Julian Brandt

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Julian Brandt
20180602 FIFA Friendly Match Austria vs. Germany Julian Brandt 850 0710.jpg
Julian Brandt (2018)
Personalia
Geburtstag 2. Mai 1996
Geburtsort BremenDeutschland
Größe 185 cm
Position Mittelfeld
Flügelsturm
Junioren
Jahre Station
2001–2009 SC Borgfeld
2009–2011 FC Oberneuland
2011–2013 VfL Wolfsburg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2014– Bayer 04 Leverkusen 146 (28)
2014 Bayer 04 Leverkusen II 1 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2011 Deutschland U15 2 0(2)
2011–2012 Deutschland U16 3 0(1)
2012–2013 Deutschland U17 19 0(5)
2013–2014 Deutschland U19 14 0(2)
2015 Deutschland U20 6 0(2)
2015–2016 Deutschland U21 8 0(1)
2016 Deutschland Olympiaauswahl 6 0(0)
2016– Deutschland 23 0(2)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 8. Dezember 2018

2 Stand: 15. November 2018

Julian Brandt (* 2. Mai 1996 in Bremen) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandt begann seine Karriere in den Jugendmannschaften des SC Borgfeld und des FC Oberneuland. Zur Saison 2011/12 wechselte er in das Nachwuchsleistungszentrum des VfL Wolfsburg. Bei den Wolfsburgern wurde er zunächst in der B-Jugend eingesetzt; dort erzielte er in der B-Junioren-Bundesliga 14 Treffer in 25 Spielen. Zur Saison 2012/13 rückte Brandt in die A-Jugend (U19) auf. In seiner ersten Saison in der A-Junioren-Bundesliga erzielte er in 23 Spielen in der regulären Saison 13 Tore. In der Endrunde, an deren Schluss Brandt mit seinem Team die Meisterschaft im Finale gegen Hansa Rostock gewann, erzielte er ein weiteres Tor in drei Einsätzen. In der Hinrunde der Saison 2013/14 markierte er in 14 Spielen sechs weitere Treffer.

Zur Winterpause der Spielzeit 2013/14 wechselte Brandt zu Bayer 04 Leverkusen. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Profivertrag.[1] Am 15. Februar 2014 (21. Spieltag) kam er bei der 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, als er in der 82. Spielminute für Heung-Min Son eingewechselt wurde. Am 18. Februar 2014 gab er sein Europapokaldebüt im Achtelfinalhinspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain, in dem er zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. In seinem siebten Bundesligaspiel für Leverkusen erzielte er bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel beim Hamburger SV am 4. April 2014 (29. Spieltag) mit dem Treffer zum 1:1 in der 58. Minute sein erstes Bundesligator. Am 7. Dezember 2016 erzielte er im Heimspiel gegen die AS Monaco mit dem Treffer zum 2:0 sein erstes Champions-League-Tor.

Seine Vertragslaufzeit bei Bayer 04 Leverkusen wurde Anfang April 2018 vorzeitig bis Mitte 2021 verlängert.[2]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandt (links) im Viertelfinale des olympischen Fußballturniers gegen Portugal, 2016

Am 17. Mai 2016 wurde Brandt von Bundestrainer Joachim Löw erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Er gehörte zu den 27 Spielern für den vorläufigen DFB-Kader für die EM in Frankreich.[3] Am 29. Mai 2016 gab er sein Debüt im Freundschaftsspiel gegen die Slowakei, in dem er zur zweiten Halbzeit für Mario Gómez eingewechselt wurde. In den endgültigen EM-Kader wurde er jedoch nicht übernommen.

