Julian Weigl

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Julian Weigl
Julian Weigl 6743.jpg
Julian Weigl (2015)
Personalia
Geburtstag 8. September 1995
Geburtsort Bad AiblingDeutschland
Größe 186 cm
Position Zentrales Mittelfeld, Innenverteidigung
Junioren
Jahre Station
2001–2006 SV Ostermünchen
2006–2010 TSV 1860 Rosenheim
2010–2013 TSV 1860 München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2013–2014 TSV 1860 München II 23 (0)
2014–2015 TSV 1860 München 38 (0)
2015– Borussia Dortmund 93 (2)
2017–2018 Borussia Dortmund II 2 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2013–2014 Deutschland U19 4 (0)
2014–2015 Deutschland U20 10 (1)
2015–2016 Deutschland U21 5 (0)
2016– Deutschland 5 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 9. Februar 2019

2 Stand: 30. Dezember 2018

Julian Weigl (* 8. September 1995 in Bad Aibling) ist ein deutscher Fußballspieler. Der zentrale Mittelfeldspieler steht bei Borussia Dortmund unter Vertrag und bestritt mehrere Spiele für die deutsche Nationalmannschaft.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TSV 1860 München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weigl begann seine Karriere 2001 in der Jugend des SV Ostermünchen. Über den TSV 1860 Rosenheim kam er in das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München. Als Kapitän der U-19-Mannschaft unterschrieb er im März 2013 einen bis 2016 laufenden Vertrag beim TSV.[1] Ab Juli 2013 spielte er in der zweiten Mannschaft.

Am 21. Spieltag der Saison 2013/14 debütierte Weigl in der 1. Mannschaft von 1860 in der 2. Fußball-Bundesliga, als er auswärts bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt 04 in der 66. Minute für Yannick Stark eingewechselt wurde.[2] Am 27. Februar 2014 unterschrieb er einen bis 2017 gültigen Profivertrag.[3]

Weigl wurde zu Beginn der Saison 2014/15 von Trainer Ricardo Moniz im Alter von 18 Jahren zum bis dahin jüngsten Mannschaftskapitän des Vereins ernannt.[4] Nachdem er nach zwei Spieltagen aus disziplinarischen Gründen vorübergehend vom Spiel- und Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft ausgeschlossen worden war, verlor er die Kapitänsbinde an Christopher Schindler.[5] Grund für die Maßnahme war ein nächtlicher Ausflug, den Weigl mit seinen Teamkollegen Vitus Eicher, Daniel Adlung und Yannick Stark unternommen hatte, bei dem es zu negativen Äußerungen über den Verein gekommen sein soll.[6]

Borussia Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2015/16 wechselte Weigl in die Bundesliga zu Borussia Dortmund.[7] Er erhielt einen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag.[8] In seiner ersten Saison beim BVB etablierte er sich als Stammspieler und bestritt 50 Pflichtspiele.[7] Am 14. Mai 2016 stellte er einen neuen Bundesligarekord auf: Am 34. Spieltag der Saison 2015/16 hatte er im Spiel gegen den 1. FC Köln 214 Ballkontakte, bevor er in der 83. Minute ausgewechselt wurde.[9] Am 20. Dezember 2016 wurde die Verlängerung seiner Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2021 bekannt gegeben.[10] 2017 gewann Weigl mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal und damit den ersten großen Titel seiner Karriere. Er kam beim 2:1-Finalsieg gegen Eintracht Frankfurt aufgrund einer Verletzung allerdings nicht zum Einsatz.

Sein erstes Bundesligator erzielte er am 23. September 2017 im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit dem Treffer zum 6:1-Endstand.[11] Nachdem er bis Sommer 2018 meist zur Stammelf gezählt hatte, kam er unter dem neuen Trainer Lucien Favre in der Hinserie nur noch sporadisch zum Einsatz, ab der Rückrunde wieder häufiger, dafür in ungewohnter, aber souveräner Position, in der Innenverteidigung.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weigl kam zwischen September 2013 und Juni 2014 zu vier Kurzeinsätzen für die deutsche U19-Nationalmannschaft, bevor er in die U20-Nationalmannschaft aufrückte. Mit ihr nahm er an der U20-WM in Neuseeland teil, bei der er mit der Mannschaft im Viertelfinale an Mali scheiterte. Ab September 2015 war Weigl Teil der U21-Nationalmannschaft und bestritt mit ihr noch den ersten Teil der letztlich erfolgreichen Qualifikation zur U21-Europameisterschaft 2017.

Am 29. Mai 2016 hatte Weigl dann in Augsburg seinen ersten Einsatz für die A-Nationalmannschaft. Bei der 1:3-Niederlage gegen die Slowakei im Vorbereitungsspiel zur zwölf Tage später beginnenden Europameisterschaft in Frankreich wurde er von Bundestrainer Joachim Löw zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Seine Leistung bei dem nach einem schweren Gewitter unter widrigen Platzbedingungen fortgesetzten Spiel wurde vom Fachmagazin Kicker mit der Note 3 bewertet.[12] Er wurde dann auch in den endgültigen Kader für die EM berufen, kam aber als einer von zwei Feldspielern beim Turnier nicht zum Einsatz.

Nach der Europameisterschaft kam er nur noch zu vier Einsätzen für die Nationalmannschaft und wurde seit März 2017 nicht mehr berücksichtigt.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borussia Dortmund

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er bezeichnet die Zwillinge Lars und Sven Bender, die ebenfalls beim TSV 1860 München ausgebildet wurden, als seine sportlichen Vorbilder.[14]

2014 schloss er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei der TSV 1860 Merchandising GmbH ab.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Talent Weigl bis 2016 in Giesing kicker.de vom 25. März 2013, abgerufen am 28. Februar 2014
  2. Fan-Unruhen überschatten bayerisches Derby kicker.de, abgerufen am 28. Februar 2014
  3. Weigl wandelt auf den Spuren der Benders kicker.de vom 27. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014
  4. Julian Weigl: “Mit 18: Weigl neuer "Löwen"-Kapitän” kicker.de, abgerufen am 4. August 2014
  5. Weigl-Binde dauerhaft weg! Wer nun übernimmt. In: tz. 13. August 2014, abgerufen am 13. August 2014.
  6. Uli Kellner: Skandal-Abend begann mit Frust-Runde bei Eicher. In: Münchner Merkur. 13. August 2014, abgerufen am 13. August 2014.
  7. a b Entdeckung der Saison: Julian Weigl. Focus online, 14. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.
  8. Borussia Dortmund verpflichtet Julian Weigl. In: Borussia Dortmund. 8. Juni 2015, abgerufen am 8. Juni 2015.
  9. Marian Laske: BVB-Spieler Weigl knackt gegen Köln Liga-Allzeit-Rekord. WAZ, 14. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.
  10. Offiziell: Weigl verlängert beim BVB bis 2021 kicker.de vom 20. Dezember 2016, abgerufen am 21. Dezember 2016
  11. Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA: Teams & Tore. Abgerufen am 23. September 2017.
  12. Vier Debüts und Sintflut: Deutschland verpatzt EM-Test, Spielanalyse auf kicker.de, abgerufen am 30. Dezember 2018
  13. Bayern-Angreifer: Bundesligaprofis wählen Götze zum "Absteiger der Saison" Spiegel Online
  14. Julian Weigl: “Mein Ziel ist die Bundesliga” Inside 11 vom 26. Mai 2014, abgerufen am 26. Mai 2014
  15. Weigl schließt bei 1860 seine Ausbildung ab auf tz.de. 26. Juni 2014, abgerufen am 15. August 2014