olympiasiegerinnen Ludwig/Walkenhorst.

Beim FIVB-Eröffnungsturnier 2017 in Fort Lauderdale gewannen Laboureur/Sude gegen Summer Ross / Brooke Sweat das Spiel um Platz Drei klar mit 2:0. Im Juni siegten sie beim CEV-Masters im österreichischen Baden. Im Juli gewannen sie das 5-Sterne Major Turnier in Gstaad nach einem 2:0 im Endspiel gegen die Weltranglistenersten Larissa und Talita aus Brasilien. Kurz darauf erhielten Laboureur/Sude vom DVV den Status als „deutsches Nationalteam“. Bei der WM in Wien erreichten sie nach fünf Siegen ohne Satzverlust das Viertelfinale, in dem sie mit 0:2 gegen die Kanadierinnen Humana-Paredes/Pavan verloren. Anschließend kamen sie bei der EM in Jūrmala ebenfalls ohne Satzverlust ins Halbfinale, das sie gegen die Tschechinnen Kolocová/Kvapilová verloren. Im Spiel um Bronze setzten sie sich gegen die Polinnen Kołosińska/Gruszczyńska durch. Beim FIVB Saisonfinale in Hamburg belegten Laboureur/Sude Platz Fünf. In Timmendorfer Strand wurden Laboureur/Sude nach einem 2:1-Finalsieg gegen Melanie Gernert und Tatjana Zautys deutsche Meisterinnen.

2018 starteten Laboureur/Sude auf der FIVB World Tour mit Platz 17 beim 5-Sterne-Turnier in Fort Lauderdale und Platz fünf beim 4-Sterne-Turnier in Xiamen. Beim 4-Sterne-Turnier in Huntington Beach landeten sie mit Platz drei erstmals auf dem Treppchen. Es folgten Platz neun in Itapema, Platz fünf in Ostrava, Platz zwei in Warschau und Platz zwei in Gstaad. Bei der EM in den Niederlanden schieden Laboureur/Sude bereits im Viertelfinale aus. Nach einem vierten Platz in Moskau wurden sie beim World Tour Finale in Hamburg Fünfte. Bei der deutschen Meisterschaft trat Sude mit Leonie Körtzinger an und belegte Platz vier.

Seit 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019 bildet Sude ein neues Duo mit Karla Borger.[8]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der am 4. August 2018 ausgestrahlten ProSieben-Show Beginner gegen Gewinner traten Laboureur/Sude zu einem Beachvolleyball-Duell an. Dabei mussten sie als Handicap Schwimmflossen tragen, setzten sich aber trotzdem gegen zwei Studentinnen aus Leipzig durch.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Klingovsky: Das Ziel heißt Tokio – Zwei neue Stuttgarter Teams, ein harter Weg: Laboureur/Ittlinger wollen ebenso zu den Olympischen Spielen 2020 wie Borger/Sude. In: Stuttgarter Nachrichten. Nr. 69, 22. März 2019, S. 27 (online [abgerufen am 24. März 2019]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Julia Sude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Rangliste (Stand: 2. Januar 2019)
  2. FIVB-Weltrangliste (Stand: 7. Januar 2019)
  3. Völlig losgelöst. (PDF) Volleyball-Magazin, Oktober 2010, abgerufen am 10. September 2016.
  4. Ich wollte unbedingt dabei sein. Südkurier, 1. August 2012, abgerufen am 10. September 2016.
  5. Sude zurück im Sand. beach-volleyball.de, 8. Oktober 2012, abgerufen am 10. September 2016.
  6. Beach-Volleyball: Chantal Laboureur/Julia Sude gewinnen Militär-WM – Silber für Eric Koreng/Malte Stiel. DVV, 30. Juni 2014, abgerufen am 9. September 2016.
  7. Gemeinsame Erklärung von Laboureur/Sude zur Pressemitteilung "Kira Walkenhorst muss wegen Pfeifferschem Drüsenfieber für einige Wochen pausieren". DVV, 7. Juli 2016, abgerufen am 9. September 2016.
  8. Matthias Penk, Annika Schultz: Julia Sude spielt zukünftig an der Seite von Karla Borger. beach-volleyball.de, 10. Januar 2019, abgerufen am 10. Januar 2019.
  9. Laboureur/Sude in TV-Show. beach-volleyball.de, 2. August 2018, abgerufen am 5. August 2018.