Am 15. Juli 2016 wurde Brandt in den Kader des DFB für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro berufen.[4] In allen sechs Spielen wurde Brandt über die volle Spieldistanz aufgeboten und gewann am Ende mit der DFB-Auswahl die Silbermedaille. Ihm gelang zwar kein Tor, dennoch konnte er sich an neun der 22 Turniertreffer als Vorlagengeber beteiligen.[5] Im Viertelfinale gegen Portugal wurde er zum Spieler des Spiels ernannt.[6] Am 1. November 2016 wurde ihm zusammen mit der Olympia-Fußballmannschaft das Silberne Lorbeerblatt verliehen.[7]

Brandt wurde für die im Juni und Juli 2017 stattfindenden Länderspiele inklusive den Konföderationen-Pokal in Russland in das Aufgebot der deutschen Mannschaft berufen.[8] Beim 7:0-Sieg gegen San Marino am 10. Juni 2017 im Qualifikationsspiel für die WM 2018 erzielte er seinen ersten Treffer für die A-Nationalmannschaft.[9] Beim daran anschließenden Konföderationen-Pokal kam er in drei der fünf Spiele zum Einsatz und gewann letztlich mit Deutschland durch den 1:0-Sieg im Finale gegen Chile den Titel.

Für die Weltmeisterschaft 2018 wurde er in den endgültigen Kader berufen.[10] Sein WM-Debüt gab er im ersten Gruppenspiel bei der 0:1-Niederlage gegen Mexiko, als er in der 86. Minute für Timo Werner eingewechselt wurde.[11] Auch in den beiden anderen Gruppenspielen der Weltmeisterschaft wurde Brandt spät eingewechselt – gegen Schweden und Südkorea kam er in der 87. bzw. 78. Minute jeweils für Jonas Hector. Nach der Gruppenphase stand Deutschland auf dem letzten Platz und schied damit erstmals in der Historie des Deutschen Fußball-Bundes in der Vorrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft aus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VfL Wolfsburg:

Nationalmannschaft

Auszeichnungen und Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz-Walter-Medaille 2013 in Silber (Kategorie: U-17-Nachwuchsspieler)[12]
  • Fritz-Walter-Medaille 2014 in Gold (Kategorie: U-18-Nachwuchsspieler)
  • Meiste aufeinanderfolgende Bundesligaspiele eines U-20-Spielers mit mindestens einem Tor: 6[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Julian Brandt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brandt wechselt zu Bayer. bundesliga.de, 12. Dezember 2013, archiviert vom Original am 15. Februar 2014; abgerufen am 7. Februar 2018.
  2. Bayer 04 verlängert mit Nationalspieler Brandt; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 4. April 2018
  3. Löws EM-Auswahl: „Es gibt keinen potenziellen Streichkandidaten“. dfb.de, 17. Mai 2016, abgerufen am 21. Mai 2016.
    Der erweiterte EM-Kader für die Europameisterschaft in Frankreich 2016 (10. Juni bis 10. Juli). In: dfb.de. Archiviert vom Original am 21. Mai 2016; abgerufen am 7. Februar 2018.
  4. Team und Trainer: Der Kader für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (3. bis 20. August 2016). In: dfb.de. 15. Juli 2016, archiviert vom Original am 15. Juli 2016; abgerufen am 7. Februar 2018.
  5. Leistungsdaten von Julian Brandt im Fußballturnier der Olympischen Spiele 2016. transfermarkt.de, abgerufen am 18. August 2016.
  6. Halbfinale! Starkes Deutschland besiegt Portugal. In: kicker online. 13. August 2016, abgerufen am 7. Februar 2018.
  7. Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Website des Bundespräsidialamtes, 1. November 2016, abgerufen am 14. November 2016.
  8. Unveränderter Kader für Confed Cup. dfb.de, 7. Juni 2017, abgerufen am 18. Juni 2017.
  9. Deutschland – San Marino, 10.06.2017 – WM-Qualifikation Europa – Spielbericht. transfermarkt.de, abgerufen am 7. Februar 2018.
  10. Der Kader für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Abgerufen am 4. Juni 2018.
  11. Auftakt verpatzt: Lozano bestraft schwache DFB-Elf. In: kicker.de. 17. Juni 2018, abgerufen am 18. Juni 2018.
  12. Michael Stricz: Fritz-Walter-Medaille 2013: Die Gewinner: Das sind die besten Talente Deutschlands. Spox.com, 15. Juli 2013, abgerufen am 7. Februar 2018.
  13. Brandt würde liebend gern die EM spielen. transfermarkt.de, 1. Mai 2016, abgerufen am 7. Februar 2018.